Der Titelkampf im ADAC GT Masters spitzt sich zu. Vier Rennen vor dem Saisonende ist der Vorsprung der Tabellenführer Ricardo Feller und Christopher Mies im Audi R8 von Land-Motorsport nach Platz fünf im Sonntagsrennen auf dem Sachsenring auf zwei Punkte geschrumpft.
Einen klaren Rennsieg fuhren am Sonntag der Pole Igor Waliłko und sein französischer Teamkollege Jules Gounon im Zakspeed Mercedes-AMG GT3 ein. Von der Pole-Position gestartet hatte das Mercedes-Duo im Ziel einen Vorsprung von mehr als 15 Sekunden.
Mit einem bärenstarken Manöver in der letzten Kurve eroberte Luca Stolz in seinem 100. GT-Masters-Rennen im Toksport-Mercedes Rang zwei, der ihm und seinem Partner Maro Engel auch Tabellenrang zwei einbrachte. Platz drei sicherte sich das Porsche-Duo Thomas Preining und Christian Engelhart (Küs Team Bernhard).
„Ein wirklich toller Tag“, jubelte Sieger Gounon. „Ich liebe diese Strecke einfach. Hier habe ich 2016 meinen ersten GT3-Sieg geholt, das war der Startschuss für meine Karriere. Jetzt wieder hier zu gewinnen ist fantastisch. Es hat einfach alles gepasst. Pole, schnellste Runde und Sieg – besser konnte es nicht laufen.“
Das zehnte Saisonrennen des ADAC GT Masters begann turbulent: Während Pole-Setter Gounon seine Spitzenposition vor Lamborghini-Pilot Franck Perera (GRT Grasser Racing Team) verteidigte, wurde der von Platz drei gestartete Mercedes des Tabellendritten Maximilian Buhk (MannFilter Team Landgraf) von Lamborghini-Werksfahrer Albert Costa Balboa abgeräumt. Buhk wurde anschließend noch von einem anderen Fahrzeug getroffen und schied aus. Balboa musste eine Durchfahrtsstrafe absolvieren. Der Zwischenfall sorgte für reichlich dicke Luft zwischen beiden Teams. Unglücksrabe Balboa musste sich deutliche Worte seiner Kollegen anhören. Einen Entschuldigungsversuch des Spaniers schlug der Reinbeker Buhk brüsk aus.
Auch der Samstagssieger Michael Ammermüller (SSR Performance) war in der Startrunde mit seinem Porsche in eine Kollision verwickelt und fiel aus den Top 20. Ammermüller und Partner Mathieu Jaminet kämpften sich noch auf Platz zehn nach vorn und liegen nun als Tabellendritte elf Zähler hinter den Spitzenreitern Feller und Mies.

Doppelsieg für Honda

Ein perfektes Wochenende erlebte Dominik Fugel in der ADAC TCR Germany. Der gebürtige Chemnitzer gewann in seinem Honda Civic TCR nicht nur beide Rennen, sondern sammelte durch seine beiden Trainingsbestzeiten auch die Maximalausbeute von 70 Punkten.
Dabei ließ sich Fugel auch von einer 5-Sekunden-Zeitstrafe für einen Frühstart nicht beeindrucken.
Dominik Fugel hat mit einem weiteren Start-Ziel-Sieg sein herausragendes Heimspiel auf dem Sachsenring gekrönt.
„Ich habe gewusst, dass ich ordentlich Gas geben muss. Das hat Gott sei Dank gut funktioniert. Dieses Wochenende hat einfach alles geklappt – ich bin glücklich und absolut zufrieden“, sagte Dominik Fugel, der in der Meisterschaft nun erster Verfolger von Luca Engstler ist. Der Allgäuer sicherte sich in seinem Hyndai i30 N TCR mit Platz zwei seine nächste Podiumsplatzierung. Zwei Veranstaltungen vor Saisonende trennen die beiden in der Gesamtwertung nun 68 Punkte.
Hinter Engstler kam Gruber als Dritter ins Ziel. Martin Andersen (27, Dänemark) rundete als Vierter das starke Resultat für das Hyundai Team Engstler ab. In der Teamwertung hat die Allgäuer Mannschaft nun 124 Punkte Vorsprung vor dem ersten Verfolger und kann bereits bei der nächsten Veranstaltung auf dem Hockenheimring (22.-24. Oktober) den Titelgewinn perfekt machen.

Titelentscheidung vertagt

Die Entscheidung um den Titel 2021 im Porsche Carrera Cup Deutschland fällt erst beim Finale des Markenpokals vom 22. bis 24. Oktober auf dem Hockenheimring. Mit seinem vierten Saisonsieg hält Ayhancan Güven (Türkei/Phoenix Racing) das Championat weiter offen.
Ayhancan Güven feiert seinen vierten Sieg.
Der Porsche Junior setzte sich beim 14. Saisonlauf auf dem Sachsenring gegen Christopher Zöchling (Österreich/Fach Auto Tech) und Titelverteidiger Larry ten Voorde (Niederlande/Team GP Elite) durch. Vor dem Saisonfinale führt der Niederländer ten Voorde mit einem Vorsprung von 24 Punkten vor Güven. Maximal 50 Zähler gibt es noch zu holen.
„Mir war klar, dass ich gewinnen muss, um meine Chancen im Titelrennen entscheidend zu verbessern. Jetzt muss ich dieses Ergebnis wiederholen“, sagte Güven.

Von

Thomas Arndt