Vier von sieben Veranstaltungen sind in der Debütsaison des ADAC Opel e-Rally Cup jetzt absolviert und immer noch gibt es nur einen Sieger: Laurent Pellier.
Gemeinsam mit seiner Beifahrerin Marine Pelamourgues gewann der 26-jährige Franzose aus dem Saintéloc Junior Team auch den vierten Wertungslauf im Rahmen der ADAC Rallye Hinterland rund um die Gemeinde Dautphetal im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf.
Pellier sicherte sich neben den 30 Zählern für den Sieg auch die jeweils fünf Bonuspunkte für die meisten Wertungsprüfungs-Bestzeiten sowie den Gewinn der Powerstage (WP6). In der Gesamtwertung des weltweit ersten Rallye-Markenpokals mit elektrisch angetriebenen Autos führt der Franzose mit den maximal möglichen 160 Punkten.
„Es war eine tolle Rallye, die wieder sehr viel Spaß gemacht hat“, freute sich der Gesamtführende. „Der Corsa-e Rally hat wieder tadellos funktioniert, Marine und das Team haben fabelhafte Arbeit geleistet. Ich bin rundum zufrieden.“
Am Ende der acht Wertungsprüfungen hatten Pellier/Pelamourgues einen Vorsprung von 26,3 Sekunden auf das niederländisch-australische Ehepaar Timo und Rebecca van der Marel.
„Ich war positiv überrascht, wie schön und anspruchsvoll die Wertungsprüfungen hier waren“, so der 32-jährige Cup-Senior. „Wir haben von Beginn an voll attackiert, es gab keinen Moment zum Ausruhen. Denn abgesehen von Pellier lagen alle sehr eng beieinander, jede Prüfung war hart umkämpft – so wie es in einem Markenpokal eben sein soll. Es war eine coole Rallye!“
Bestplatziertes deutsches Team waren einmal mehr Max Reiter und Lina Meter.
Bestplatziertes deutsches Team waren einmal mehr Max Reiter und Lina Meter. Der 21-Jährige aus Diefflen im Saarland fuhr als Drittplatzierter zum dritten Mal in dieser Saison aufs Siegertreppchen und nimmt in der Zwischenwertung den zweiten Rang ein.
Etwas weniger glücklich schauten am Ende Luca Waldherr und Claudia Maier drein. Die Österreicher mussten sich im Corsa-e Rally von Opel Austria mit dem vierten Rang begnügen. „Wir waren am Anfang etwas zu vorsichtig, weil wir nach Barum keinen
weiteren Ausfall riskieren wollten. Am Nachmittag haben wir dann nochmal richtig Gas gegeben und sind mit den Punkten für Rang vier letztlich auch zufrieden“, kommentierte Waldherr.
Alle Starter im ADAC Opel e-Rally Cup fahren in technisch identischen 100 kW/136 PS starken Opel Corsa e Rally mit 246 Newtonmeter Drehmoment und 50 Kilowattstunden Batteriekapazität. Rallyefertig kostet der E-Flitzer „nur“ 50.000 Euro und bietet eine vergleichsweise günstige Einstiegsmöglichkeit in den Rallyesport.
Für die Teilnehmer geht es in dem Markenpokal nicht nur um Siege und Preisgeld, sondern auch um die Chance, am Saisonende den Sprung in das ADAC Opel Rally Junior Team zu schaffen.

Punktestand ADAC Opel e-Rally Cup nach 4 von 7 Läufen

1. Laurent Pellier (160 Punkte)
2. Luca Waldherr und Max Reiter (je 90 Punkte)
4. Timo Van der Marel (76)
5. Alexander Kattenbach (70)
6. Marvin Wabnitz (65)

Von

Thomas Arndt