ADAC-Test: Aktiver Fußgängerschutz
Sinnvolle Notbremsen

Der ADAC hat die Notbremssysteme von Lexus, Volvo, Mercedes und BMW getestet. Ergebnis: Der "aktive Fußgängerschutz" kann Leben retten!
- Maike Schade
Der ADAC hat den "Aktiven Fußgängerschutz" von Lexus LS600h L, Volvo V40, Mercedes E-Klasse und BMW 3er GT getestet. Das Urteil des Klubs: Das System ist grundsätzlich sinnvoll und kann Leben retten. Die Assistenzsysteme von Volvo und Lexus bekamen die Note "gut", BMW und Mercedes arbeiten laut ADAC zumindest "befriedigend".

Das Preis-Leistungs-Verhältnis beim Volvo V40 findet der ADAC am besten.
Schwächen bei sich bewegenden Fußgängern zeigte beim ADAC Test das "ansonsten ausgereifte" Notbremssystem Pre-Safe. "Ein Kind, das über die Straße läuft, erkennt es nicht rechtzeitig", urteilten die Prüfer und bescheinigen dem Mercedes-System beim Fußgängerschutz eine nur begrenzte Wirksamkeit. Das mit rund 520 Euro günstigste System im Test, das von BMW, konnte ebenfalls nur bedingt überzeugen. Es löse keine Vollbremsung aus, unterstütze aber durch die automatische Geschwindigkeitsreduzierung den Fahrer beim Abbremsen; die Kollisionsgefahr sei so geringer. Als positiv hebt der ADAC hervor, dass das System für viele BMW-Modelle erhältlich sei.Nicht überzeugen konnte beim Test die Fußgänger-Warn-Funktion des 800 Euro teuren Nachrüstsystems "Mobileye": "Es ist zwar prinzipiell gut, wenn der Fahrer bei Gefahr gewarnt wird, aber für einen wirklich guten aktiven Fußgängerschutz muss ein System schnell selbständig abbremsen können." Im Jahr 2012 starben laut ADAC 520 Fußgänger im Straßenverkehr, mehr als 7900 wurden schwer verletzt.
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