ADAC warnt vor Kindersitz
Sicherheitsrisiko: Kindersitz versagt im Crashtest

Noch vor Veröffentlichung des neuen Kindersitz-Tests gibt der ADAC eine Produktwarnung heraus. Es besteht ein hohes Sicherheitsrisiko, der Verkauf ist inzwischen gestoppt.
Bild: ADAC
Alarmstufe Rot für Eltern: Der ADAC hat beim aktuellen Kindersitz-Test den "Viaggio Twist" in Kombination mit der "Base Twist" von Peg Perego unter die Lupe genommen und warnt noch vor offiziellem Erscheinen des Tests vor diesem Kindersitz.
Schon bei den ersten Crashtests krachte es gewaltig: Laut ADAC brach im Frontalcrash mit rückwärtsgerichtetem Kindersitz der Stützfuß der Isofix-Basis weg, und die Sitzschale flog mitsamt Dummy nach vorne.
Kindersitz von Peg Perego versagt beim Test auf ganzer Linie
Ein ähnliches Bild zeichnete sich beim Crashtest mit vorwärtsgerichtetem Kindersitz: Wieder brach der Stützfuß, und die Basis zerbrach, während der Dummy durch die Kabine katapultiert wurde. Die Gefahr, dass so im Ernstfall Kinder gegen den Vordersitz oder das Fahrzeugdach geschleudert werden, ist enorm.
Der italienische Hersteller Peg Perego hat bereits reagiert und die Auslieferung des "Viaggio Twist" gestoppt. In Deutschland wurden aktuell erst wenige Sitze ausgeliefert. Obwohl es hier kein gesetzliches Rückgaberecht gibt, sollten betroffene Kunden dennoch beim Kundenservice auf Kulanz pochen.
Kindersitz-Tests des ADAC haben strengere Kriterien, als der Gesetzgeber sie fordert (UN Reg. 129) – sie orientieren sich unter anderem an den Crashtest-Standards von Euro NCAP mit einer Geschwindigkeit von 64 km/h für die Tests. Die ausführlichen Ergebnisse von 24 Kindersitzmodellen liefert der ADAC-Test am 21. Mai 2024.
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