Wohnmobil-Test Alpincamper Dacia Dokker Start

Alpincamper Dacia Dokker Start: Wohnmobil-Test

Neuer Camper für 18.000 Euro

Für nur 17.999 Euro bietet die bayerische Campingmanufaktur Alpincamper den wohl günstigsten Camper Deutschlands an. Basis ist der Dacia Dokker Start. Ob das Mini-Mobil überzeugen kann?
Größer ist nicht immer besser. So auch beim Urlaub mit dem Wohnmobil. Manchmal liegt das kleine Campingglück darin, dorthin zu kommen, wo nicht alle sind, und sich auf die wesentlichen Dinge zu besinnen. Auf solche Fahrzeuge für die kleinen Campingfluchten hat sich die Manufaktur Alpincamper aus Lenggries in der Nähe von Bad Tölz spezialisiert. Mit seinem Team verwandelt Chef Michael Zaiser Autos in Camper. Sein neuester Streich ist der Ausbau des preisgünstigen Dacia Dokker Start.
Zubehör für autarkes Campen

Porta Potti

Preis*: ab 59,90 Euro

Dometic Kompressor-Kühlbox

Preis*: 219,88 Euro

Solarpanel fürs Wohnmobil

Preis*: ab 149,99 Euro

Campingkocher

Preis*: 69,85 Euro

*Preise: Stand 22.05.2020

Perfekt für alle, die ihren Camper auch als Alltagsauto nutzen

Die Spüle mit Wasserhahn sowie Frisch- und Abwassertank kosten 350 Euro.

Das ist er: Ein vollwertiger und qualitativ hochwertiger Campingausbau zum unschlagbaren Grundpreis von 17.999 Euro. Ausgelegt für zwei Personen mit Küchenblock und Schlafmöglichkeit. Perfekt für Campingbegeisterte, die kein großes Reisemobil wollen und ihren Camper regelmäßig als Alltagsauto nutzen möchten. Ein weiterer Vorteil: Durch seine geringe Höhe von 1,86 Meter sind die mittlerweile in Frankreich und Italien üblichen Höhenbegrenzungen auf Küstenparkplätzen kein Problem. Weiterer Vorteil: Im Innenraum oder auf der Dachreling gibt es genügend Platz für Surfbretter oder sonstiges sperriges Sportequipment.

Technische Daten
Motorisierung TCe 100 GPF
Leistung 75 kW (102 PS) bei 4500/min
Hubraum 1332 cm3
Drehmoment 200 Nm bei 1500/min
Höchstgeschwindigkeit 173 km/h
Getriebe/Antrieb Sechsgang/Vorderrad
Tankinhalt/Kraftstoffsorte 50 l/Benzin
Länge/Breite/Höhe 4363/1751/1804 mm
Radstand/Bereifung 2810 mm/185/65 R 16
Leergew. fahrbereit/Zuladung k. A.
Anhängelast (gebremst/ungebremst) 1200/635 kg
Material Wand/Dach/Boden Blech/Blech/PVC
Isolierung Wand/Dach/Boden Armaflex
Liegefläche L x B 1950 x 1100 mm
Kühlschrank 20 l
Herd 1 Flammen
Bordbatterie 60 Ah
Frisch-/Abwassertank 12/12 l
Heizung Webasto-Luftstandheizung
Preis/Testwagenpreis ab 17.999 Euro/23.539 Euro

Überraschenderweise gibt es genügend Staufächer

Ruckzuck wird aus dem gemütlichen Sofa ein bequemes Bett mit Kaltschaummatratze.

Das hat er: Mehr, als man von außen zunächst vermuten mag. Und eigentlich alles, was Urlauber zum kleinen Campingglück brauchen. Vor allem eines überrascht: Für zwei Personen gibt es genügend Staufächer. Weitere Pluspunkte sammelt der Alpincamper durch den hochwertigen Ausbau mit natürlichen Materialien. Der ausgebaute Neuwagen verfügt serienmäßig über einen 102-­PS-Benzinmotor, Schiebetür mit Ausstellfenster, Dachreling, isolierte Decke, Seitenwände und Hecktür, mit Filz verkleidete Seitenwände und Decke, zwei LED-Leselampen, USB-­Steckdose im Wohnbereich, Batteriestandsanzeiger, PVC­-Bodenplatte, zum Bett (1,95 x 1,10 Meter) umbaubares Sofa mit Kaltschaummatratze, Küchenblock mit Kocher und Klapptisch sowie Wohnmobilzulassung. Wer etwas mehr Luxus im Camper haben möchte, kann noch aufrüsten. So zeigt unser Testmobil, was alles auf der Sonderausstattungsliste steht: Kompressor-Kühlschublade von Dometic unterm Bett (690 Euro), Dieselstandheizung von Webasto (1950 Euro), Solarmodul mit MPPT-Laderegler (690 Euro), Spüle mit Wasserhahn sowie Frisch­ und Abwassertank im Küchenblock (350 Euro), 220 Volt Außen­- und Innensteckdose mit FI­-Schutzschalter (480 Euro), 60­-Ah-­Zweitbatterie mit Trennrelais und Batteriehauptschalter (680 Euro) sowie starre (490 Euro) oder abnehmbare Anhängerkupplung (690 Euro). So liegt der vollausgestattete Dacia bei 23.539 Euro.
Überblick: Alles zum Thema Wohnmobile

Der Campingausbau macht während der Fahrt keinen Mucks

So fährt er: Unaufgeregt solide. Obwohl der Testwagen als Mietmobil bei Alpincamper schon 369.500 Kilometer auf dem Tacho hat, merkt man die hohe Kilometerleistung weder dem Getriebe noch dem Motor an. Der 102­-PS-Motor von Renault arbeitet zuverlässig und sparsam. Der Campingausbau gibt während der Fahrt keinen Mucks von sich. Die Bedienung ist selbsterklärend und einfach. Serienmäßig mit an Bord sind Klimaanlage, manuelles Sechsganggetriebe, Servolenkung, ESP, ABS, Berganfahrhilfe, Reifendruckkontrollsystem, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber, frontale sowie seitliche Airbags für Fahrer und Beifahrer.

Wohnmobil-Test Alpincamper Dacia Dokker Start

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Fazit von Helene Schmid: Wer einen einfachen, ehrlichen und unkomplizierten Autocamper sucht, der liegt mit dem ausgebauten Dacia Dokker genau richtig. Die simple, aber robuste Renault-Technik ist zuverlässig, der Campingausbau von Alpincamper ist wertig und voll funktional. Obendrein ist der Dacia absolut alltagstauglich. Urteil: vier von fünf Punkten.

Autor: Helene Schmidt

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