Alpine A110, Toyota Supra: Test
Toyota Supra gegen Alpine A110: Einer hat die Nase knapp vorn!

Verkommt der Toyota Supra als GR 2.0 mit Vierzylinder zum Sparmodell? Das Duell mit dem Leichtgewicht Alpine A110 bringt Aufschluss.
Platz 1 mit 283 von 400 Punkten: Toyota Supra. Feiner Vierzylinder, solide Bremse, tolle Automatik. Der Supra gefällt auch mit Vierzylinder und bleibt im Alltag bekömmlich.
Platz 2 mit 281 von 400 Punkten: Alpine A110. Das Leichtgewicht ist der ehrlichere Sportler, hier geht es grundsätzlich härter zu Sache. Auch beim Preis.
Aufwachen, mein Kleiner! Mit Druck auf den Startknopf beginnt für den Toyota Supra GR 2.0 ein hartes Testprogramm. Der Basis-Antrieb des Japaners muss sich nicht nur der etwas enttäuschten Testmannschaft stellen. Auf dem Handlingkurs des Contidroms wartet mit der Alpine zudem ein fieser Gegner. Für Vortrieb sorgt im Alpine A110 ein fast identisch starker Vierzylinder-Turbo. Doch mit nur 1,1 Tonnen Leermasse passt der Franzose in puncto Leistungsgewicht eigentlich eher zum großen Bruder des Japan-Sportlers, dem Toyota Supra GR 3.0 mit Reihensechszylinder und 340 PS.
Gelungener Basis-Supra mit Vierzylinder

Auf Vorder- und Hinterachse lastet gleich viel Gewicht, der Vierzylinder des Supra liefert früh Leistung.
Bei den Fahrleistungen liegt der A110 deutlich vorne

Auf Tempo 100 geht der A110 in 4,6 Sekunden. Auch Zwischenspurts werden zügig abgehakt.
Geschaltet wird der A110 per Doppelkupplung. Und das blitzschnelle Getriebe reagiert auf jedes noch so zarte Zupfen an den Schaltpaddeln, hackt die Gänge ab dem Sport-Modus mit so viel Nachdruck rein, dass es ordentlich was aufs Kreuz gibt. Heckwärts wird man unter Last sofort vom Motor angebrüllt, was Beifahrer mit weniger Benzin im Blut auf längeren Etappen schon mal grimmig werden lässt.
Auf der Rennstrecke zeigen sich die unterschiedlichen Charaktere

Vorsicht: Der A110 kann bei Lastwechseln ungemütlich werden, während der Toyota kontrolliert driftet.
Der Japaner ist dafür mitteilsamer, auch wenn seine nicht ganz so direkte Lenkung weniger Rückmeldung bietet, spürt der Hintern besser, was das Auto vorhat. Tückisches Fahrverhalten? Nicht zu befürchten! Allein beim harten Bremsen gerät der Supra etwas ins Schlingern, worauf sich der Fahrer aber einstellen kann. In Verbindung mit den leicht zu produzierenden Drifts macht der besser beherrschbare Toyota auf der Rennstrecke einfach mehr Spaß. Und dafür braucht es eben nicht mal sechs Zylinder.
Das Fazit: Knapper Sieg für den Toyota Supra, der sich als gelungener Allrounder entpuppt. Die kompromisslose Alpine bietet das purere Fahrerlebnis und beeindruckt mit ihrer Leichtigkeit. Und da ginge noch mehr: Auf der Rennstrecke könnte die Alpine ein viel strafferes Fahrwerk vertragen.
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