Altreifenentsorgung: Diese Vorschriften sollten Sie kennen

Altreifen entsorgen: Vorschriften & Strafen

So entsorgen Sie Ihre Altreifen

Die Messung der Profiltiefe lässt keinen Zweifel: Die Autoreifen haben ausgedient. Doch wohin mit den alten Pneus? Welche Vorschriften es bei der Altreifenentsorgung zu beachten gibt, erklärt AUTO BILD.
Rund 600.000 Tonnen Reifen landen in Deutschland jährlich auf dem Müll – oder besser gesagt: nicht auf dem Müll. Denn: Seit 2003 dürfen Altreifen nicht mehr deponiert werden. Allerdings ist das Recycling der Pneus ziemlich aufwendig und kann nur von spezialisierten Firmen durchgeführt werden.

Reifenhändler entsorgen alte Reifen

Wer die Altreifen nicht vorschriftsmäßig entsorgt, muss mit bis zu 25.000 Euro Geldstrafe rechnen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für eine fachgerechte Entsorgung von Autoreifen: Besonders unkompliziert ist es, wenn Sie neue Reifen kaufen. Denn Reifenhändler nehmen in diesem Fall die alten Reifen kostenfrei entgegen. Aber auch wenn keine neuen Gummis gekauft werden, sind Reifenhändler eine gute Anlaufstelle, um alte Pneus loszuwerden. Gegen eine kleine Gebühr kümmern sie sich auch dann um die Entsorgung, wenn der Besitzer kein Kunde des Betriebs ist. Oder Sie bringen Ihre alten Reifen zu einem von der Kommune betriebenen Recyclinghof beziehungsweise zu einem privaten Entsorgungsfachbetrieb. Gegen Zahlung einer geringen Gebühr werden Altreifen hier meist entgegengenommen, und der Kunde kann sich sicher sein, dass die Gummis umweltgerecht entsorgt werden. Bei professionellen Schrotthändlern erhalten Kunden in der Regel sogar eine Bescheinigung, die die legale Entsorgung garantiert.

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Bußgelder bei falscher Altreifenentsorgung

Autoreifen dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden. Auch andere Entsorgungswege wie Verbrennen oder Vergraben sind streng verboten. Der Grund: Ein Autoreifen besteht aus Materialien, die potenziell schädlich sind für Mensch und Tier. Wer die Reifen nicht vorschriftsmäßig entsorgt, muss mit Geldstrafen rechnen. Je nach Bundesland und Anzahl der Reifen liegt das Bußgeld zwischen 30 Euro und 25.000 Euro.

Alternative Verwertungsmöglichkeiten für gebrauchte Reifen

Sollen alte Reifen ersetzt werden, obwohl sie noch nicht abgefahren sind, kann der Reifenbesitzer die Altreifen zum Beispiel in einem Anzeigenportal inserieren. Gut erhaltene Reifen können auch über entsprechende Fachhändler weiterverkauft werden. Spezielle Verwertungsbetriebe nehmen die Altreifen kostenlos entgegen, um aus ihnen runderneuerte Pneus herzustellen. Darüber hinaus freut sich auch der eine oder andere Landwirt über alte Autoreifen, mit denen sie Planen auf den Feldern beschweren. Da die Reifen dabei nicht mit Menschen und Tieren in direkten Kontakt kommen, sind bei dieser Wiederverwertung keine schädlichen Umwelteinflüsse zu befürchten. Weniger empfehlenswert ist hingegen die Verarbeitung in Heimwerkerprojekten oder die Nutzung als Dekorationsobjekt im Garten. Hier besteht die Gefahr einer negativen Wechselwirkung mit der Natur, bei der Schadstoffe in den Umweltkreislauf geraten können.

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