Aston Martin Valhalla (2024)
Der Aston Martin Valhalla ist endlich da – mit über 1000 PS

Bild: Aston Martin Lagonda Global Holdings PLC
Endlich ist er da! Der Aston Martin Valhalla ist praktisch fertig, die Produktion beginnt im zweiten Quartal 2025. Bis hierhin war es jedoch ein langer und steiniger Weg für den über 1000 PS starken Supersportwagen!
Alles begann 2019, als Aston Martin den Valhalla erstmals auf dem Genfer Autosalon zeigte. Damals hieß der technische Partner noch Red Bull Racing und deren Chef-Aerodynamiker Adrian Newey. Mittlerweile arbeitet Newey mit dem RB17 an einem eigenen Hypercar, während Aston Martin weiter Gas gibt. Gerade erst wurden der neue Vantage und der große Bruder Vanquish präsentiert, da zünden die Briten mit dem Valhalla die nächste Stufe – und der neue Supersportwagen hat es wirklich in sich.
Die wichtigsten Fakten des Aston Martin Valhalla auf einen Blick:
- Produktion startet im zweiten Quartal 2025
- Vierliter-V8-Biturbo aus dem Mercedes-AMG GT Black Series
- stärkster V8 in einem Serien-Aston-Martin
- Systemleistung: 1079 PS und 1100 Nm Drehmoment
- 350 km/h Topspeed
- 0-100 km/h in 2,5 s
- 1655 Kilo Leergewicht
- 14 Kilometer elektrische Reichweite
- limitiert auf 999 Stück
1079 PS Systemleistung und 1100 Nm Drehmoment
Laut Aston Martin handelt es sich nicht nur um den ersten Plug-in-Hybrid, sondern gleichzeitig auch den ersten Mittelmotorsportwagen der Marke, der in Serie gebaut wird. Offenbar wird das Hypercar Valkyrie hier bewusst außen vor gelassen. In puncto Leistung steht der Valhalla dem Valkyrie in kaum etwas nach. Während der Valkyrie auf eine Systemleistung von 1155 PS kommt (wovon allein 1015 PS auf den V12 entfallen), stehen im Valhalla 1079 PS bereit.

Die Flügeltüren des Aston Martin Valhalla sehen nicht nur spektakulär aus, sie öffnen auch sehr weit – das soll den Ein- und Ausstieg erleichtern.
Bild: Aston Martin Lagonda Global Holdings PLC
Davon entfallen 828 PS auf den 4,0-Liter-V8-Biturbo, was einer Literleistung von 207 PS entspricht. In der Pressemitteilung wird Aston Martin nicht müde zu erwähnen, dass der V8 mit flacher Kurbelwelle (Flatplane) und Trockensumpfschmierung speziell für den Valhalla entwickelt wurde – doch zur Wahrheit gehört, dass der Grundmotor aus dem Mercedes-AMG GT Black Series stammt. Dank umfangreicher Überarbeitungen konnten die Ingenieure dem Motor jedoch fast 100 PS mehr entlocken, als im AMG. Damit ist der V8 des Valhalla der stärkste Achtzylinder, der je in einem Aston Martin verbaut wurde.
Elektrische Vorderachse
Doch das ist gerade erst der Anfang, denn der Verbrenner wird von insgesamt drei Elektromotoren unterstützt, die zusätzliche 251 PS liefern. Zwei davon bilden die elektrische Vorderachse, die keine physische Verbindung zum restlichen Antriebsstrang besitzt und die fürs Rückwärtsfahren, Torque Vectoring und das regenerative Bremsen zuständig ist. Der dritte Elektromotor ist in das ebenfalls neue Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe integriert, das zusätzlich über ein hydraulisch betätigtes elektronisches Hinterachsdifferenzial verfügt.
Der Fahrer kann im Valhalla zwischen vier unterschiedlichen Fahrmodi wählen. Gestartet wird in jedem Fall in "Sport", darüber positioniert sind die Programme "Sport+" und "Race". Im Elektromodus "Pure EV" wird der 4,73 Meter lange und 2,01 Meter breite Supersportwagen nur über die Vorderachse angetrieben. Rein elektrisch sollen bis zu 14 Kilometer mit maximal 140 km/h möglich sein. Und genau das ist es, was Adrian Hallmark, CEO von Aston Martin, so beeindruckt. Laut Hallmark soll der Valhalla einer der fahrerorientiertesten und technologisch fortschrittlichsten Supersportwagen mit der Leistung eines Hypercars sein – gleichzeitig soll er auf der Straße aber genauso benutzerfreundlich und angenehm wie jeder andere Aston Martin zu fahren sein.

Nur im "Race"-Modus fährt der Flügel hydraulisch aus. In allen anderen drei Fahrmodi bleibt er versenkt.
Bild: Aston Martin Lagonda Global Holdings PLC
In der Pressemitteilung spart Aston Martin nicht mit Lobeshymnen. Die Rede ist von einem Auto, das "auf der Straße glänzt und auf der Rennstrecke zu Hause ist". Außerdem soll der Valhalla nicht weniger als "der ultimative Supersportwagen für Fahrer" sein. Was es damit auf sich hat, wird AUTO BILD natürlich im ersten Test überprüfen.
1655 Kilo Leergewicht
Auf dem Papier klingen die Zutaten jedenfalls schon mal vielversprechend. Das Carbon-Monocoque des 4,73 Meter langen Plug-in-Hybridsportlers ist ultraleicht, was zum vergleichsweise niedrigen Fahrzeuggewicht von 1655 Kilo beiträgt. In puncto Fahrwerk profitiert Aston Martin von der engen Zusammenarbeit mit Aston Martin Performance Technologies (AMPT) und verwendet eine Vorderachsaufhängung mit Stößelstangen. Und auch beim Thema Aerodynamik setzen die Briten auf Formel-1-Know-how: Dank aktiver Aerodynamik inklusive DRS werden ab 240 km/h bis zu 600 Kilo Abtrieb erzeugt. Gleichzeitig kommt der Valhalla ohne feststehenden Flügel aus. Lediglich im "Race"-Modus fährt ein Spoiler um 255 Millimeter aus.
Das Design der ersten Studie wurde über die Jahre nur behutsam angepasst. Laut eigener Aussage besticht der Valhalla mit einem wegweisenden neuen Design für die Marke Aston Martin. Besonders prägnant ist dabei das Heck, das von zwei Venturi-Tunneln dominiert wird. Die vierflutige Abgasanlage mündet in zwei sichtbare und zwei in den Diffusor integrierte Endrohre. Ein weiteres auffälliges Designmerkmal ist die funktionale Lufthutze auf dem Dach, über die Luft in den Motor, den Luft-Luft-Ladekühler und einen Kühlkanal für den Motorraum geleitet wird.

Das Cockpit erinnert nicht zufällig an einen Formel-1-Rennwagen. Die Bedienung soll selbsterklärend sein.
Bild: Aston Martin Lagonda Global Holdings PLC
Kunden können zwischen zwei unterschiedlichen Felgendesigns, wahlweise als Schmiede- oder Magnesiumrad in den Dimensionen 285/30 ZR 20 an der Vorder- und 335/35 ZR 21 an der Hinterachse wählen. Für eine maximale Bremsleistung des bis zu 350 km/h schnellen Valhalla sorgt eine Carbon-Keramik-Bremsanlage mit 410 Millimeter großen Scheiben vorne und 390 Millimeter großen Scheiben hinten.

Nur im "Race"-Modus fährt der Flügel hydraulisch aus. In allen anderen drei Fahrmodi bleibt er versenkt.
Bild: Aston Martin Lagonda Global Holdings PLC
Die enge Verwandtschaft zum Formel-1-Rennwagen wird auch im Innenraum deutlich: Erhöhte Fußräume (die Pedale sind höher positioniert als der Sitz), einteilige Sitze und ein spezielles Lenkrad – hier sieht es schon auf den ersten Blick nach Rennwagen aus.
Der Aston Martin Valhalla ist auf 999 Stück limitiert
Wenn es nach Aston Martin geht, dauert es jetzt wirklich nicht mehr lange, bis die ersten Kundenfahrzeuge des auf 999 Exemplare limitierten Valhalla auf den Straßen oder Rennstrecken dieser Welt unterwegs sind. Damit auch alle 999 Kunden ihren ganz persönlichen Traumwagen zusammenstellen können, bietet die Briten über ihre Individualisierungsabteilung Q by Aston Martin nahezu unbegrenzte Konfigurationsmöglichkeiten. Nur eines wird in der 25-seitigen Pressemitteilung mit keinem Wort erwähnt: der Preis. In der Vergangenheit war von 700.000 Euro netto, also umgerechnet 833.000 Euro brutto die Rede. Doch in der Vergangenheit hieß es auch, dass die ersten Kundenfahrzeuge des Valhalla ab Anfang 2024 ausgeliefert werden sollen.
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