Alles begann 2019, als Aston Martin den Valhalla erstmals auf dem Genfer Autosalon zeigte. Damals hieß der technische Partner noch Red Bull Racing und deren Chef-Aerodnamiker Adrian Newey. Heute nähert sich der Valhalla der Prototyp-Erprobung, und Neweys Aero-Konzept bekommt eine Antriebseinheit von AMG. Drei Formel-1-Teams, die heute gegeneinander um Siege fahren, in einem Auto vereint – verrückt …


Kaum weniger verrückt ist der Valhalla selbst: Der bereits angesprochene Verbrenner kommt direkt aus dem GT Black Series, hat also eine rennsportliche Flatplane-Kurbelwelle. Mehr als diese und der Block selbst sind dann auch nicht mehr original – alles andere hat Aston Martin überarbeitet. Das Resultat sind 800 PS nur vom Vierliter-V8, die beiden Elektromotoren schrauben die Gesamtleistung auf über 1000 PS.

Zielzeit auf der Nordschleife: 6:30 Minuten

Damit sollen rund 350 km/h Höchstgeschwindigkeit machbar sein, auf Landstraßentempo geht es in 2,5 Sekunden. Auf der Nordschleife peilt Aston Martin für den Valhalla eine 6:30 min. an. Also schneller als der AMG One.
Aston Martin Valhalla
Aktive Luftführung nicht nur um das Auto herum, sondern auch darunter. Der monströse Diffusor sorgt zudem für Unterdruck am Heck.
Für die Kraftübertragung sorgt ein eigens entwickeltes Doppelkupplungsgetriebe aus dem Hause Graziano mit acht Vorwärtsgängen. Rückwärts übernehmen die beiden Elektromotoren an der Vorderachse. Das Hybridsystem selbst ist gut für 15 Kilometer rein elektrisches Fahren bis zu 130 km/h. 
Aston Martin Valhalla
Die Formel-1-Piloten Sebastian Vettel und Nico Hülkenberg haben beim Interieur-Konzept fleißig mitgeholfen.
Aus dem Wohngebiet lässt es sich also wie im E-Kleinwagen lautlos mit Vorderradantrieb schleichen, darüber hinaus ist jedoch Performance mit einem intelligenten Allrad das Hauptziel.

Kohlefaser-Monocoque soll nur gut 100 kg wiegen

Gewichtsseitig will man unter 1550 Kilogramm landen. Das Kohlefaser-Monocoque wiegt aktuell rund 120 Kilo, irgendwo zwischen 100 und 110 möchte man in der Serie landen. Auch die kleingehaltenen Akkus zahlen auf das Leistungsgewicht ein. Von denen sitzt einer an der Vorderachse, der zweite hinter dem Fahrersitz.

Aston Martin Valhalla
Zupackende Schalensitze: Die Position ist so tief wie in einem F1-Rennwagen.

Letzterer ist übrigens so tief positioniert, dass der Hintern tatsächlich tiefer sitzt als die Pedale – ganz wie im Formel-1-Rennwagen. Könnte daran liegen, dass die Piloten Sebastian Vettel und Nico Hülkenberg kräftig ihren Senf dazugegeben haben, als es um die Interieur-Gestaltung ging.

1000 Autos entstehen Anfang 2024 ab 833.000 Euro

Insgesamt sollen 1000 Valhalla entstehen, Kaufpreis: 700.000 Euro netto. Macht bei uns also etwa 833.000 Euro. Zwei Drittel sollen schon verkauft sein, die ersten Kundenautos will Aston Martin Anfang 2024 ausliefern.

Fazit

von

AUTO BILD
Die tiefe und sehr liegende Sitzposition ist ungewohnt, aber rennsportlich. Dabei kommt der Valhalla ohne Mega-Flügel aus. Viel eleganter lassen sich angestrebte 6:30 min. auf der Nordschleife kaum verpacken.