Kaufberatung Audi A1 Sportback

Audi A1 Sportback: Kaufberatung

Stärken und Schwächen des A1

Audis kleinste Baureihe startet in ihrer zweiten Generation mit deutlich mehr Technik und Oberklasse-Flair. Die Kaufberatung von AUTO TEST klärt, ob der A1 seinen eigenen hohen Ansprüchen gerecht wird.
Wer sich fortschrittliche Technik der Oberklasse in einem Kleinwagen wünscht, muss in der Regel ein paar Jahre warten. Erst dann reichen Hersteller ihre nun nicht mehr ganz so zukunftsweisenden Features an die kleineren Baureihen durch, die keine Investition von 100.000 Euro oder mehr erfordern. Mit der Neuauflage des A1 ist nun auch der kleinste Ringeträger bereit für die Aufnahme diverser Hightech-Attribute. Neben zahlreichen elektronischen Helferlein und Spielereien umfasst das Angebot aber auch die in dieser Klasse immer weiter voranschreitenden Möglichkeiten der vorzugsweise optischen Individualisierung mittels zweifarbiger Lackierung, Rädern und Interieurdetails. Bei einem Startpreis von 20.000 Euro werden derlei Optionen erwartet, denn mit teurer Technik allein ist es nicht getan, sie muss auch entsprechend verpackt sein.

Gebrauchtwagensuche: Audi A1

Den Wiederverkauf sollte man im Hinterkopf behalten

Video: Audi A1 (2018)

So fährt Audis Kleinster

Beim Aufschlagen der Preisliste fallen zunächst die fünf Antriebsmöglichkeiten ins Auge, die Audi für seinen Kleinsten anbietet. Liegt Ihr Schwerpunkt hier, wählen Sie entweder den 35 oder 40 TFSI. 150 oder gar 200 PS (ab 27.350 respektive 29.100 Euro) bieten reichlich Fahrspaßpotenzial, sind allerdings nur mit Automatikgetriebe erhältlich. Dazu empfiehlt sich das Dynamikpaket mit Sportfahrwerk (ab 950 Euro). Dass mit gut 30.000 Euro und Händlerrabatt auch ein sportlicher Kompaktwagen realisierbar wäre, vernachlässigen wir an dieser Stelle einmal. Reichen Ihnen dagegen die 116 PS des Basisbenziners vollauf, blättern Sie im Katalog einige Seiten weiter. Bei der nicht unerheblichen Investition empfehlen wir – wie immer den Wiederverkauf im Hinterkopf – die Scheinwerfer und Rückleuchten in LED-Technik für insgesamt 1230 Euro. Die deutlich bessere Lichtausbeute in Verbindung mit dem Fernlichtassistenten (135 Euro) ist den Aufpreis in jedem Fall wert. Rechnen Sie weitere 250 Euro für die beheiz- und anklappbaren Außenspiegel, sofern Sie diese Art von Komfort schätzen. In unserer Konfiguration würden wir auf den Komfortschlüssel verzichten, der Ihr Konto mit zusätzlichen 390 Euro belasten würde. Setzen Sie lieber auf die bequemen und vielfacheinstellbaren Sportsitze (340 Euro plus 80 Euro für den höheneinstellbaren Beifahrersitz). Stoff oder Kunstleder? Wählen Sie nach Vorliebe, die Preise starten mit der Linie advanced bei 850 Euro. Die Zweizonen-Klimaautomatik (400 Euro) sollten Sie noch mitnehmen.
Überblick: Alles zum Audi A1

Die Verwandtschaft zu den großen Brüdern ist deutlich

Dass der Lautstärkeregler rechts vorm Schalthebel liegt, gefiel nicht jedem. Davon abgesehen bewegt sich der A1 auf ergonomisch hohem Niveau.

Nähern wir uns der Paradedisziplin des A1, fällt die Verwandtschaft zu A6, A7 und A8 so richtig auf. Schätzen Sie erstklassige Verarbeitung und feine Materialien, sind Sie in Ingolstadt an der richtigen Adresse. Basierend auf unserer empfohlenen Linie advanced zahlen Sie aktuell 23.595 Euro. Sofern sich Ihr Einsatzgebiet auf die Stadt beschränkt, in der Sie sich auskennen, verzichten Sie auf die kostspielige Navigation. 535 Euro für die Smartphone-Integration sind ebenfalls gut angelegtes Geld; die Routenführung über CarPlay von Apple oder Google Maps stehen dem System von Audi im Großen und Ganzen in nichts nach. Sie benötigen dafür allerdings nochmals 455 Euro für die Darstellung auf dem 8,8 Zoll großen Touchdisplay, andernfalls blicken Sie auf schwarzes Plastik. Die Bedienung ist ein wahrer Selbstläufer. Das Menü unterteilt Audi in große Kacheln, die sich auch aus dem Augenwinkel ansteuern lassen, für alle weiteren Einstellungen fahren Sie vorsichtshalber rechts ran. Aufgrund der Einsparung beim Navi würden wir das Soundsystem von Bang & Olufsen mit 560 Watt (750 Euro) bestellen.

Ein Artikel aus AUTO TEST

Unterm Strich stehen für unseren A1 25.550 Euro auf der Rechnung

Rückmeldungsfreudige Lenkung, kernigspritziger Dreizylinder und Sport-ESP: Der A1 fährt sich sportlicher als der Konzernbruder VW Polo.

25.000 Euro sind geknackt. Bleibt einer der letzten Posten: die Assistenz. Unser Testwagen kam mit allerlei Helfern, zu denen wir aufgrund der Preise nur bedingt raten. Würden Sie sich selbst als Park-Ass bezeichnen, verzichten Sie komplett auf die Sensorik. Stehen Sie akustischer Unterstützung wohlwollend gegenüber, fallen 370 Euro für die Einparkhilfe hinten an oder 790 Euro, wenn der A1 beim Einparken das Steuer übernehmen soll. Alternativ können Sie 20 Euro sparen, wenn Sie sich rein auf das Bild der Rückfahrkamera verlassen. Der adaptive Tempomat (550 Euro) ist bei uns gesetzt. Unterm Strich kostet unser A1 mit alltagstauglicher, komfortabler und wiederverkaufstauglicher Ausstattung 25.550 Euro. Zum Vergleich: Hyundai verlangt für einen i20 mit 100 PS, Automatik und Vollausstattung laut Konfigurator 21.300 Euro – wobei der Koreaner aber in puncto Assistenz und Luxus den Kürzeren zieht. Ford, als zweites Beispiel, berechnet für einen fünftürigen Fiesta ST (200 PS) mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten (Lenkrad- und Sitzheizung, Lederpaket, Navi, Soundsystem und mächtig Fahrspaß) 29.240 Euro. Ein A1 40 TFSI kommt dagegen auf 37.670 Euro. Beim Vergleich mit dem VW Polo (ca. 3000 Euro Unterschied) punktet der A1 über die bessere Technik, Fahrdynamik und den Werterhalt.
Fazit von Christoph Richter: Audi haucht dem A1 eine gehörige Portion Oberklasse ein. Dass dies mit entsprechenden Preisen einhergeht, versteht sich von selbst. Spielt Geld eine untergeordnete Rolle, ist der A1 ein passender Begleiter. Müssen Sie wirtschaftlich rechnen, beschränken Sie sich auf ihre bevorzugten Extras – oder werfen Sie einen Blick auf Polo, Fiesta oder i20.

Kaufberatung Audi A1 Sportback

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