Audi A6 allroad quattro: Test
Dynamische Neuauflage

Richtung Rennstrecke: Der neue Audi A6 allroad quattro hat es nicht mehr so mit schwerem Gelände – dafür überzeugt sein Dreiliter-Diesel mit 313 PS.
Bild: Christian Bittmann
- Thomas Rönnberg
Als die Amerikaner als Hingucker vor bald 20 Jahren seltsame Zwitterfahrzeuge auf ihre Messestände stellten, fand man das hierzulande in erster Linie lustig. Sportlastwagen, Straßenoffroader und Geländekombis: Wozu denn so was? Doch Subaru brachte 1996 in Gestalt des Legacy Outback den ersten auch äußerlich auf Gelände getrimmten Pkw-Kombi in Serie – und hatte Erfolg. Volvo zog mit dem V70 XC nach, Audi 1999 mit dem ersten allroad quattro. Der brachte am meisten Schlechtwege-, ja sogar richtige Geländetauglichkeit mit: Höheneinstellbare Luftfederung und optionales Untersetzungsgetriebe halfen über Stock und Stein. Das ist heute nicht mehr nötig. Denn heute hat Audi für Leute, die etwas mehr Offroader wollen, drei eigenständige SUV-Baureihen im Programm.
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Schiebt und schiebt und schiebt: Mit 650 Nm Drehmoment steht der Dreiliter-Diesel gut im Futter.
Bild: Christian Bittmann
Die höheneinstellbare Luftfederung ist serienmäßig an Bord. Außer dem erhöhten "Allroad-Modus" für mehr Bodenfreiheit erlaubt sie, das Fahrzeugniveau bei schneller Fahrt abzusenken; das senkt Luftwiderstand und Kraftstoffverbauch und macht das Handling noch direkter, geht aber auf Kosten der Federwege. Wer es gern bequemer hat, kann auf "Comfort" stellen, so die automatische Tieferlegung unterbinden und sich dann in allen Tempobereichen über den angenehmen Federungskomfort freuen. Die beiden Hoch-Modi reichen für Feldwege; echter Gelände- oder Schlechtwegeeinsatz ist weniger die Domäne des neuen A6 allroad – da schrappen vor allem die langen und tiefen Überhänge und wegen des langen Radstands auch der Fahrzeugbauch gern am Boden.
Fazit
Mit dem V6-Superdiesel dringt der Audi A6 Allroad in neue Performance- Regionen vor. Für Schlechtwegeeinsatz ist er nur noch beschränkt geeignet; die 190 mm Bodenfreiheit erweitern aber immerhin die Mobilität gegenüber dem normalen A6 quattro spürbar. Motorsound und Straßenperformance sind eine Wucht.
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