Chery Arrizo S
Dieser Chinese sieht verdächtig nach Audi aus

Eine bunte Mischung aus RS 6, A5 und A7: Der neue Chery Arrizo S ist der ultimative Audi-Doppelgänger. Im Innenraum hingegen gibt es Parallelen zu Mercedes.
Bild: Chery Automobile
Die Auto China zählt wohl zu den wichtigsten Automessen weltweit. Alles, was in der Branche Rang und Namen hat, ist dort vertreten. Diese internationale Bühne nutzte auch der chinesische Hersteller Chery – zu dem unter anderem die Marken Jaecoo und Omoda gehören –, um seine neuesten Kreationen zu enthüllen. Mit dabei: das Konzept der neuen Fastback-Limousine Arrizo S. Oder anders gesagt: der ultimative Audi-Doppelgänger!

Im Profil erinnert der Arrizo S an den aktuellen Audi A5.
Bild: Chery Automobile
Obwohl die neue Fastback-Limousine zunächst als Konzeptfahrzeug vorgestellt wurde, strebt Chery eine Serienversion noch bis Ende 2026 an. Damit positioniert sich das Modell oberhalb der bisherigen Varianten Arrizo 5 und Arrizo 8. Laut mehreren Medienberichten soll die Serienversion von einem nicht elektrifizierten 2,0-Liter-Turbomotor mit 257 PS angetrieben werden – eine durchaus ordentliche Leistung für ein Fahrzeug dieser Klasse.
Offensichtliche Vorbilder: Audi A5, RS 6 und A7
Würde man an der Front die bekannten vier Ringe platzieren, dürfte wohl nur wenigen auf den ersten Blick auffallen, dass es sich nicht um einen Audi handelt. Denn die viertürige Limousine trägt offensichtlich Designelemente, die sich an verschiedenen Modellen aus Ingolstadt orientieren.

Die Front samt Motorhaube sieht aus, als hätte man lediglich die vier Audi-Ringe gegen das Chery-Logo ausgetauscht.
Bild: Chery Automobile
Die kantigen Scheinwerfer, der sechseckige Kühlergrill mit Wabendesign und die großzügigen Lufteinlässe im unteren Stoßfänger des Arrizo S erinnern stark an den Audi RS 6. Das Profil mit der leicht abfallenden Dachlinie hingegen könnte nahezu eins zu eins vom neuen A5 stammen. Am Heck wiederum zitiert das schmale, durchgehende Leuchtenband mit einzelnen Lichtsignaturen die Grafik des A7.

Das durchgängige Leuchtenband am Heck sieht dem des Audi A7 verblüffend ähnlich.
Bild: Chery Automobile
Premium-Innenraum wie bei Mercedes?
Beim Blick in den Innenraum scheint es, als habe man bei Chery einen Blick nach Stuttgart geworfen. Auch wenn sich das Layout insgesamt deutlich von Mercedes unterscheidet, lassen sich trotzdem gewisse Parallelen erkennen: Die umlaufende Ambientebeleuchtung, das Holzdekor, die Gestaltung der Türverkleidungen und insbesondere die Türöffner erinnern stark an aktuelle Mercedes-Modelle wie den GLC EQ oder die neue elektrische C-Klasse.

Auch wenn sich das Layout deutlich von Mercedes unterscheidet: Der Premium-Anspruch des Chery zieht Parallelen.
Bild: Chery Automobile
Auch die Lautsprecher der Soundanlage scheinen deutlich vom Mercedes-Ausstatter Burmester inspiriert zu sein. Und nicht zuletzt erinnern die Sitze mit ihrer feinen Steppung in einem cognacfarbenen Braunton an typische Mercedes-Ausführungen – Stichwort: "Artico tonkabraun".
Preise nennt Chery bislang nicht. Aufgrund der größeren Abmessungen und des hochwertigeren Erscheinungsbilds dürfte sich der Arrizo S jedoch oberhalb des kleineren Bruders Arrizo 8 positionieren, der in China derzeit zwischen 99.900 und 148.900 Yuan kostet (etwa 12.450 bis 18.560 Euro).
Wer also den Mix aus Audi-ähnlichem Design und einem an Mercedes angelehnten Premium-Interieur zum vergleichsweise günstigen Preis sucht, der könnte im Chery Arrizo S fündig werden.
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