Drei edle SUVs im Test

Audi Q3, BMW X1, Range Rover Evoque: Test

X1 schlägt Q3 und Evoque

Audi Q3, BMW X1 und Range Rover Evoque kämpfen um unsere Gunst. Alle toll, aber auch teuer. AUTO BILD sagt, welcher sich wirklich lohnt.
Platz 1 mit 550 von 800 Punkten: BMW X1 xDrive20d. Agil und alltagstauglich, zudem sparsam – das reicht für den Sieg. Beim Komfort ist noch Luft nach oben.
Platz 2 mit 546 von 800 Punkten: Audi Q3 40 TDI quattro. Gutmütig und gelassen, aber auch deutlich gemütlicher als der spritzige X1. Ausstattung und Garantie mäßig.
Platz 3 mit 501 von 800 Punkten: Range Rover Evoque D150 AWD. Attraktive Alternative mit Noblesse, bei Antrieb und Fahrwerk nicht ganz auf Augenhöhe.
Wer nicht leiden will, muss schön sein. Auch wenn das Sprichwort im Original irgendwie anders lautet, trifft unsere Neuinterpretation mindestens genauso direkt ins Schwarze. Denn gut aussehen macht vieles einfacher. In (fast) allen Lebenslagen. Und sogar Autos profitieren von einer schönen Schale. Immerhin gehört das Design bei Neuwagen zu den wichtigsten Kaufargumenten. Gleich nach Platz und, na klar, dem Preis. Wie der optische Reiz liegt der bei Audi Q3, BMW X1 und Range Rover Evoque hoch. Ob zu Recht, klärt unser Vergleich.

Im Audi hat es der Fahrer in diesem Test am besten

Sehr ordentlich: Vorn sitzen wir am liebsten im Q3. Auch hinten kneift der Audi ganz und gar nicht.

Der Range fährt hier nur mit 150 PS vor, weil der stärkere Bruder (D180, plus 2100 Euro) verhindert war. Doch der Basis-Diesel passt vom Preis perfekt, alle drei Nobel-SUVs starten um die 43.000 Euro. Am liebsten reisen wir im Q3. Vorn bekommen selbst die Klitschkos keinen Beef. Im X1 müssten die Box-Brüder flacher atmen, damit die Schultern nicht schubbern. Außerdem sind die gut konturierten Sitze im Münchner sparsamer gepolstert als die des Q3, thronen wir im X1 leicht zu hoch. Das gilt auch für den Evoque, in den wir mit 70 Zentimetern auch am höchsten hinaufsteigen müssen und wo die Oberschenkel eine ausziehbare Sitzfläche vermissen. Die coupéhafte Linie des Range kostet im Fond Kopffreiheit, anders als bei den Deutschen lässt sich die Bank nicht verschieben. Die flachen Schießscharten-Scheiben des Briten stören zudem die Rück-Sicht.

Gebrauchtwagensuche: Audi Q3

BMW pflanzt auch dem X1 die Freude am Fahren ein

BMW X1 (2019): Test - Fahrbericht - Facelift - SUV - Infos

Erste Fahrt im frischen X1

Hier glänzt der X1 mit großen aufrechten Fensterflächen. Allerdings straft er Hinterbänkler mit harten Polstern. Einladen klappt im X1 dank 685 Millimeter Ladekante dagegen am besten (Q3/Evoque: 760 mm), beim Stauraum zeigt sich nur der Brite geizig (max. 1156 l). BMW gibt hier klar den Dynamiker. Der spritzige Zweiliter reagiert am schnellsten – auch dank der nahezu perfekten Achtstufenautomatik. Der gleich große TDI des Audi schafft zwar annähernd gleiche Fahrleistungen, wirkt aber viel gehemmter – auch wegen des teils verschnarchten DSG. Immerhin klingt der Audi (wie der Range) viel weniger dieselig. Der X1 erinnert hier zwar nicht an einen Sack, wohl aber an eine Tüte Nüsse. Wegen der fehlenden 40 PS fährt der Evoque seinen Kollegen natürlich hinterher, gefällt aber als gemütlicher Reise-Begleiter – trotz zögerlicher Neunstufenautomatik. Wie der Q3 verbraucht er aber einen Liter mehr als der X1. Wir raten zur Diät. Der Range wiegt 284 Kilo mehr als der BMW.

Gebrauchtwagensuche: BMW X1

Deshalb fährt er auch behäbiger, federt mit seinen 20-Zoll-Rädern eher unbeholfen und bittet das ESP schon bei schnellen Spurwechseln um Hilfe. Im Ernstfall blockiert da auch mal ein Vorderrad. Der X1 erweist sich auf schlechten Strecken als zu straff, teilt deutlich stärker aus als der ausgewogene Audi. Allerdings erreicht der Q3 auch nicht die wuselige Handlichkeit des BMW. Wegen seiner guten Ausstattung liegt der Evoque im Test-Trimm am günstigsten, schwächelt aber bei Wartung (jährlich) und Versicherung. Audi ärgert mit lückenhafter Ausstattung und nur zwei Jahren Garantie, BMW nervt mit 50 Euro Aufpreis für 61- statt 51-Liter-Tank.
Das Fazit: Jedes dieser Premium-SUVs hat das Zeug zum Traumwagen. Der X1, weil er mit seiner Handlichkeit die BMW-Tugenden hochhält. Der Q3, weil er das gute Gefühl bester Audi-Technik vermittelt. Der Evoque, weil er viele Reize eines Range mitbringt. Nur schade, dass alle drei auch teuer sind wie Traumautos.
 
 

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