Audi Q5 gegen Mercedes GLK im Vergleich
Der Audi Q5 hängt den Mercedes GLK ab

Audi Q5 und Mercedes GLK – kompakte Edel-SUVs, die kaum unterschiedlicher sein könnten. AUTO BILD hat die beiden Allradler verglichen. Unter den Hauben: starke Benziner mit jeweils über 200 PS.
Wir Deutschen sind schon ein komisches Völkchen. Jeder Reihenhausbesitzer mit handtuchgroßer Rasenfläche braucht einen Aufsitzmäher, bei bloßer Annäherung an die Null-Grad-Marke wird die Polarausrüstung vom Boden gezerrt, für den Schotterweg vor der Jagdhütte kann es nur ein allradgetriebenes SUV sein. Ist das jetzt gründlich oder purer Größenwahn? Ach, egal, schließlich bescheren uns solche teutonischen Eigenarten auch Mode-SUVs wie den Audi Q5 oder den Mercedes GLK. Zwei kompakte Allradler, die mit rustikalen Geländewagen zwar so viel zu tun haben wie "Hänschen klein" mit Hardrock, die auf der Straße aber ganz vorn bei der Musik mitfahren. Besonders als Benziner mit über 200 PS.
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Bild: Andreas Lindlahr
Mit dem Mercedes GLK ist man deutlich komfortabler unterwegs

Bild: Andreas Lindlahr
Deutlich mehr Freude bereitet der Motor. Der Zweiliter-Turbo mobilisiert 211 PS, die den wahrlich nicht kleinen Q5 ausgesprochen flott über die Straßen wirbeln. Unter acht Sekunden auf Tempo 100 und 222 km/h Höchstgeschwindigkeit werfen nun wirklich nicht die Frage auf, ob so ein 2.0 TFSI denn wohl reicht. Er reicht locker! Und zusammen mit dem wunderbaren S-tronic-Getriebe macht er richtig Programm. Der Mercedes geht hier andere Wege. Sein Dreiliter-V6 spuckt noch 20 PS mehr aus, beschleunigt ein paar Zehntel schneller und wirkt dennoch gemütlicher. Das liegt an der butterweichen, aber nicht ganz so schnell schaltenden Automatik und am Schrankwand-Aufbau. Luft- und Rollwiderstände bremsen den GLK bei 210 km/h ein. Als noch größerer Hemmschuh dürfte sich allerdings der Preis des Mercedes GLK 300 erweisen. Mindestens 45.101 Euro verlangen die Schwaben, also fast 2000 Euro mehr als Audi für den Q5 2.0 TFSI S tronic (ab 43.200 Euro). Vielleicht wurden vom Q5 2009 auch deshalb fast 10.000 Stück mehr verkauft als vom GLK – denn beim Geld verstehen wir Deutschen überhaupt keinen Spaß. Da können wir dann so richtig komisch werden.
Fazit
Um eines gleich klarzustellen: Diese beiden Edel-SUV gehören zum Besten, was man in der kompakten Allradklasse fahren kann. Sie bieten ausreichend Platz, temperamentvolle Motoren und (fast) jeden erdenklichen Luxus. Was bei beiden stört, sind der unzeitgemäß hohe Verbrauch und der stattliche Preis. Am Ende siegt der günstigere und dynamischere Q5 – wer aber Komfort und Kanten bevorzugt, sollte zum GLK greifen.
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