Beim kompakten Superkracher RS 3 dreht Audi irre Konstruktions-Runden, um die Speerspitze ihrer A3-Serie auf eine ganz eigene Ebene zu heben.
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RS 3 competition limited

Audi RS 3 competition limited
Den ohnehin außerordentlich grantigen RS 3 mit Allradantrieb, extrabreitem Unterbau, 400 PS und einzigartigem Fünfzylinder-Turbomotor adelt der Hersteller nun über eine exklusive Sondermodellkrone.

Überblick: Für wen passt der Audi RS 3?

  • Für Sportfahrer: Der Audi RS 3 competion limited ist mit seinen 400 PS, Allrad, Gewindefahrwerk und Keramikbremsen ein äußerst talentiertes Tracktool.
  • Für Autosammler: Vom Audi RS 3 competition limited wird es nur 750 Exemplare geben – und die sind bereits weitgehend vergriffen.

Auch der Preis ist exklusiv

Im RS 3 competition limited stecken entsprechend Verfeinerungen an Fahrwerk und der Karosserie, hitzeresistente Bremsen verzögern den Fünftürer, mehr Tempo gibt’s ebenfalls, dazu tolle Ausstattungshöhepunkte. Bis 290 km/h lässt Audi diesen aufwendig ausstaffierten limited dann rennen. Macht mächtig kribbelig? Auch das lässt sich steigern – über den Blick in die Preisliste.
Audi RS 3 competition limited
Teures Fahrvergnügen: Für den auf 750 Exemplare limitierten RS 3 competition limited verlangt Audi satte 108.365 Euro.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Mindestens 108.365 Euro erwartet Audi für den Top-RS-3. Die Produktions-Limitierung verschiebt das Ganze dann noch etwas weiter nach oben. Denn: Die 750 gebauten Autos sind im Grunde längst versprochen, nur wenige Händlermodelle stehen noch zur Verfügung – frecherweise sogar mit saftigem Aufpreis. Sortieren wir den schnellen Kompakten also so ein: Sammlerstück! Und sonst? Superstück! Das jedenfalls hat unser erster Test des RS 3 competition limited ergeben.

Fahrzeugdaten

Fahrzeugdaten
Motor Bauart/Zylinder
Fünfzylinder, Turbo
Einbaulage
vorn quer
Ventile/Nockenwellen
4 pro Zylinder/2
Nockenwellenantrieb
Kette
Hubraum
2480 cm³
kW (PS) bei 1/min
294 kW (400 PS)/5600
Nm bei 1/min
500/2250
Vmax
290 km/h
Getriebe
Siebengang-Doppelkupplung
Antrieb
Allradantrieb
Bremszangen vorn/hinten
Festsattel/Faustsattel
Bremsscheiben vorn/hinten
380 mm (Keramik)/310 mm (Stahl)
Reifentyp
Pirelli P Zero R
Testwagenbereifung
v. 265/30 ZR 19/h. 245/35 ZR 19
Radgröße
v. 9 x 19", 8 x 19"
Abgas CO2
223 g/km
Verbrauch*
9,4 l/100 km
Tankinhalt
55 l
Kraftstoffsorte
Super Plus
Partikelfilter
Serie
Vorbeifahrgeräusch
70 dB(A)
Stützlast
-
Kofferraumvolumen
282-1104 l
Länge/Breite/Höhe
4381/1851–1984**/1418 mm
Radstand
2631 mm
Grundpreis
108.365 Euro
Testwagenpreis (wird gewertet)
108.365 Euro

Rundenzeit auf Porsche-Niveau

Wir haben den Sportback nach typischen Bewertungskriterien einsortiert, dabei auch die Prüfung auf der Rundstrecke abgehalten. Motto: Wer Gewindefahrwerk und Keramik-Verbundbremsscheiben mitbringt, muss auch Gier-Torturen und Kerb-Folter ertragen.
Audi RS 3 competition limited
Spitzenzeit: Für die schnellste Runde auf dem Contidrom brauchte der RS 3 limited competition 1:32,42 Minuten – auf Augenhöhe mit einem Porsche Cayman GTS.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Das Wichtigste vorab: Der schärfste RS umrundet unsere Prüfstrecke in 1:32,42 Minuten. Das ist ein sensationeller Wert und liegt auf Augenhöhe mit einem Porsche Cayman GTS. In der Kompaktklasse lauert nur der BMW M2 CS, der ihm hier das Wasser reicht.

Der Top-RS 3 fährt sich überraschend einfach

Der schnelle Wert hat uns jedoch nicht überrascht. Schließlich drücken 500 Newtonmeter Drehmoment den Audi über die Geraden, schließlich verzahnen sich 19 Zoll große Reifen (Mischkonzept, vorne breiter!) mit bis zu 265 Millimeter Breite und der Kleblauffläche der Sorte Pirelli P Zero Trofeo R mit dem Asphalt.
Audi RS 3 competition limited
Hochtalentiertes Tracktool: Der RS 3 limited competition geht ausbalanciert und neutral um den Rundkurs – er ist fahrstabil und fährt sich einfach.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Uns hat überrascht, wie fahrstabil und "einfach" der Audi seine Renn-Leistung hergibt. Dabei helfen sein Allradkonzept, elektronische Fahrstabilisierung und das hohe Maß an Seitenführung. Spoiler für weniger Auftrieb in limited-eigener Auslegung sowie die Bereifung drücken den RS unerwartet verbissen auf die Strecke, er fühlt sich ausbalanciert und neutral an, kennt – sofern nicht brutal "überlenkt" – weder erschreckende Lastwechselzicken noch fade Untersteuerneigungen.

Messwerte

Messwerte
Beschleunigung
0–50 km/h
1,5 s
0–80/100 km/h
2,7/3,7 s
0–130/160 km/h
5,8/8,5 s
0–200/230 km/h
13,7/19,4 s
Viertelmeile (402 m)
11,95 s
Zwischenspurt
60–100 km/h
1,9 s
80–120 km/h
2,4 s
Rundenzeit
Contidrom
1:32,42 min
Leergewicht/Zuladung
1596/459 kg
Gewichtsverteilung v./h.
58/42 %
Wendekreis links/rechts
12,3/12,2 m
Sitzhöhe
500 mm
Bremsweg
aus 100 km/h kalt/warm
32,1/31,7 m
aus 200 km/h warm
127,1 m
Innengeräusch
bei 50 km/h
61 dB(A)
bei 100 km/h
67 dB(A)
bei 130 km/h
71 dB(A)
Verbrauch
Sparverbrauch
7,6 l SP/100 km
Testverbrauch Durchschnitt der 155-km-Testrunde
(Abweichung zur WLTP-Angabe)
9,3 l SP/100 km 
(-1 %)
Sportverbrauch
13,0 l SP/100 km
CO2 (Testverbrauch)
220 g/km
Reichweite (Testverbrauch)
591 km

Spitze des kompaktsportlich möglichen

Sämtliche Reaktionen des RS sind parierbar, leiten sich sanft ein, fühlen sich hilfreich an. Die sauber abgestimmte, fast spielfreie und angenehm direkt übersetzte Lenkung fördert dieses "Feinfahren" zudem. Aus Kurven heraus lässt sich der Audi absolut stabil und, von der Momentenverteilung (Torque Vectoring, elektronisch abgetastet) unterstützt, auch unter vollem Drehmoment herausschießen, niemals hemmen durchdrehende Antriebsräder seine Gier auf den Horizont.
Audi RS 3 competition limited
Fein dirigierbar: Der RS 3 competition limited läuft präzise durch Kurven, seine Lenkung ist sauber abgestimmt. Dazu kommen standfeste und gut dosierbare Bremsen.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Dazu gesellen sich hitzefeste wie gut dosierbare Bremsen und eine optimal stabil geführte Karosserie. Dicke Stabilisatoren, spannbare Federn und vielfach in Druck- und Zugstufe einstellbare Dämpfer sperren Seitenneigung und störende Radlastverwirrungen spürbar aus, sehr präzise und stramm geführt läuft das Auto in die Biegungen hinein. Fazit an dieser Stelle: Wir prügeln aus konstruktiver Sicht einen fehlerfreien wie effektiven Apparat über den Parcours, mehr kann man aus einem kompakten Sportler kaum herausholen.

Fünfzylinder sorgt für zusätzliche Emotionen

Und die emotionale Komponente eines competition limited? Wir meinen: ist sogar noch die Potenz seines Tempokönnens. Da mischen sich nämlich noch Fahrgefühl – allein die strammen Sportschalensitze, göttlich – und Klangspektakel des grandiosen 2.5ers ein.
Audi RS 3 competition limited
Sahnestück: Aus 2,5 Litern verteilt auf fünf Zylinder holt der TFSI 400 PS und 500 Nm Drehmoment – der aufregendste Motor der Kompaktsportliga.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Die Maschine kann sonor aus dem Keller heraus dampfen, rauchig durch die Drehzahlmitte pressen und pochend-deftig in Richtung Drehzahlbegrenzung stürmen, dabei mit herrlich spürbarer Turbowucht zuschlagen. Einen aufregenderen Motor hat die Liga jedenfalls nicht zu bieten.

Sportwertung

Sportwertung
Karosserie
(max. Punkte: 15)
10
Qualität
(max. Punkte: 20)
17
Sitze/Sitzposition
(max. Punkte: 30)
24
Ausstattung
(max. Punkte: 15)
8
Motoreigenschaften
(max. Punkte: 30)
24
Fahrleistungen
(max. Punkte: 37)
37
Leistungsgewicht
(max. Punkte: 30)
18
Getriebe/Schaltung
(max. Punkte: 20)
16
Sound
(max. Punkte: 20)
16
Fahrkomfort
(max. Punkte: 20)
14
Fahrsicherheit
(max. Punkte: 20)
18
Handling
(max. Punkte: 50)
38
Rundenzeit
(max. Punkte: 50)
35
Lenkung
(max. Punkte: 30)
24
Bremsen
(max. Punkte: 40)
22
Verbrauch
(max. Punkte: 20)
15
Faszination
(max. Punkte: 10)
6
Preis
(max. Punkte: 30)
21
Gesamtwertung
(max. Punkte: 500)
363
AUTO BILD-Testnote
2,3
Vielleicht gibt es Sparsamere. Unter 9,3 Liter auf 100 Kilometer (leider Super Plus) haben wir dem TFSI nicht abringen können, bei Vollgas auf der Autobahn haben wir stressfrei die 40er-Marke "geschafft". Ein besonderes Auto hat halt besondere Trinksitten ...

Die wichtigsten Fragen zum Audi RS 3 competion limited

Wie unterscheidet sich der competition limited vom normalen RS 3?

Der Audi RS 3 competition limited ist die exklusivste Ausführung der RS-3-Baureihe. Neben dem 400 PS starken Fünfzylinder-Turbomotor bietet er ein speziell abgestimmtes Gewindefahrwerk, Keramik-Verbundbremsen, eine erhöhte Höchstgeschwindigkeit sowie zahlreiche exklusive Ausstattungsmerkmale. Zudem ist die Produktion auf lediglich 750 Exemplare begrenzt.

Welche Fahrleistungen bietet der Audi RS 3 competition limited?

Den Sprint auf Tempo 100 erledigt der RS 3 competition limited in 3,7 Sekunden, 200 km/h stehen bereits nach 13,7 Sekunden an. Seine Höchstgeschwindigkeit erreicht der Kompaktsportler bei 290 km/h.

Eignet sich der RS 3 competition limited für die Rennstrecke?

Der Audi RS 3 competion limited überzeugt mit hoher Fahrpräzision, enormem Grip und einem ausgewogenen Fahrverhalten. Dank Allradantrieb, Torque Vectoring, sportlicher Bereifung und präziser Lenkung bleibt das Fahrzeug auch bei hohem Tempo kontrollierbar und erzielt auf dem Rundkurs Zeiten auf dem Niveau eines Porsche Cayman GTS.

Ist der RS 3 competition limited alltagstauglich?

Grundsätzlich kommt man mit dem RS 3 competition limited auch im Alltag klar. Im Fond sind die Passagiere ausreichend komfortabel untergebracht, der Kofferraum fällt mit 282 bis 1104 Liter zwar nicht besonders groß aus, zeigt sich aber variabel. Ein Familienauto ist der sportlichste RS 3 sicher nicht, für Paare reicht er aber locker. Die sollten vom Fahrwerk allerdings nicht allzu viel Komfort erwarten.

Bildergalerie

Audi RS 3 competition limited
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Audi RS 3 competition limited im Tracktest

Fazit

von AUTO BILD
Die bekannte, bewährte, bestaunte 2.5-TFSI-Maschine mit fünf Zylindern untermalt auch beim RS 3 competition limited das Fahrgefühl nach besten Kräften – gut so. Außerdem haben wir ein herausragend sportliches Fahrverhalten unter hohem Geschwindigkeitsniveau festgestellt. Wir folgern: als Sammlerstück im Grunde Verschwendung. Im "Hot Hatch"-Sinne ist der RS 3 eine Offenbarung. AUTO BILD-Testnote: 2,3