Audi S3 Facelift: erster Check
So knackig wird der frische Audi S3
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Optisch wie technisch aufgefrischt geht der Audi S3 in seine zweite Lebenshälfte. Der Vierzylinder bekommt 333 PS, das Fahrwerk eine dynamische Drehmomentverteilung. Erster Check!
Bild: Audi
Audi Chef-Designer Marc Lichte hat dem Namen nach zwar etwas mit dem Licht zu tun und diesen Wortwitz hat er sicherlich auch noch nie gehört, aber eigentlich ist Cesar Muntada für die augenscheinlichste optische Veränderung am S3 zuständig ist. Der Leiter für Design Light Experience, was kurz übersetzt so etwas wie "Lichtpapst" heißen müsste, hat nämlich ein Tagfahrlicht in dieses Auto einbauen lassen, das man individuell einstellen kann. Bis zu vier verschiedene Lichtsignaturen sind wählbar.
Alles dafür gedacht, um den Audi tiefer und breiter wirken zu lassen. Dazu kommt eine schicke kleine "Hallo und Tschüss" – Lichtshow, wenn man den Wagen öffnet oder schließt. Neben der neuen Lichtschminke ist das Herz eines S3 aber weiterhin der Motor. Der Zweiliter Vierzylinder ist kein Unbekannter, denn in seinen Grundzügen hat er auch schon vor dem Facelift unter der Haube gearbeitet, aber jetzt hat er mehr Kraft. 333 PS oder 245 kW sind für die Fans wahrscheinlich die wichtigste Neuheit. Und ja – die Leistung kennen wir schon vom Golf R 20 Jahre Edition und die Technik mit dem Torque Splitter ab der Hinterachse auch. Denn S3 und Golf R fahren in Sachen Performance oftmals synchron. Allerdings lässt sich der S3 bei 250 km/h weiterhin freiwillig ausbremsen. Dafür gelingt der Sprint auf 100 jetzt in 4,7statt in 4,8 Sekunden.

Die schicke Limousine kostet 800 Euro Aufpreis und ist nicht so variabel wie der fünftürige Sportback. Muss man also wollen.
Bild: Hersteller
Auch von hinten bleibt die Optik des S3 bei aller Sportlichkeit unaufdringlich
Aber gehen wir doch nochmal zurück zum Anfang. Und zwar an die Front! Es gibt weiterhin einen sechseckigen Grill. Der ist etwas flacher und breiter. Genau wie der neue Frontspoiler. Dazu kommt eine neue Struktur mit kleinen L-förmigen Formen, die wir erstmals beim Facelift des Audi A8 gesehen haben. Wenn man den Wagen von hinten sieht, fällt neben den neuen Rückleuchten vor allem der neue zweigeteilte Diffusor auf.
In unserem Fall sieht man daneben die neuen Titanauspuffrohre von Akrapovic. Die kosten aber extra. Da der S3 auch weiterhin Alltagssportler sein möchte, ist ein Blick in den Kofferraum auch weiterhin wichtig. 325 Liter gehen in die Limousine rein, 380 sind es beim Sportback. Bei umgelegten Rücksitzen sind bis zu 1200 Liter drin. Alles wie bisher!

Wenig Veränderung, beim S-Modell dunkler gestaltetes Cockpit mit silbernen Akzenten an der Kontraststickung oder den Logo.
Bild: Hersteller
Im Innenraum bringt die Modellpflege nur geringe Veränderungen mit sich
Auch im Innenraum hat sich gar nicht so viel getan. Die beiden Bildschirme dominieren das Cockpit. Beim S-Modell ist alles im Innenraum dunkler gestaltet. Dazu kommen silberne Akzente, wie die Doppelnähte oder die S-Logos. Es gibt neue verchromte Schaltpaddles am abgeflachten Lenkrad und Pedale in Alu-Optik. Was den S3 natürlich auch ausmacht sind die Sportsitze mit integrierten Kopfstützen und größeren Seitenwangen für mehr Seitenhalt. Dekoreinlagen gibt es, wie hier in Microfaser oder noch in Carbon, Aluminium und einen Bezug mit einer technischen Struktur (so nennt Audi es). Wir empfehlen an dieser Stelle einen Blick in den Konfigurator. Gilt auch für die Felgen und Reifen: Standard sind 18-Zöller, optional gibt es zwei neue 19 Zoll Reifen, die den Audi S3 noch sportlicher machen sollen. Hinter den Felgen verbergen sich übrigens größere Bremsen. Mehr Power und mehr Performance bedeuten natürlich auch höhere Anforderungen ans Halten. Vier Millimeter stärkere Bremsscheiben als bisher und die neue Doppelkolben am Bremssattel.

Wem der Serien-S3 noch zu zahm klingt, der kann optional auf die Titananlage von Sound-Spezi Akrapovic ausweichen.
Bild: Hersteller
Wer im Konfigurator fleißig Häkchen setzt, landet schnell bei 75.000 Euro
Wenn man den S3 im Konfigurator auswählt, erscheint ein Preis von mindestens 55.600 Euro für den Sportback. Die Limousine kostet schon 800 Euro Aufpreis. Das Ende der Aufpreisliste wird wahrscheinlich zwischen 75 – 80.000 Euro liegen. Ein S3 Facelift besteht dann doch aus mehr, als nur einer kleinen Lichtspielerei im Frontscheinwerfer und auch wenn man den Wagen optisch daran erkennen wird. Dahinter hat er deutlich mehr gewonnen.
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