Auktion: irrer Umbau eines Ford EcoSport Titanium
Ford EcoSport als 6x6-Umbau: Der Verkaufspreis überrascht!

Der Aufwand dürfte enorm gewesen sein, doch der Verkaufspreis fällt überschaubar aus: Dieser Ford EcoSport fährt auf sechs Rädern!
Bild: Bring a Trailer
Tuning kennt keine festen Regeln. Und manche Projekte sehen aus, als wäre das Motto gewesen: "Warum eigentlich nicht?" Genau in diese Kategorie fällt dieser Ford EcoSport, der auf der US-Auktionsplattform Bring a Trailer für Aufsehen sorgte.
Das kleine SUV wurde nämlich nicht tiefergelegt, verbreitert oder mit mehr Leistung ausgestattet – es bekam einfach eine dritte Achse verpasst. Ergebnis: ein sechsrädriger EcoSport, der aussieht, als hätte ein Hot-Wheels-Designer freie Hand bekommen.
Basis des Umbaus ist ein Ford EcoSport Titanium von 2019. Für die Verwandlung wurde die Karosserie verlängert, ein zusätzliches Hecksegment samt weiterem Achsmodul integriert und die Seitenpartien mit eigens angefertigten Blechen ergänzt. Dazu gibt es einen Dachspoiler, Dachträger und die typische seitlich öffnende Heckklappe.
Wer nun einen brachialen Sechsrad-Allradler erwartet, wird allerdings enttäuscht. Unter der Haube arbeitet weiterhin der serienmäßige 2,0-Liter-Vierzylinder, gekoppelt an eine Sechsstufen-Automatik. Angetrieben werden laut Inserat die vorderen und mittleren Räder. Die dritte Achse dient vor allem der Optik und dem kuriosen Auftritt.

An Stauraum mangelt es diesem Ford jedenfalls nicht.
Bild: Bring a Trailer
Im Innenraum wurde hingegen wenig verändert. Schwarzes Leder, elektrisch verstellbarer Fahrersitz, Klimaautomatik, Bang-&-Olufsen-Soundsystem sowie Apple CarPlay und Android Auto sorgen dafür, dass sich der Exot überraschend komfortabel präsentiert. Auf dem Tacho stehen rund 47.000 Meilen, also knapp 76.000 Kilometer.
Preis und Pläne für die Zukunft
Doch die entscheidende Frage bleibt: Hat sich der aufwendige Umbau finanziell ausgezahlt? Wohl eher nicht. Schon die Verlängerung der Karosserie, die Anpassung des Fahrwerks und die Einzelanfertigung zahlreicher Bauteile dürften deutlich mehr gekostet haben, als der Wagen heute wert ist. Hinzu kommt eine bewegte Vergangenheit mit einem Unfall sowie mehreren Salvage-Titeln, also Unfall- beziehungsweise Totalschaden-Einträgen, in den USA.
Besonders deutlich wird das beim Verkaufspreis. Der außergewöhnliche Sechsrad-Umbau wechselte für gerade einmal 10.666 US-Dollar den Besitzer. Rein finanziell betrachtet war das Projekt also wohl kein Gewinn. Dem neuen Besitzer scheint das allerdings herzlich egal zu sein. In den Kommentaren verriet er, dass bereits weitere Umbauten geplant seien. Der Ford könnte also bald noch schräger aussehen als heute.
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