Autark Campen: Tipps

Autark campen: Tipps

So campen Sie unabhängig vom Stellplatz

Wer autark campt, ist vollkommen unabhängig von der Strom- oder Wasserversorgung auf dem Campingplatz. Was Sie dazu benötigen, erklärt AUTO BILD.
Autarkes Campen bedeutet unabhängig sein von sanitären Anlagen, Strom und anderen Ressourcen, die der Campingplatz zur Verfügung stellt. AUTO BILD erklärt, worauf es ankommt und mit welcher Ausrüstung man autark campen kann. Wichtig: Autark Campen geht immer nur für einige Tage. Denn Wasser- und Nahrungsmittelvorräte sind endlich und selbst die größten Abwassertanks sind irgendwann voll und müssen geleert werden.
Zubehör für autarkes Campen

Porta Potti

Preis*: ab 61,98 Euro

Mobicool B40 Kompressor-Kühlbox

Preis*: 203,73 Euro

ECO-WORTHY 120W faltbares Solarpanel

Preis*: 149,99 Euro

Campingkocher

Preis*: 68,09 Euro

Güde Stromerzeuger GSE 5501

Preis*: 1112,03 Euro

Biolan Simplett Bio Trockentoilette

Preis*: 339,95 Euro

*Preise: Stand 20.08.2020

Wie macht man seinen Camper autark?

Stromversorgung mit Solaranlage oder Generator sicherstellen
Früher oder später müssen die Akkus aufgeladen werden. Dabei muss es aber nicht immer der Anschluss an eine Steckdose sein. Mit Solarzellen nutzen Sie die Sonnenenergie, um die Bordbatterie wieder aufzuladen. Dabei kann man die Solaranlage entweder fest auf dem Camper verbauen oder eine faltbare Solaranlage nutzen. Alternativ eignet sich ein Dieselgenerator. Gerade in den dunkleren Wintermonaten, ist der Dieselgenerator zuverlässiger. Aber hier muss für ausreichend Kraftstoff gesorgt sein. Gleichzeitig sollte man daran denken Energie zu sparen und zum Beispiel auf stromsparende LEDs zur Beleuchtung zurückgreifen.
• Mit Wasser haushalten und Nachschub einplanen
Ein weiterer limitierender Faktor ist die Wasserversorgung. Denn ist das Frischwasser aufgebraucht, muss neues ran und spätestens wenn die Abwassertanks voll sind, muss eine Entsorgungsstation angefahren werden. Daher sollte man unbedingt sparsam mit dem Wasser im Camper umgehen. Je weniger Wasser verbraucht wird, desto langsamer füllt sich der Abwassertank. Wer möglichst lange autark stehen will, sollte zusätzliche Wasser-Kanister mitnehmen. Um Frischwasser zu sparen, kann man zum Beispiel kalt duschen, sich ime See waschen oder beim Kochen verschiedene Zutaten im gleichen Topf erhitzen.
• Besonders unabhängig mit Komposttoilette
Wer unabhängig von den sanitären Einrichtungen auf dem Campingplatz sein will, sollte unbedingt eine Campingtoilette mitnehmen. Dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten von der Chemietoilette bis zur umweltfreundlichen Komposttoilette. Allerdings müssen die Campingtoiletten alle drei bis fünf Tage entleert werden. Am einfachsten ist für autarke Camper die Nutzung einer Komposttoilette (auch Trockentoilette). Da hier keine Chemikalien verwendet werden, ist der Inhalt einfacher zu entsorgen. Zudem kommen sie ohne Spülung aus und sparen dadurch Wasser. Weitere Infos zum Thema Campingtoilette finden Sie hier
• Ausreichend Gas an Bord haben
Gas wird nicht nur zum Kochen benötigt, sondern auch für die Heizung. Sofern das Camping-Fahrzeug nicht mit einer Diesel-Heizung ausgestattet ist, sollte unbedingt ein kleiner Gas-Vorrat eingepackt werden. Gerade in den kälteren Monaten ist das unverzichtbar. Wichtig: Es ist lediglich ein Vorrat von zwei 16-Kilo-Gasflaschen erlaubt. Um Gas zu sparen, kann beim Kochen zum Beispiel auf Gas verzichtet und stattdessen beispielsweise mit Holzkohle gegrillt werden.
• Kühlbox zur Aufbewahrung von Lebensmitteln
Nicht jeder Camper ist mit Kühlschrank ausgestattet. Wer nicht nur auf Haltbares wie Nudeln setzen und seine Lebensmittel länger frischhalten möchte, sollte deswegen an eine Kühlbox denken. Hier gibt es zahlreiche Modelle, die einfach an die 12V-Bordbatterie angeschlossen werden können. Besonders leistungsstark sind Kompressorkühlboxen. Sie sind aber auch vergleichsweise teuer. Gegebenenfalls reicht auch eine thermoelektrische Kühlbox aus. Welche gut ist, lesen Sie im Test
• Gegebenenfalls Internetzugang einrichten
In der heutigen Zeit gehört für viele auch Internet zur Unabhängigkeit. Hier gibt es mittlerweile aber viele praktische Lösungen vom Hotspot mit dem Smartphone über mobile Router bis zu Internet-Sticks, die direkt in den Rechner gesteckt werden können. Voraussetzung ist immer ein geeigneter Tarif und natürlich Empfang. Letzteres kann gerade beim Campen in der freien Natur zum Hindernis werden.

Ist autark Campen in der Natur erlaubt?

Abseits des Campingplatzes ist es nicht überall erlaubt mit dem Wohnmobil zu campen. Viele Betreiber haben sich aufgrund der momentan stark überfüllten Plätze jedoch viele neue Campingmöglichkeiten überlegt: sogenannte Pop-Up-Campingplätze. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Parkplätze aktuell geschlossener Diskotheken oder ungenutze Landstücke, die zum Campen freigegeben wurden. Hier fehlt es allerdings oft an sanitären Anlagen, daher sind hier autarke Wohnmobile nötig.
Wer abseits der Plätze steht, wo das Campen explizit erlaubt ist, praktiziert Wildcampen. Je nach dem wo man steht, kann das zu Problemen führen. In Deutschland ist Wildcampen generell verboten. Allerdings gibt es zum Beispiel in Schleswig-Holstein, in der Eifel und an vielen weiteren Orten Natur-Campingplätze, die das Campen erlauben, aber nicht den Komfort gewöhnlicher Campingplätze bieten. Wer auf einem Privatgrundstück übernachtet, sollte sich vorab die Erlaubnis einholen. In anderen europäischen Ländern sind die Regeln etwas lockerer. In den skandinavischen Ländern gilt zum Beispiel das "Jedermannsrecht", wodurch es nahezu überall erlaubt ist, zu campen. Anders sieht es wiederum in den Niederlanden aus, hier wird Wildcamping streng geahndet. Vorab sollte man sich also über die örtliche Gesetzeslage informieren.
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