Auto-Absatzkrise in Europa
Europa-Krise macht Autowelt zu schaffen

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Die Welt der Autobauer ist zweigeteilt. Während der Absatz in Übersee brummt, liegt er daheim am Boden. Die dramatischen Konsequenzen zeigen erste Quartalsbilanzen.
(dpa) Die hartnäckige Absatzkrise in Europa setzt die Autobranche schwer unter Druck. Gleich mehrere Hersteller gaben am 24. April 2013 schlechte Nachrichten bekannt – Gewinnwarnung und Stellenabbau inklusive. Nach Monaten auf dem siechenden Markt stellt sich immer mehr die Frage: Wann ist das Tal endlich durchschritten?
Opel-Werk in Bochum: Opelaner rudern zurück

VW-Vorstandschef Martin Winterkorn hofft, noch 2013 an Fahrt aufnehmen zu können.
Bild: Harald Almonat
Daimler mit Problemen auf dem Wachstumsmarkt China

"Westeuropa hat sich konjunkturbedingt schlechter entwickelt als erwartet", so Daimler-Boss Dieter Zetsche.
Bild: Mario Firyn

Philippe Varin, CEO von PSA Peugeot Citroën, muss ein Minus von 10,3 Prozent verkraften.
Bild: dpa
Renault sieht Europa als unsicheren Markt
Auch Renault muss erneut einen Umsatzeinbruch verkraften: Im ersten Quartal 2013 gingen die Erlöse im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres um 11,8 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro zurück. Die Bedingungen auf dem europäischen Absatzmarkt seien "härter als erwartet" gewesen, hieß es bei Renault zu den am 24.04.2013 veröffentlichten Zahlen. In Frankreich und Europa sieht Renault im laufenden Jahr weiter einen "unsicheren Markt" und erwartet dort ein Umsatzminus von fünf Prozent.
Ford-USA leidet unter europäischer Absatzkrise
Keine Besserung sieht auch Automobilwirtschaftsexperte Prof. Stefan Bratzel. Auf den wichtigen Märkten Frankreich und Italien gehe der Trend bergab und auch für Deutschland sei keine Wende in Sicht. "Insgesamt wird es ein ganz schwieriges Jahr", sagte der Fachmann. Auch Autobauer jenseits des Atlantiks leiden unter der Schwäche in der alten Welt. So bremst Europas Automarkt Ford weiter aus. Hier musste der US-Konzern im ersten Jahresviertel einen Vorsteuerverlust von 462 Millionen Dollar (355 Millionen Euro) verkraften. Das war dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Der geschäftliche Ausblick sei unsicher. Dagegen florieren die Verkäufe in der Heimat USA.
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