Autobatterie aufladen: So geht's

Autobatterie laden: Anleitung und Tipps

Batterie wieder unter Strom setzen

Wenn die Autobatterie schwächelt, muss sie nicht immer gleich gewechselt werden. Oft hilft es, sie mit einem Ladegerät wieder aufzuladen. AUTO BILD erklärt, wie's geht!
Viele eingeschaltete Verbraucher, kalte Temperaturen, häufige Kurzstreckenfahrten – das alles macht der Autobatterie zu schaffen. Und damit sie nicht irgendwann streikt und der Wagen außer Stottern nichts mehr von sich gibt, sollten Sie den strapazierten Akku pflegen und regelmäßig wieder aufladen. Vor allem wenn schon Starthilfe nötig war, sollte die Batterie an einem Ladegerät wieder voll aufgeladen werden.

Autobatterie aufladen: So geht's

Genaue Anweisungen zum Vorgehen beim Laden finden sich in den Herstellerangaben zur Batterie und in der Anleitung des Ladegeräts. Zündung, Motor und sonstige Stromquellen müssen während des gesamten Ladevorgangs der Batterie ausgeschaltet sein. Wichtig: Vor dem Ladevorgang prüfen, ob alle Belüftungsschlitze der Batterie frei sind, damit sich eventuell freigesetzte Gase nicht stauen.
Schritt 1: Akku vom Stromkreis trennen. Dazu zuerst die Verbindung am Minuspol (schwarz) und dann am Pluspol (rot) abklemmen.
Schritt 2: Ausgeschaltetes Ladegerät anschließen. Zuerst das rote Kabel am Pluspol, dann das schwarze Kabel am Massepunkt des Autos (bei eingebauter Batterie) bzw. am Minuspol der Batterie (bei ausgebautem Akku).
Schritt 3: Ladegerät einschalten. Achtung: Erst wenn alle Verbindungen hergestellt sind, darf das Ladegerät eingeschaltet werden, andernfalls drohen Schäden an der Starterbatterie.
Schritt 4: Ladevorgang beenden. Moderne Ladegeräte schalten bei vollem Akku automatisch ab bzw. gehen in der Ladungs-Erhaltungsmodus.
# Autobatterie-Ladegeräte im Test (2018)
1.

CTEK CT5 TIME TO GO

Preis: 89,99 Euro
Bewertung: 448/500 Punkte

2.

GYSFLASH 6.12

Preis: 77,28 Euro
Bewertung: 443/500 Punkte

3.

BOSCH C3

Preis: 39,64 Euro
Bewertung: 430/500 Punkte

4.

NOCO GENIUS G 7200 12V/24V 7.2A

Preis: 78,00 Euro
Bewertung: 427/500 Punkte

5.

DINO 12V 5A

Preis: 35,95 Euro
Bewertung: 413/500 Punkte

6.

APA MIKROPROZESSOR 6V/12V 5A

Preis: 69,99 Euro
Bewertung: 386/500 Punkte

7.

AEG LD 5.0

Preis: 49,98 Euro
Bewertung: 384/500 Punkte

8.

PEARL KFZ-LADEGERÄT, 12V/24V, 7A

Preis: 49,90 Euro
Bewertung: 383/500 Punkte

9.

PRO USER 16606 DFC 900

Preis: 51,14 Euro
Bewertung: 379/500 Punkte

10.

BLACK & DECKER 6V/12V

Preis: 29,90 Euro
Bewertung: 371/500 Punkte

11.

EUFAB EAL 6V/12V

Preis: 24,99 Euro
Bewertung: 344/500 Punkte

12.

EINHELL CC-BC 6M

Preis: 32,43 Euro
Bewertung: 334/500 Punkte

13.

ABSAAR 158002 EVO 6.0

Preis: 37,94 Euro
Bewertung: 330/500 Punkte

14.

EXCELVAN 6V/12V 5A

Preis: 23,99 Euro
Bewertung: 314/500 Punkte

Autobatterie mit einem Ladegerät laden: Das ist zu beachten

Mit Ladegeräten wie dem AUTO BILD-Testsieger CTEK CT5 Time To Go lassen sich Autobatterien nachladen.

So gut wie alle Autobatterien sind heutzutage wartungsfrei, sodass vor dem Ladevorgang keine Überprüfung des Säurestands nötig ist. Bei älteren Batterien (erkennbar an aufschraubbaren Zellverschlüssen an der Oberseite) sollte zuvor der Säurestand gecheckt werden. Wichtig: Vor Beginn des Aufladens sicherstellen, dass das Ladegerät für den Batterietyp (z.B. Blei-Säure-Batterien oder Gel-Batterien) geeignet ist. Es empfiehlt sich, auf ein Autobatterie-Ladegerät zurückzugreifen, das über einen automatischen Abschaltmechanismus (Delta-Peak-Abschaltung) verfügt und den Vorgang beendet, sobald die Starterbatterie vollgeladen ist. Am besten geeignet sind Ladegeräte mit einer sogenannten Mikroprozessorsteuerung. Sie erkennen beim Anschließen automatisch Batterietyp- und Spannung und laden den Akku optimal auf.
Ansonsten müssen am Ladegerät noch Einstellungen vorgenommen werden. Dabei wird das Aufladen am besten mit einer geringen Laderate begonnen, die langsam angehoben wird, bis die gewünschte Stromstärke erreicht ist. Grundsätzlich sollte für eine gute Belüftung der Batterie gesorgt sein, da sie sich während des Ladens erwärmt. Der Akku sollte dabei im Auge behalten werden: Kommt es zu einer starken Wärmeentwicklung, heftigen Ausgasungen oder sogar dem Austreten des Elektrolyts, muss der Ladevorgang beendet werden. Moderne, hochwertige Ladegeräte verfügen über eine Schutzfunktion, die das Gerät bei Erreichen der Gasungsspannung ausschaltet. Im Zweifelsfall ist unbedingt eine Fachwerkstatt aufzusuchen.

Batterie nur entladen oder kaputt?

Tritt die Entladung aufgrund eines Defektes oder Altersschwäche auf, bringt auch das Aufladen keine Besserung. Eine altersschwache Autobatterie ist daran zu erkennen, dass sie selbst nach langer Überlandfahrt oder einem Ladevorgang noch Startschwierigkeiten hat. In modernen Autos halten Batterien meist nur noch vier bis fünf Jahre, was vor allem auf die gesteigerten Anforderungen durch Klimaanlage, Sitzheizung etc. zurückzuführen ist. Das genaue Alter der Autobatterie ist am aufgedruckten Frischedatum abzulesen. Eine letzte Möglichkeit vor dem Austausch des Akkus, ist das Anschließen eine sogenannten Batteriepulsers. Mit Spannungsspitzen soll das Gerät Sulfatkristalle, die das Laden der Batterie verhindern, zerstören. Den Prozess nennt man Desulfatierung. Bringt auch das keine Besserung, hilft nur noch der Einbau einer neuen Autobatterie.
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