DIY Autositze reinigen
Wie die Polster im Auto wirklich sauber werden

Egal ob Schmutz oder hartnäckige Flecken – mit diesen Tipps von AUTO BILD werden Ihre Autopolster wieder strahlend schön.
Bild: Ralf Timm / AUTO BILD
Ein schmutziger Job? Allerdings, die Polster dieses VW Golf 5 wurden nicht geschont und dazu nur selten gepflegt, wie sich unschwer erkennen lässt.
Das Dilemma quält nicht nur die Augen, sondern schlägt sich auch olfaktorisch nieder. Beim Öffnen der Türen riecht es alles andere als frisch.

Ein hartes Stück Arbeit liegt vor uns: Nach 16 Jahren und 190.000 Kilometern sieht vor allem der Fahrersitz ziemlich fertig aus. Die Farbe wurde stellenweise komplett vom Schmutz überdeckt.
Bild: Ralf Timm / AUTO BILD
Mit Profi-Hilfsmitteln gelingt auch die schwierigste Polsterreinigung
Auch wenn manch einer schon beim Anblick der großen, unansehnlichen Flecken kapitulieren möchte, nehmen wir uns der Sache an. Denn gute Polsterreiniger, das wissen wir aus unserem Produkttest, können wahre Wunder vollbringen, wenn es um die diskrete Beseitigung von hartnäckigen Flecken geht.

Nach der Behandlung wirken die Sitze fast fabrikneu. Wie das geht, lesen Sie in der Bildergalerie.
Bild: Ralf Timm / AUTO BILD
Dabei kommt es nicht nur auf die richtige Anwendung an. Bei besonders schweren Schmutz-Fällen wie diesem empfehlen sich ein paar Profi-Hilfsmittel. Bürsten helfen beim Einarbeiten des Reinigers und schrubben den Dreck effektiver aus den Tiefen des Materials als Mikrofasertücher.
Um Schäden zu vermeiden: vor dem eigentlichen Einsatz an einer kleinen Stelle ausprobieren, ob die Fasern der Polster den groben Borsten gewappnet sind.
Schwere Verschmutzungen verlangen nach schwerem Gerät
Die Sitzflächen in unserem Golf sind besonders robust, daher wagen wir sogar den Einsatz eines rustikalen Bürstenaufsatzes, den ein Akkuschrauber in Rotation versetzt. Wichtig: Der Reiniger muss nach dem Waschgang wieder aus den Polstern verschwinden.
Noch effektiver als saugstarke Tücher arbeitet ein Waschsauger, mit dem sich die bearbeiteten Polsterflächen mit klarem Wasser spülen und gleich wieder absaugen lassen. Sieht am Ende perfekt aus.
Und damit der saubere Look und frische Duft lange anhält, werden die gereinigten Sitze anschließend mit einer Imprägnierung wirkungsvoll geschützt. Wie wir im Detail vorgegangen sind, zeigen wir in der Bildergalerie.
So säubern und pflegen Sie Ledersitze und Alcantara
Für viele Autofahrer gibt es keine Alternative zu Ledersitzen. Denn Flecken lassen sich aus Leder schneller entfernen als aus Stoffpolstern. Das Naturprodukt ist robust und kann jahrelang schön aussehen. Doch dafür benötigt Leder regelmäßige Pflege. Zwei- bis dreimal im Jahr etwas Kosmetik – sonst trocknet es aus, wird brüchig und unansehnlich.
Aber nicht einfach draufloswischen. Leder benötigt eine sensible Pflege, um geschmeidig zu bleiben. Die Anleitung auf dem Pflegeprodukt gibt Hilfestellung zum richtigen Gebrauch.
Wichtig: Auf keinen Fall zu viel Reiniger nehmen, das hinterlässt nur Flecken. Weiche Tücher und Schwämme eignen sich am besten zum Verreiben und Abwischen der Pflegemittel, sie liegen meistens bei. Härtere Rückstände lassen sich mit einer weichen Bürste entfernen. Nach der Lederkur müssen die Sitze gut durchtrocknen, sonst bilden sich hässliche Ränder, die sich nur schwer beseitigen lassen.
Reinigung für Alcantara
Gepflegtes Alcantara sieht aus wie Wildleder, ist aber ein synthetischer Stoff. Nach starker Beanspruchung helfen weder Rasierer noch Wundermittelchen, sondern ein Pad, mit dem sich hässliche Fransen abschleifen lassen. Die Vorreinigung sollte wie bei Polstern mit Textil-Reinigern und Bürste erfolgen.
Kratzer behandeln
Ungepflegtes Leder entwickelt hässliche Gebrauchsspuren. Mit weicher Bürste und Spezialreiniger wird die Oberfläche zunächst porentief gereinigt. Schnell trocknende Lederspezialfarbe verschließt leichte Beschädigungen.
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