Infografiken zur Studie Gurte, Kindersitze, Helme und Schutzkleidung 2014
Die Quote der Pkw-Insassen, die sich anschnallen, steigt seit Beginn der Erfassung nahezu konstant.
Bild: Werk
Die Deutschen sind im Straßenverkehr so sicherheitsbewusst wie nie zuvor. Das ergibt eine jüngst veröffentlichte Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen(BASt). Im Jahr 2014 benutzten demnach 98 Prozent aller erwachsenen Pkw-Insassen im Querschnitt aller Straßenarten den Anschnallgurt, auf Autobahnen sogar 99 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich über alle Kategorien (Fahrer, Beifahrer, Fondpassagiere) und Umfelder (Autobahn, Landstraße, innerorts) leichte Anstiege, so waren 2013 auf Landstraßen (2014: 99 Prozent Gurtbenutzung) zwei Prozent mehr Gurtmuffel unterwegs.
Weitere Themen: Cityroller im Vergleich

Fast perfekte Quote bei Kindern

Infografiken zur Studie Gurte, Kindersitze, Helme und Schutzkleidung 2014
Kinder sind in Deutschland besonders gut gesichert.
Bild: Werk
Bei den Kindern sieht es sogar noch besser aus: 99 Prozent  (2013: 98) waren im Durchschnitt angeschnallt, auf der Autobahn sogar perfekte 100 Prozent. Darüber hinaus stieg auch die Quote bei der Verwendung von Kindersitzen. 89 Prozent (2013: 85) aller Kinder waren auf Landstraßen mit einem Kinderrückhaltesystem gesichert, innerorts waren es 85 Prozent (2013: 82). Angesichts dieser Zahlen wundert es kaum, dass deutsche Pkw-Passagiere sogar inoffizielle Weltmeister im Anschnallen sind: Bei einer internationalen Studie zum Thema Sicherheit im Straßenverkehr aus dem Jahr 2014 belegten die Deutschen mit 97 Prozent Anschnallquote auf den hinteren Pkw-Sitzen den ersten Platz.

Darth Vader als Werbung für den Fahrradhelm

Die BASt-Studie befasste sich über die oben genannten Daten hinaus mit dem Tragen von Fahrradhelmen, Helm und Schutzkleidung bei Motorradfahrern und der Gurtbenutzung von Lkw-Fahrern. Auch hier verbesserten sich die Quoten nahezu überall, lediglich die sechs- bis zehnjährigen Radfahrer konnten sich etwas weniger mit ihren Schutzhelmen anfreunden (69 Prozent Helmquote, minus sechs Prozent). Der Gesamtwert stieg aber von 15 auf 17 Prozent. Ein neues Kampagnenmotiv des Bundesverkehrsministeriums, das zum Helmtragen auf dem Fahrrad animieren soll, wurde nach der dazugehörigen Ankündigung auf Twitter negativ und spöttisch kommentiert.

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Die Ergebnisse der jährlichen BASt-Studie basieren auf den Beobachtungen von 18.600 Pkw mit 25.666 erwachsenen Insassen und einer weiteren Stichprobe mit 3649 Erwachsenen und 4443 kindersitzpflichtigen Kindern.
Die vollständige BASt-Studie als PDF-Dokument hier downloaden!