Sie kämpften auf der Strecke Rad an Rad – und neben der Strecke auch schon mal mit den Fäusten. Die Duelle zwischen Paul Tracy und Sébastien Bourdais waren das Salz in der IndyCar-Suppe zu Beginn des Jahrtausends. 2003 wurde Tracy Meister, 2002 holte er sich beim Indy 500 Rang zwei.
2011 war der Kanadier aber in den wilden, 15 Autos umfassenden Massencrash in Las Vegas verwickelt, der Dan Wheldon das Leben kostete. Er beschloss daraufhin, dem Formelsport den Rücken zu kehren. Er kommentierte für NBC IndyCar-Rennen und fuhr auch noch Sportwagenrennen und Events bei den spektakulären Sprung-Trucks, den Stadium Super Trucks.
Tracy
Paul Tracy (links) und Sébastien Bourdais (mitte) gaben sich in der IndyCar richtig Saures
Nun das Comeback: Gemeinsam mit Keith Kassulke und Paul Morris wird er am 3. Februar bei den 12 Stunden von Bathurst in der so genannten Invited Class (Spezialklasse) einen Ford Mustang pilotieren. „Eigentlich wollte ich so früh im Jahr gar nicht fahren“, zeigt sich Tracy gewohnt ehrlich. „Aber diese Gelegenheit ist einfach zu gut, um sie auszuschlagen.“
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Beim Kampf um den Gesamtsieg wird das Gespann um den 50-jährigen Tracy natürlich keine Chance haben. Dafür aber insgesamt 13 Deutsche! Der letzte Sieg eines Deutschen beim Klassiker in Australier liegt schon vier Jahre zurück: 2015 setzte sich Florian Strauss für Nissan durch.
Es gibt sogar ein rein deutsches Trio: Markus Winkelhock, Christopher Haase und Christopher Mies fahren für Audi Valvoline. Die weiteren Deutschen: Martin Tomczyk (Schnitzer-BMW), Marvin Kirchhöfer (R-Sport Aston Martin), Thomas Jäger (Sun-Energy1-Mercedes), Luca Stolz und Maro Engel (Craft Bamboo Mercedes), Maximilian Buhk und Maximilian Götz (Mann-Filter-Mercedes), Marc Lieb (Black-Swan-Porsche), Sven Müller (EBM-Porsche) und Dirk Werner (EBM-Porsche).