Bentley Flying Spur: Fahrbericht
Speerspitze im Luxusmarkt?

Im Juni 2013 startet Bentley den neuen Flying Spur und preist das Auto als beste Luxuslimousine der Welt. autobild.de war mit dem edlen Briten in Peking untwerwegs.
Nichts! Man hört einfach nichts. Obwohl unter der imposanten Haube ein Zwölfzylinder mit den Leistungsdaten eines Supersportwagens arbeitet und wir mit 150 Sachen über die Autobahn fliegen, ist im neuen Bentley Flying Spur kaum mehr zu hören als das Ticken der Armbanduhr: Kein Motorsound, kaum Windgeräusche, selbst die Reifen geben Ruhe. Wer in diesem Auto sitzt, so lautet die Botschaft der Briten, der hat es geschafft und ist der Welt entrückt. Nicht umsonst nennt Projektleiter Ken Scott den Wagen ohne falsche Bescheidenheit "die beste Luxuslimousine der Welt". Zwar trägt der Flying Spur die Verwandtschaft nicht mehr im Namen. Doch natürlich gehört auch er in die Continental-Baureihe der Briten und macht deshalb einen eher evolutionären Generationswechsel mit. Wo man bei Coupé und Cabrio aber schon fast zweimal hinschauen muss, zeugen bei der Limousine mehr als der jetzt beinahe senkrechte Kühlergrill und die neuen Augen von der stilistischen Überarbeitung. Denn die Flanke des 5,30 Meter langen Luxusliners wirkt mit den von einem schwungvollen "B" durchzogenen Sportwagenkiemen und den markanten Sicken im Blech deutlich dynamischer. Und das Heck hat eine völlig neue Kontur bekommen: Die C-Säule ist breiter, der Heckdeckel sitzt tiefer und läuft länger aus.
Sportlicher Luxus hoch zwei: Bentley Flying Spur
Video: Bentley Flying Spur
Der pure Luxus!

Die 625 PS und 800 Newtonmeter haben leichtes Spiel mit dem 2,5 Tonnen schweren Flying Spur.
Bild: Werk
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Selbst wenn er vielleicht nicht ganz oder zumindest nicht allein die beste Limousine der Welt ist, hat Bentley mit dem Flying Spur einen eindrucksvollen Luxusliner auf die Räder gestellt, der seinem Besitzer zu Preisen ab 191.590 Euro so ziemlich alle erdenklichen Annehmlichkeiten bietet, die man auf der Straße erwarten kann. Zugleich allerdings stürzt er die Bentley-Boys aber mehr denn je in ein arges Dilemma. Vorne links oder hinten rechts – selten war die Entscheidung über den besten Platz in einem Auto so schwer wie diesmal.
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