Blick in einen Zylinder: Video
Die Hölle im Verbrennungsmotor

Ein Video zeigt das, was man sonst während der Fahrt nicht sieht. Das flammende Inferno, das sich im Motor abspielt!

Theoretisch weiß man als Autofahrer, was im Verbrennungsmotor passiert. Ein Gemisch aus Luft und Kraftstoff wird in einen Brennraum gesprüht und dort entzündet. Die Energie der daraus folgenden Explosion treibt – stark vereinfacht ausgedrückt – Kolben, Kurbelwelle und so weiter an und bewegt den Wagen so vom Fleck. Zu Gesicht bekommt man diesen Prozess normalerweise nicht. Es sei denn, man ist zum Beispiel Motorenentwickler. Anders ist das in diesem Video, das einen seltenen Blick ins Innere eines Zylinders ermöglicht und das Höllenfeuer zeigt, das dort bei jeder Zündung abgebrannt wird.Weitere interessante Infos zum Thema Technik gibt es hier:
Selbsthilfe bei Geklapper: Schluss mit Geräuschen im Auto
So stellen Sie Geräusche im Auto ab

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Es klappert im Auto, Sie wissen aber nicht genau, woher es kommt? Unruhestifter im Innenraum können Sie selbst lokalisieren. AUTO BILD erklärt, wie Sie Ihr Auto mit simplen Baumarkt-Mitteln zum Schweigen bringen!
Bild: Christoph Boerries

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Als Proband dient dieser ältere VW Golf 4. Klare Sache: Es gibt Autos, die erheblich früher und heftiger zu Klappergeräuschen neigen. Er steht nur beispielhaft für die Tipps gegen Klappergeräusche im Innenraum.
Bild: Christoph Boerries

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Ursache 1: Schließbügel. Merkmal: Knackgeräusche beim Anfahren, Abbremsen und auf Unebenheiten. Fehler: Falle des Türschlosses stößt bei Karosseriebewegungen gegen den Schließbügel und knackt dabei. Abhilfe: Zuerst den Schließbügel mit geeignetem Mittel wie Wasch- oder Feuerzeugbenzin reinigen, danach dünn mit Fett bestreichen. Nachteil: Fett kann beim Einsteigen auf die Kleidung dringen. Alternative: den Schließbügel dünn mit Isolierband umwickeln.
Bild: Christoph Boerries

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Ursache 2: Klappen. Merkmal: Schlagen und Klappern vor allem beim Überfahren von Unebenheiten. Fehler: Klappen von Ablagefächern haben zu viel Spiel, schließen nicht exakt und schlagen gegen hartes Material. Abhilfe: Zuschneidbarer, selbstklebender Filz in diversen Stärken und Farben aus dem Baumarkt dämpft und kostet nicht mehr als fünf Euro. Die betreffende Klappe ausbauen, den Filz passend zu den Anliegeflächen zuschneiden und ankleben.
Bild: Christoph Boerries

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Ursache 3: Sitzschienen. Merkmal: Die Sitze vorn knarren und quietschen, häufig beim Durchfahren von Kurven. Fehler: Mangelnde Schmierung der Sitzschienen oder des Sitzgestells. Abhilfe: Den Sitz in die vorderste Stellung bringen, die Lehne nach vorn neigen. Den Teppich mit Papier oder einer alten Decke schützen. Die Sitzschiene zunächst reinigen und dann mit Sprühfett (rund fünf Euro) behandeln. Quietscht der Sitz dann immer noch, den Sitz ausbauen und das Sitzgestell fetten.
Bild: Christoph Boerries

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Ursache 4: Anbauteile. Merkmal: Knistern und Knarzen in den Fugen von Kunststoffteilen. Fehler: Plastikteile reiben aneinander. Abhilfe: Geruchloses und transparentes Silikonspray aus dem Baumarkt (rund vier Euro) schmiert und schützt Gummiteile vor dem Verspröden. Ideal für schlecht zugängliche Stellen wie zum Beispiel den Getränkehalter (Bild). Allerdings hält die Wirkung nicht ewig an. Dauerhafte Abhilfe verspricht das Einlegen oder Einkleben von Filz in die betreffende Fuge.
Bild: Christoph Boerries

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Ursache 5: Rücksitzbank. Merkmal: Lehne der Rücksitzbank klappert beim Überfahren von Unebenheiten. Fehler: Rücksitzbank rastet zwar ein, hat jedoch zu viel Spiel und klappert dann. Abhilfe: Die Lehne vorklappen. Neben dem Schließbügel sitzt ein Anschlagpuffer, der die Lehne dämpft. Dieser Puffer ist verstellbar: Beim Golf 4 reicht einfaches Herausdrehen, um ihn weiter in Richtung der Lehne zu stellen. Dazu ist kein Werkzeug erforderlich. Gegebenenfalls eine Unterlegscheibe verwenden, um den Puffer fest zu arretieren.
Bild: Christoph Boerries

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Ursache 6: Handschuhfach. Merkmal: Der Deckel des Handschuhfachs klappert beim Schließen und beim Fahren. Fehler: Der Deckel hat zu viel Spiel, vibriert und klappert dann in seinem Rahmen. Abhilfe: Das Handschuhfach öffnen. Bei den meisten Autos sind einstellbare Gummi-Anschläge in der Armaturentafel verschraubt, die den Handschuhfachdeckel dämpfen. Diese so weit herausschrauben, bis der Deckel in geschlossenem Zustand fest anliegt und sich einwandfrei öffnen und schließen lässt. Alternative: Filz entlang der Öffnung verkleben.
Bild: Christoph Boerries

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Ursache 7: Kabel. Merkmal: Schlagende und klopfende Geräusche aus dem Bereich des Armaturenbretts. Fehler: Lose Kabel und Schläuche schlagen gegen Verkleidungen oder Blech. Abhilfe: Vor allem bei Fahrzeugen mit nachgerüstetem Zubehör sind Kabel oft nicht ausreichend gesichert. Um die Geräuschquelle exakt zu lokalisieren, ist meist ist ein Ausbau der Verkleidungen unter dem Armaturenbrett nötig. Lose Kabel oder Schläuche mit Kabelbinder fixieren. Schläuche eventuell zusätzlich mit Schaumstoff umwickeln.
Bild: Christoph Boerries

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Ursache 8: Verkleidung. Merkmal: Klapper- und Scheppergeräusche von gesteckten Plastikverkleidungen. Fehler: Viele Kunststoffverkleidungen sind nur gesteckt, nicht ausreichend befestigt. Abhilfe: Vor dem Abhebeln von Verkleidungsteilen informieren, wo genau die Clips sitzen. Die Verkleidungen mit einem kleinen Kunststoff- oder Holzkeil abhebeln – aber vorsichtig, denn die Clips brechen schnell ab. Schaumstoff aus dem Baumarkt (zehn Euro) zurechtschneiden, um die Clips klemmen oder kleben und die Verkleidungen wieder montieren.
Bild: Christoph Boerries

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Ursache 9: Mittelarmlehne. Merkmal: Beim Auflegen des Arms knirscht die Mittelarmlehne (Golf 4-Mangel). Fehler: Kunststoffteile in der Armlehne reiben aneinander, knirschen bei Belastung. Abhilfe: Die Aufliegefläche ganz vorsichtig mit einem flachen Schraubendreher abhebeln. Achtung, Bruchgefahr! Die nun sichtbaren Kunststoffclips einfetten. Vor dem Zusammenstecken ein zurechtgeschnittenes, nicht zu dickes Baumwolltuch (zum Beispiel ein Geschirrtuch) zum Abpolstern einlegen.
Bild: Christian Bittmann
Turbolader: Funktion und Reparatur

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Das Duell Hubraum gegen Aufladung hat der Turbolader haushoch für sich entschieden – zumindest was die Verbreitung angeht. Zu Beginn spielte der Turbolader vor allem im Motorsport und bei der Leistungssteigerung sportlicher Modelle eine Rolle. So wie beim BMW 2002 Turbo, dem ersten deutschen Serienfahrzeug mit Abgasturbo.
Bild: Bernd Hanselmann / AUTO BILD

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Dann setzte auch beim Diesel der Siegeszug des Turbos ein. Der VW Golf GTD war einer der Vorreiter. Die Technik wurde verfeinert und verbreitete sich so sehr, dass Selbstzünder ohne Aufladung und Direkteinspritzung gegenwärtig praktisch nicht mehr auf dem Markt vertreten sind. In diese Richtung entwickelt es sich mittlerweile auch bei den ...
Bild: Werk

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... Benzinmotoren. Vorrangig geht es nicht mehr um die Leistung, sondern um einen geringeren Verbrauch, weniger Abgase und mehr Komfort. Ein passendes Beispiel ist der BMW 218i Active Tourer. Der Van nutzt einen Dreizylinder als Antrieb, dank Turboaufladung liefert der 1,5 Liter kleine Motor 136 PS und 220 Newtonmeter – Leistungswerte eines Vierzylinder-Saugers mit rund zwei Litern Hubraum. Das ...
Bild: Christoph Börries

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... maximale Drehmoment setzt früh ein. Denn bei der Entwicklung von Turboladern hat sich einiges getan: Das Turboloch ist nicht ganz verschwunden, aber deutlich minimiert. Den klassischen "Turbobums", also ein plötzlich einsetzender Leistungsschub (wie beim ersten 911 Turbo etwa) gibt es heute nicht mehr. Das verbesserte Anströmen der Abgasturbine und kleinere Lader mit ...
Bild: Werk

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... weniger Trägheitsmoment sorgen für ein schnelles Ansprechverhalten. Moderne Turbolader sind zudem besser in den Motor integriert. Dieses Modell von Continental (im Dreizylinder-Benziner des Mini) ist fester Bestandteil des Abgaskrümmers. Der Weg des Abgases zum Turbinenrad ist sehr kurz. Die Integration in den Motorkühlkreislauf ermöglicht zudem die Verwendung von leichten und günstigen Werkstoffen.
Bild: Heiner Schuldt Grafik

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-Bereits seit den 90er Jahren arbeiten in Dieselmotoren sogenannte VTG-Lader. Die Leitschaufeln (gelbe Pfeile) ermöglichen eine variable Anströmung der Turbine. Sind die Leitschaufeln geschlossen, führt der Abgasstrom an der Turbine vorbei. Im niedrigen bis mittleren Drehzahlbereich öffnen sich die Schaufeln nur minimal, was das Strömungsverhalten begünstigt. Denn zum einen beschleunigt die Verengung der ...
Bild: Werk

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... Schaufeln den Abgasstrom, zum anderen werden die Flügel der Turbine weiter außen angeströmt. Beides bewirkt ein schnelleres Ansprechen des Turbos. Unter Volllast öffnen sich die Schaufeln für maximale Leistung vollständig. Da die VTG-Technik temperaturempfindlich ist, kommt sie mit einer Ausnahme (911 Turbo) nur bei Dieseln zum Einsatz, wo die Abgastemperatur niedriger ist.
Bild: Werk

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In Zukunft werden vermutlich auch elektrische Verdichter in Serienfahrzeugen arbeiten. Hier wird quasi die Abgasturbine durch einen Elektromotor getauscht. Unabhängig von der Motordrehzahl kann der Verdichter die Frischluft mit Überdruck in den Brennraum pumpen. Das soll ein noch besseres Ansprechverhalten im unteren Drehzahlbereich ermöglichen. In Kombination mit einem Abgasturbolader kann der zweite, konventionelle Lader entsprechend größer dimensioniert und auf maximale Leistung ausgelegt werden.
Bild: Werk

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Turboladerschäden werden sich auch in Zukunft nicht vermeiden lassen. Im Bild ein defektes Turbinenrad, das vermutlich durch sich lösende Teile des Krümmers beschädigt wurde. Um solch einen Schaden zu identifizieren, muss der Turbolader komplett ausgebaut und zerlegt werden. Anders bei Schäden ...
Bild: Christian Bittmann

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... auf der gegenüber liegenden Seite des Turbos. Hier lässt sich nach dem Entfernen der Zuluftleitung ein Blick auf das Verdichterrad werfen. Kein schöner Anblick in diesem Fall, denn das Rad ist gebrochen, eine Revision des Turboladers ist fällig. Da die Welle, auf der Verdichter- und Turbinenrad sitzen, ölgelagert ist, wird eine mangelnde oder gar ausbleibende Ölversorgung schnell kritisch. Ist eines der ...
Bild: Jürgen Christ

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... Lager gebrochen, stoßen die sehr schnell (bis zu 300.000 U/min) rotierenden Räder ans Gehäuse, der Lader zerlegt sich dann selbst. Viele Werkstätten verbauen in solch einem Fall ein komplettes Neuteil. Die Kosten können sich dabei auf mehrere Tausend Euro belaufen. Günstiger ist eine Reparatur in einem Spezialbetrieb. Dort werden alle ...
Bild: Jürgen Christ

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... defekten Teile des Innenlebens gegen neue ersetzt. Anschließend wird auf dem Prüfstand feingewuchtet (im Bild). Das setzt Kenntnis, entsprechende Maschinen und Werkzeuge voraus, die normale Werkstätten nicht besitzen. Die Reparatur eines Turboladers beläuft sich in der Regel auf 200 bis 600 Euro. Alternativ sind überholte Turbolader typischer Modelle im Tausch gegen das defekte Altteil verfügbar.
Bild: Jürgen Christ

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Wichtig bei der Turbolader-Instandsetzung: Nicht nur der Turbolader muss repariert werden, auch die Ursache des Schadens muss abgestellt werden.
Bild: Thomas Ruddies
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