Blitzer: Attrappe und echte Kamera gegen Raser

Laser und Lichtschranke: So blitzt die Polizei

Blitzer: Attrappe mit echter Kamera gegen Raser

Wütende Anwohner bauen Blitzer-Attrappe

Polizisten entdeckten in Niedersachsen einen selbstgebauten Blitzer, den Anwohner aus Wut über Raser installiert hatten. Vermutlich wurden sogar Fotos von Autofahrern gemacht.
Eine ungewöhnliche Entdeckung machten zwei Polizisten an der B 215 bei Nienburg (Niedersachsen). In der kleinen Ortschaft Leeseringen stand eine Blitzer-Attrappe am Straßenrand, ein täuschend echtes Imitat eines "Starenkastens". Bei der Überprüfung der falschen Radarfalle entdeckten die Beamten zudem eine echte Kamera, von der ein Kabel zum anliegenden Wohnhaus führte. Ob mit dem Apparat tatsächlich Fotos von vorbeifahrenden Autos gemacht wurden, ist noch unklar. Fest steht, dass die Anwohner die Attrappe aus Wut über Raser installiert hatten, die regelmäßig mit überhöhtem Tempo durch das 1700-Einwohner-Dorf fahren. Die Polizisten ordneten die sofortige Demontage des Fake-Blitzers an – aber nicht, ohne die "handwerkliche Ausführung des Eigenbaus hervorzuheben", wie es im Polizeibericht heißt. Außerdem wurde ein Verfahren wegen Amtsanmaßung eingeleitet. Den Verantwortlichen droht mindestens eine saftige Geldstrafe, maximal sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren.

B 215 ist bekannt für Raser-Fahrten

Die Bundesstraße 215 ist bekannt für Geschwindigkeitsverstöße – sie werde häufig zu schnell befahren, teilte ein Polizeisprecher mit. Deshalb seien mobile Blitzer hier keine Seltenheit. Das führt auch zu Wut bei Autofahrern, erst am 14. März 2019 hatte ein Mann eine solche Anlage demoliert. Auch ihm droht jetzt ein Strafverfahren.

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