BMW GS: Kaufberatung, Historie

AUTO BILD zeigt, worauf Sie beim Kauf einer BMW GS achten sollten!

Die BMW GS ist eine Legende, beinahe jeder will sie haben. Doch was kann die große Reiseenduro, die gerade ihren 40. Geburtstag feiert? AUTO BILD klärt auf!
Die BMW GS ist das beliebteste Motorrad auf dem deutschen Markt. 9417 GS wurden im Jahr 2019 zugelassen. Das sind fast dreimal (!) so viele Exemplare, wie Yamaha von der MT-07 absetzen konnte. Und das trotz Preisen, die bei rund 16.000 Euro starten und mit vielen Extras leicht nach oben getrieben werden können. Die Geschichte der großen Reiseenduro der Münchner ist lang. 1980 rollte die erste GS vom Band. Seitdem hat BMW mehr als 1,2 Millionen Fahrzeuge an Kunden übergeben, ca. 80 Prozent der in Deutschland zugelassenen Bikes fahren noch.
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Dass die BMW GS einen legendären Ruf hat, ist kein Wunder, es gibt kaum ein zweites Motorrad mit so viel Allroundtalent. Die Bayerin ist auf der Autobahn ebenso gut aufgehoben wie auf einer afrikanischen Schotterpiste. Fürs gemütliche Zuckeln über gewundene Landstraßen eignet sie sich sowieso. Der kraftvolle Boxer schiebt aus jeder Lebenslage an.

Die BMW GS ist ein Schweizer Messer auf zwei Rädern

Kein Problem: BMW hat zu zahlreichen Anlässen bewiesen, dass die GS hartes Gelände verkraftet.

Das clever abgestimmte Fahrwerk zeigt seine BMW-Gene: Der Fahrer kann die schwere Enduro in die Kurven legen, bis der Motor am Asphalt schleift. Gefühlt zumindest! Die Sitzposition ist irre bequem und herrlich schonend für den Rücken. Wer im Sattel Platz nimmt, der weiß sofort, dass er (oder sie) hier mehrere Hundert Kilometer aushalten könnte. Die auf Wunsch zahlreichen elektronischen Helferlein erleichtern die Fahrt, das passende Gepäcksystem die Weltumrundung. Klar, es gibt Hardcore-Offroader, die der Bayerin abseits des Asphalts ihre Grenzen aufzeigen können. Mit einer GS bei einem Rennen wie dem Erzbergrodeo antreten zu wollen, wäre Wahnsinn. Doch das will sie auch gar nicht. Sie will ihren Eignern die Möglichkeit bieten, heute ins Büro und morgen nach Indien zu fahren. Und das beherrscht sie nicht zuletzt dank ihrer robusten Technik wie keine zweite Maschine.

Eine scheckheftgepflegte GS ist die bessere Wahl

Die Federn müssen gecheckt werden. Sie werden mit bis zu 450 Kilogramm Gesamtgewicht belastet.

Trotz aller Begeisterung sollten potenzielle Interessenten auf dem Zettel haben, dass sich die GS ein paar Schwächen leistet. Vor allem kommt es darauf an, bei der Besichtigung eines gebrauchten Bikes den Pflegezustand zu überprüfen. Der Vorbesitzer sollte darüber Auskunft geben können, ob die Maschine im Gelände oder in fernen Ländern unterwegs war. Gelände bedeutet Belastung fürs Fahrwerk, das Tanken in exotischen Ländern möglicherweise schlechten Kraftstoff. Am besten ist die GS der Wahl scheckheftgepflegt. Das stellt sicher, dass die regelmäßig fälligen Wartungen durchgeführt wurden und jemand das Ventilspiel gecheckt sowie die Drosselklappen synchronisiert hat. Außerdem sollte das Bike alle Software-Updates bekommen haben. Kenner wissen, dass BMW Motorrad technische Probleme gerne still und leise im Rahmen eh fälliger Werkstattaufenthalte aus dem Weg räumt. Das ist ein weiterer Grund, warum ein Motorrad mit belegbarer Historie zu bevorzugen ist. Damit sollten auch die offiziellen Rückrufe erledigt sein. Abgesehen davon, dass man manchen Fehler nur mithilfe von BMW-Spezialwerkzeugen erkennt.

Alles sollte dicht sein und zuverlässig funktionieren

Wer eine ordentliche GS haben will, der sollte bereit sein, mindestens 9000 Euro anzulegen.

Eine Probefahrt ist zwingend nötig. Dabei stellt sich heraus, ob das Getriebe sauber funktioniert und es nicht zu sogenannten "Gangspringern" kommt. Der Hinterradantrieb sollte dicht sein. Austretende Flüssigkeit ist ebenso kritisch wie eindringende Feuchtigkeit. Das Gleiche gilt für die Gummiteile. Darüber hinaus kommt es auf den Zustand der Felgen, Bremsscheiben und Federn bzw. auf ihren Verschleiß an. Sämtliche elektronischen Komponenten an Bord sollten störungsfrei funktionieren. 2013 hat sich die Ergonomie im Sattel verbessert. Das spielt für Großgewachsene eine Rolle. Preislich sollte man von mindestens 9000 Euro für eine gepflegte große GS ausgehen.

Eine Erfolgsgeschichte: vom Notnagel zum Bestseller

Rückblick: Für den 40. Geburtstag ließ BMW Motorrad die aktuelle GS auf ihre Ahnen treffen.

Stellt sich die Frage, welcher clevere Stratege sich diesen Bestseller ausgedacht hat. Die Antwort: gar keiner! Die Geschichte der GS hat da begonnen, wo Fachwissen, Leidenschaft und eine Notlage aufeinandertrafen. In der zweiten Hälfte der 70er-Jahre gingen auf verschiedenen Märkten die Verkaufszahlen für BMWs Straßenmotorräder zurück, und die Bayern brauchten dringend eine frische, neue Idee. Einige BMW-Ingenieure und -Mechaniker waren zu diesem Zeitpunkt im Enduro-Sport aktiv und hatten sich für ihre Zwecke einen zulassungsfähigen Prototypen aufgebaut, der zusätzlich zum Gelände auch auf der Straße überzeugen konnte. Die Chefetage von BMW Motorrad gab grünes Licht, und 21 Monate später rollte die erste BMW GS vom Band: die R 80 G/S. "G" für Gelände, "S" für Straße. Die Maschine bot gute Geländeeigenschaften, ohne dass der Fahrer im Alltag Abstriche machen musste. Die Reiseenduro war geboren. Mehrere Siege bei der Dakar-Rallye und eine aufwendige technische Weiterentwicklung von Zweiventiler und Telelever bis Wasserboxer und Dynamic-Esa-Fahrwerk später ist aus der BMW GS das Hightech-Bike geworden, das heute beim BMW-Partner auf Käufer wartet. Flankiert wird sie von ihren GS-Schwestern aus der Mittelklasse und der kleinen GS 310. Klar: Abenteuer kann die große Bayerin immer noch!

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