BMW Vision Neue Klasse X
BMWs Neue Klasse bekommt E-Antrieb mit 800-Volt-Technik
Bild: BMW AG
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Neue Klasse, neues Konzept: Die Studie Vision Neue Klasse hatte BMW bereits auf der IAA 2023 vorgestellt. Eine Stufenheck-Limo, die so ziemlich alles besser machen soll, woran es aktuell aus Bayern-Sicht noch hapert. Also zum Beispiel Antriebstechnik, Bedienung und Fahrerassistenz. Nur: Die Serienversion wird noch bis 2026 auf sich warten lassen.
Nachdem BMW im Januar 2025 das neue "Panoramic iDrive"-Infotainment mit neuestem Bediensystem OS.X gezeigt hat, gibt's jetzt Neuigkeiten zum Antrieb. Und ja: Die Neue Klasse bekommt als erster BMW 800-Volt-Technik.

Auf den Aklku gesetzt wurde der "Energy Master" als Schnittstelle zwischen den Hochvolt- und den Niedrigvolt-Elementen.
Bild: BMW Group
Damit aber nicht genug, das gesamte Akkupaket wurde neu gestaltet, ist flacher geworden und variabler skalierbar. Möglich macht das eine Neuauslegung der Zellstruktur namens "Cell-to-Pack", die nicht mehr auf große Module angewiesen ist. Das hat auch den Vorteil der verbesserten Skalierbarkeit des Gesamtfahrzeugs. Darüber hinaus bietet die Rundzellen-Technologie eine um 20 Prozent verbesserte Energiedichte.
Deutlich mehr Ladeleistung und Reichweite
Das neue "Pack-to-open-Body"-Design des Akkus ermöglicht zudem eine flachere Aufbauform, da die Batterie nicht mehr Teil der Karosserie-Struktur ist – was in Summe eine deutliche Gewichts- und Kostenersparnis zur Folge haben soll. Eine neue Steuereinheit, von BMW als Energy Master bezeichnet, kann blitzschnell die Hochvolt-Einheit auf die Low-Volt-Bereiche aufteilen.

Bild: BMW Group
Abgerundet wird der Antriebsstrang mit neuen E-Motoren, die auf stromerregte Synchronmotoren (SSM) an der Hinterachse setzen. Grundsätzlich nicht neu, aber das Package des Motors wurde grundlegend überarbeitet und modifiziert. Auch lässt die neue Plattform ein Antriebskonzept mit bis zu vier E-Maschinen zu, wie BMW mit der Studie "Vision Driving Experience" vor Kurzem zeigte. In Summe soll das eine um 30 Prozent verbesserte Ladegeschwindigkeit und Reichweite bringen, bei gleichzeitiger Kostenreduktion um 50 Prozent.
So viel zur Technik, die uns unter der Haube erwartet. Zum Design hält man sich noch bedeckt, zeigt nur die Studien. Und was Sie jetzt hier sehen, ist nicht nur eine Weiterentwicklung der Neue-Klasse-Limousine. BMW nennt die aktuelle Studie "Vision Neue Klasse X". Im Grunde, so raunen Stimmen aus dem Off, steht hier bereits der zum Großteil fertig entwickelte iX3.
Denkt man sich studientypische Elemente wie die Kamera-Außenspiegel weg und die aktuell nur als Mini-Plastik-Flügelchen vorhandenen Türgriffe dazu, dann fehlt dazu tatsächlich nicht mehr viel. An der Front fällt auf, dass sie ihm – anders als der Limo – wieder eine Niere verpasst haben, die in ihrer Schmalheit an die Urversion der Neuen Klasse (intern: Typ 115) aus den 1960er-Jahren erinnert.

Darf nicht mehr fehlen: die beleuchtete BMW-Niere.
Bild: BMW AG
3D-Effekte verleihen dem Ganzen zusätzliche optische Tiefe. Überhaupt soll "Licht das neue Chrom" werden, auch am Heck, wo sich die Rückleuchten über fast die gesamte Breite des Studienfahrzeugs ziehen.

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Innen hat sich mit dem "X" im Namen noch mal ordentlich was getan. Alles wirkt konkreter, nicht mehr ganz so verzerrt und studienhaft. Allem voran lässt sich das riesige Panorama-Display unterhalb der Frontscheibe nun tatsächlich bereits über den rautenförmig angeschrägten Touchscreen in der Mitte konfigurieren.
Bis zu sieben verschiedene Info-Elemente finden auf dem Display Platz; gesetzt ist lediglich die Geschwindigkeitsanzeige links, alles andere lässt sich frei konfigurieren.

Bild: BMW AG
Während dieser Bildschirm von allen Passagieren eingesehen werden kann, soll es im Serienauto noch ein verhältnismäßig konventionell anmutendes 3D-Head-up-Display geben, das nur dem Fahrer Informationen bereitstellt. Dazu verspricht BMW, dass das Bediensystem nun noch mehr Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung biete.

Sieben Elemente lassen sich auf dem Panorama-Head-up-Display nebeneinander platzieren.
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Wermutstropfen: Einen iDrive-Controller hat BMW offensichtlich nicht eingeplant. Dafür verspricht man, die Bedienbarkeit würde – nun voll und ganz aufs Berühren optimiert – übersichtlicher werden.
Auf den Markt kommen soll der neue BMW bereits in der zweiten Jahreshälfte 2025. Die Zukunft ist also gar nicht mehr so lang hin.
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