Fahrbericht: BMW X3 M Competition

BMW X3 M Competition: Test, Motor, Preis

Noch mehr Dampf für den BMW X3 M

Mit 510 PS und 600 Nm macht der neue BMW X3 M Competition richtig Feuer. Das Fahrwerk fordert allerdings auch Nehmerqualitäten. Fahrbericht!
Frische Ware für die Spaßfahrer-Fraktion: BMW schärft den X3 M noch mal nach und  startet mit der Competition-Version einen Frontalangriff auf den Porsche Macan Turbo. 510 PS, 600 Nm Drehmoment und ein angepasstes Fahrwerk sollen dem Zuffenhauser Dynamik-König die Krone wieder entreißen. AUTO BILD hat den extra scharfen Bayern unter die Lupe genommen und seine Chancen gecheckt.

Der BMW X3 M Competition ist ein starker Sprinter

Da geht richtig die Post ab: In 4,1 Sekunden ist der X3 M Competition aus dem Stand auf Tempo 100.

Die M-Ingenieure haben den Reihensechszylinder komplett umgekrempelt, mehr als 90 Prozent Neuteile sollen in der Maschine stecken. Das fängt bei der geschmiedeten Kurbelwelle an, geht weiter über den strömungsoptimierten Ansaugtrakt, bis hin zur Kühlung und Ölversorgung, die, wie im Rennsport, durch eine zusätzliche Pumpe auch bei extremen Kurvenfahrten garantiert wird. Damit möglichst früh viel Drehmoment anliegt, werden die Wastegateventile der beiden Turbolader mit einem Elektromotor angesteuert. Schon aus dem Drehzahlkeller marschiert der Über-X3 ambitioniert los, sprintet in 4,1 Sekunden von null auf 100 km/h und hämmert weiter bis zu optionalen 285 km/h. Dabei soll das Sport-SUV nur 10,5 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen. Bei bestimmungsgemäßer Fortbewegung ein rein theoretischer Wert.

In Sachen Querdynamik gibt es keine Klagen

Bei der Agilität hält der Münchner mit seinem schärfsten Gegner Porsche Macan auf jeden Fall mit.

Um den Spagat zwischen Agilität und Komfort zu schaffen, wurde das Fahrwerk angepasst. Mehr Sturz und ein veränderter Nachlaufwinkel an der Vorderachse verbessern das Einlenkverhalten, während aufwendig konstruierte Gummilager Komfort ohne Abstriche bei der Querdynamik gewährleisten sollen. Dazu kommen noch eine veränderte Hinterachse, eine Carbon-Domstrebe vorne und jede Menge Versteifungen, damit die Karosserie dem Dynamikanspruch des Triebwerks und des Fahrwerks auch gerecht wird. So lange man sich auf guten Straßen oder der Rennstrecke befindet, geht die M-Gleichung dank des Allradantriebs und den Differenzialen hervorragend auf. Es ist beeindruckend, mit welcher Kurvengier und hoher Geschwindigkeit der X3 M Competition um die Ecken pfeift.
Dabei bleibt der 4,72 Meter lange Zweitonner stoisch ruhig und lässt sogar kleine Drifts zu. Es macht Spaß, sich den Münchner Sport-Crossover nach eigenem Gusto zu konfigurieren und dann diese Einstellung mit einem der beiden M-Knöpfe abzurufen. Bei der Agilität hält der Münchner mit seinem schärfsten Gegner Porsche Macan auf jeden Fall mit.

Beim Bezahlen tut der sportliche Bayer schon weh

Sollen einen diese Augen aus der eigenen Garage anfunkeln, sind vorher 93.400 Euro fällig.

Im Autoalltag jedoch geht es häufig über schlechte Straßen, und da lässt einem der BMW X3 M Competition nicht viel Wahl. Sobald man das Fahrwerk und die Lenkung auf "Sport" oder "Sport Plus" stellt, werden Unebenheiten deutlich spürbar. Die Lenkung ist ohnehin sportlich stramm, erreicht dabei aber nicht die Mitteilungsfreude eines Porsche Macan. Also Lenkung und Fahrwerk auf "Comfort" stellen, Achtgangautomatik sowie die Gaspedalkennlinie mindestens auf "Sport" – so hat man auf öffentlichen Straßen mit dem BMW X3 M Competition am meisten Spaß. Der könnte einem an der Kasse aber bereits vergangen sein: Der BMW X3 M Competition steht ab September 2019 beim Händler und kostet mindestens 93.400 Euro.

Fahrbericht: BMW X3 M Competition

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Autor: Wolfgang Gomoll

Stichworte:

SUV

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