BMW Z3 1.9 (1996): Gebrauchtwagen
Bei diesem BMW Z3 sollte man zweimal hinschauen

Sieht aus wie Lack, ist es aber nicht: Dieser BMW Z3 wurde vollständig in Leder gehüllt. Jetzt soll das Unikat verkauft werden!
Bild: Müller-Mobile
Ein belederter Innenraum war gestern. Wie wäre es stattdessen mit Leder auf dem Auto? Richtig gelesen, dieser BMW Z3 wurde vollständig mit Leder bezogen – und steht aktuell zum Verkauf!
Angeboten wird das Unikat vom Händler "Müller-Mobile" in Frankfurt an der Oder. Beim Basisauto handelt es sich um einen Allerwelts-Z3 – rund 180.000 Mal gebaut. Doch was diesen Roadster besonders macht, ist die Lackierung bzw. die Belederung. Bevor wir dazu kommen, behandeln wir aber erst mal die Basics: Der Z3 wurde im Oktober 1996 erstmals zugelassen. Mittlerweile befindet sich der Roadster in vierter Hand und hat knapp 180.000 Kilometer auf dem Buckel.
Leider steckt unter der Haube des nur gut vier Metern kurzen Roadsters kein charakteristischer Sechszylinder (ab 1996 im Z3) – dafür immerhin der stärkste Vierzylinder, der im Z3 erhältlich war und mit dem er auch im James-Bond-Film "GoldenEye" eine Rolle spielte. Der M44B19 getaufte Motor bringt es auf 140 PS und 180 Nm Drehmoment. Das reicht für eine Höchstgeschwindigkeit von immerhin 210 km/h. Wichtig für Freunde des Fahrspaßes: Geschaltet wird mittels Fünfgang-Handschaltung.
Bicolor-Leder statt Lack
So weit, so unspektakulär. Was diesen Z3 1.9 jedoch zum Einzelstück macht, ist seine Lederhaut. Einer der Vorbesitzer ließ den Z3, der ab Werk in "Montrealblau Metallic" lackiert ist, vollständig mit maritimen Leder aus der Schifffahrt beziehen. Ähnlich wie beim Folieren wurden sämtliche Karosserieteile wie Motorhaube, Kotflügel, Türen, Schweller und Kofferraumdeckel mit blau-schwarzem Leder im Bicolor-Look bezogen.
Laut Händler ist das Leder zwar wetterbeständig, doch ein Carport oder eine Garage wird trotzdem empfohlen. Die Ausstattung des Z3 ist mit Sitzheizung, Sechsfach-CD-Wechsler sowie BMW-Radio "Business" ordentlich. Zudem nehmen die Insassen auch im Innenraum auf Ledersitzen (Leder Oregon) Platz. Weniger schön sind die aus dem Zubehör stammenden Scheinwerfer und Rückleuchten.
Was die Zuverlässigkeit des kleinen Roadsters angeht, gibt es ein paar Baustellen. In der AUTO BILD-Kaufberatung aus dem Jahr 2011 heißt es: "Der Z3 war anfangs nicht so sorgfältig zusammengebaut, wie es Stammkunden von Produkten aus dem Hause BMW gewohnt waren. Viele Macken hat der Hersteller im Laufe der Bauzeit behoben. Die Motoren sind, abgesehen von den M-Versionen, dank Steuerkette und langen Intervallen wartungsarm, die Antriebskomponenten robust, und das Blech ist wirkungsvoll gegen Korrosion geschützt."
Auffallen zum kleinen Preis
Der im Kundenauftrag angebotene BMW Z3 soll 5900 Euro kosten – womit er in etwa so teuer ist wie in Baujahr und Laufleistung vergleichbare Exemplare, die jedoch nicht nachträglich beledert wurden. Es ist klar, dass dieser einzigartige BMW Z3 nicht dem Mainstream-Geschmack entspricht. Aber eines dürfte sicher sein: Für 5900 Euro bekommt der zukünftige Besitzer ein Auto, das für Gesprächsstoff sorgt.
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