Bugatti Chiron: Rekordfahrt

Bugatti Chiron: Rekordfahrt mit Tempo 490

Der Chiron hätte Tempo 515 geschafft!

Ein Bugatti-Chiron-Prototyp fuhr das Rekordtempo von 490 km/h. Jetzt stellte die Marke klar: In Nevada wären sogar 25 km/h mehr drin gewesen!
Bei der Rekordfahrt von Bugatti, bei der ein seriennaher Prototypen auf Basis des Hypersportlers Chiron Tempo 490 erreichte, wäre noch mehr drin gewesen! Laut Bugatti hätte das Rekordfahrzeug auf einer höhergelegenen Rennstrecke im US-Bundesstaat Nevada dank der dünneren Luft sogar 515 km/h erreicht. Doch wegen der besseren Sicherheitsausstattung hatten sich die Franzosen für den Rundkurs auf dem VW-Testgelände im niedersächsischen Ehra-Lessien entschieden. Zur Feier des Rekordes legt Bugatti den Chiron Super Sport 300+ auf. Das auf 30 Exemplare limitierte Sondermodell kostet 4,17 Millionen Euro – das sind rund 1,3 Millionen Aufpreis gegenüber dem normalen Chiron!
Bei dem Rekordversuch war es Bugatti am 2. August 2019 als erstem Autohersteller gelungen, schneller als 300 Meilen pro Stunde zu fahren – also mehr als 490 km/h! Laut Bugatti beschleunigte Testfahrer Andy Wallace den Chiron-Prototypen auf 304,773 Meilen pro Stunde, das sind exakt 490,484 km/h. Eine verplombte GPS-Box zeichnete die Fahrt auf, das offizielle Zertifikat gab es von der SGS-TÜV Saar. Bugatti-Chef Stephan Winkelmann bejubelte die Fahrt als "Meilenstein für die Ewigkeit". Er stellte aber auch klar, dass Bugatti keine weiteren Geschwindigkeitsrekorde anstrebe. Die Marke habe mehrfach gezeigt, dass sie die schnellsten Autos baue. Nun sei es Zeit für andere Projekte.

Niedersachsen statt Nevada

Für die Rekordfahrt wählte Bugatti bewusst die niedersächsische VW-Teststrecke. Die Entscheidung fiel, weil Ehra-Lessien komplett von Leitplanken umsäumt ist und an Nord- und Südende Rettungskräfte bereitstehen können. Die 21 Kilometer lange, dreispurige Schnellfahrbahn hat eine 8,8 Kilometer Gerade. Vor dem Fahrversuch wurde die Bahn mit Hilfe von speziellen Matten von Steinchen und Split befreit.

Reifen für ein Tempo jenseits von 500 km/h

Das Heck des Rekord-Chiron fällt länger aus als beim Serienfahrzeug.

Für die Rekordfahrt wurde der Chiron-Prototyp speziell vorbereitet. Das Heck ist aus aerodynamischen Gründen länger als beim Serien-Chiron, dazu sind auf den Bildern von der Fahrt neue Lufteinlässe und ein geändertes Auspuffsystem zu erkennen. Verschiedenen Medienberichten zufolge stieg die Leistung des von vier Turboladern beatmeten W16 auf 1600 PS. Die verstärkten Michelin-Hochgeschwindigkeitsreifen mussten auf dem Prüfstand Geschwindigkeiten bis 511 km/h standhalten. Vor der Fahrt wurden sie geröntgt, um kleinste Unregelmäßigkeiten auszuschließen. Auch das Zusammenspiel von Motor, Getriebe und Fahrwerk probten die Ingenieure vorher auf dem Prüfstand. Für optimale Sicherheit bekam der Rekord-Chiron eine Sicherheitszelle mit Sechspunktgurten für den Fahrer Andy Wallace.

In 50-km/h-Schritten zum Rekord

Die Strecke wurde vor der Rekordfahrt mit speziellen Matten gereinigt.

Le-Mans-Gewinner Andy Wallace tastete sich nach eigenem Worten ab 300 km/h in 50-km/h-Schritten an die Rekordgeschwindigkeit heran, um jede Veränderung am Auto im Auge zu behalten. Nach einer Einführungsrunde hatte er dann beim Herausfahren aus der Nordkurve bereits 200 km/h drauf, um auf der Geraden Topspeed zu erreichen. An einem definierten Punkt bei Kilometer 6,8 bremste er den Chiron wieder auf 200 km/h ab und fuhr in die Südkurve. Ab dem Start gab er Vollgas, pro Sekunde legte Wallace mit dem Chiron 136 Meter zurück – das verlangte allerhöchste Konzentration! Das britische Automagazin Top Gear veröffentlichte ein Video mit Eindrücken von der Fahrt.
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