Drei Jahre Arbeit haben die Designer der Autoschmiede Delahaye in den USA investiert, jetzt ist es vollbracht: Der legendäre Bugatti Type 57S aus den 1930ern ist in der Gegenwart angekommen. Doch eine Replik des großen Klassikers ist das zweisitzige Sportcoupé ausdrücklich nicht. Denn im Hier und Jetzt verbindet der "Bella Figura" Type 57S das beste aus beiden Welten: Das alte Design trifft auf neueste Technik. Der Retro-Bugatti wurde im Vergleich zum Original etwas gestreckt und verbreitert um dem heutigen Komfort-Verständnis zu entsprechen.

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Bugatti-Nachbau "Bella Figura" Type 57S von Delahaye
Das Chassis besteht wahlweise aus Carbon oder Aluminium – auf Wunsch sogar poliert.
Bild: Delahaye
Der neue Klassiker ist 4,92 Meter lang, 1,93 Meter breit und 1,11 Meter flach. Der Radstand beträgt 3,22 Meter, das Gewicht etwa 1360 Kilo. Für das korrekte Standing sorgen 27-Zöller an der vorderen Achse und 30-Zoll-Pendants hinten. Bei der Konfiguration des Coupé sind einige Entscheidungen zu fällen. So besteht etwa das Chassis wahlweise aus Carbon oder Aluminium – auf Wunsch sogar poliert. Auch ob der Wagen rechts- oder linksgelenkt sein soll, steht zur freien Wahl. Unter der edlen Haube arbeitet entweder ein 6,2 Liter großer Kompressor-V8 von Cadillac, ein Sechsliter-V12 von Jaguar oder aber ein doppelt aufgeladener Mercedes-V12. Aber auch jeden anderen Motor verbauen die Amis auf Wunsch gerne.
Wem der Sinn nach einer Herausvorderung steht, der kann sich seinen Bugatti per Bausatz auch selbst zusammen bauen. Dass der "Bella Figura" Type 57S kein Schnäppchen ist, ist klar. Im günstigsten Fall kostet ein schlüsselfertig montierter Bella Figura etwa 176.000 Euro. Eine Vielzahl von kostenpflichtigen Optionen aber können den Preis unter Umständen noch deutlich in die Höhe treiben. Der Hersteller schätzt, dass maximal rund 317.000 Euro anfallen. Im November 2011 soll die Produktion starten.