Seit Jahrzehnten geben die deutschen Premiumhersteller bei gepanzerten Limousinen weltweit den Ton an und bieten so auch Spitzenpolitikern wie dem deutschen Bundeskanzler ein sicheres automobiles Zuhause.
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Das Dreigestirn aus Audi A8, BMW 7er und Mercedes S-Klasse ist eben nicht nur bei den "normalen" Luxuslimousinen von der Stange das Maß der Dinge.

Angela Merkel bevorzugte den Audi A8

Angela Merkel (CDU) war ohne ihren geliebten gepanzerten Audi A8 L im politischen Alltag nur schwer vorstellbar. Die erste und langjährige Bundeskanzlerin war während ihrer Amtszeit von 2005 bis 2021 größtenteils in einem schwarzen Audi A8 Security in unterwegs – chauffiert vom Personenschutz des Bundeskriminalamts.
Audi A8 L Security
Die aktuelle Version des gepanzerten Audi A8 L Security. Schon Kanzlerin Merkel vertraute in Sachen Sicherheit auf die Limousine aus Ingolstadt.
Bild: Audi AG
Mit dem Wechsel auf Nachfolger Olaf Scholz (SPD) im Dezember 2021 trat als Gefährt des Bundeskanzlers ein anderer Hersteller in den Vordergrund. Der ehemalige erste Bürgermeister von Hamburg bevorzugte den Mercedes S 680 Guard. BMW hingegen musste bei der vergangenen 7er-Generation in Sachen Politikersicherheit passen. Die Münchner legten ihr Flaggschiff erst vor knapp zwei Jahren in einer gepanzerten Version auf – und das gleich mit V8-Verbrenner oder einer Elektroversion.

Gepanzerte S-Klasse mit V12 im Bug

Damit innen- und wirtschaftspolitisch keine der drei Marken ausgegrenzt wird, sind Fahrzeuge aller drei Marken im Portfolio – alles maximal gepanzert nach den Vorgaben der Schutzstufen VR-9/VR-10. Der kommende Bundeskanzler, sei es Robert Habeck, Friedrich Merz, Olaf Scholz oder überraschenderweise doch jemand anderes, muss sich also zumindest im Straßenverkehr wenig Sorgen machen.
Mercedes S 680 Guard
Mit Blaulicht durch den Schnee: die Mercedes S-Klasse Guard in ihrer höchsten Sicherheitsstufe. Kanzler Olaf Scholz setzte auf den dicken Stern.
Bild: Mercedes-Benz AG
Nachdem die Hochsicherheits-G-Klasse seit Längerem nicht mehr verfügbar ist, setzt Mercedes bei den Panzerfahrzeugen allein auf seine S-Klasse. Das aktuelle Modell ist ausschließlich mit langem Radstand und dem V12-Turbotriebwerk des Maybach mit 612 PS und 830 Nm zu bekommen. Eine speziell verlängerte XXL-Version wie den Pullman Guard des Vorgängers gibt es als sogenanntes Repräsentationsfahrzeug nicht.

Allrad gab es lange nur bei Audi

Dafür bietet Mercedes seinen gepanzerten S 680 Guard mittlerweile auch mit Allradantrieb an. Den gab es ab Werk lange Jahre nur beim Audi A8 und dem längst ausgelaufenen VW Phaeton, das Lieblingsauto von Ex-SPD-Kanzler Gerhard Schröder. Wegen nennenswerter Fahrdynamikvorteile gerade bei schlechtem Wetter erfreute sich der Audi A8 L Security lange Jahre großer Beliebtheit bei Personenschützern weltweit.
Audi A8 L Security
Lange hatte nur Audis gepanzerte Limousine Allrad. Den hat der neue A8 L natürlich auch, die anderen sind aber mittlerweile nachgezogen.
Bild: Audi AG
So stellt Audi dem Bundeskanzleramt und dem Personenschutz des BKA aktuell schwarze A8 L der Schutzklasse VR10 zur Verfügung. Die 5,32 Meter lange Limousine bietet im Innenraum einen Luxusstandard, der mit dem des Mercedes S 680 Guard vergleichbar ist. Und auch beim Antrieb muss sich Ingolstadt nicht verstecken: Unter der Haube des Viertonners arbeitet ein vier Liter großer V8-Doppelturbo mit 571 PS und 800 Nm Drehmoment.

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BMW i7 Protection
Mercedes S 680 Guard
Mercedes S 680 Guard
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Gepanzerte Limousinen für den Kanzler
In der gesicherten Schutzkolonne geht es bei Bedarf mit bis zu 210 km/h über die Autobahn zum nächsten Termin, während im Fond hinten rechts entspannt telefoniert oder an einem ausklappbaren Tisch gearbeitet wird. In Scheiben und Außenspiegeln versteckt, blitzen auf Knopfdruck blaue Flasher, und es kann ein Blaulicht aufgesetzt werden.

Nur BMW bietet einen E-Antrieb an

Will der kommende Bundeskanzler mit einem besonderen Öko-Anspruch glänzen, kann er in den BMW i7 Protection einsteigen. Die Panzerversion des 7er ist nämlich nicht nur mit einem potenten Achtzylinder-Turbo, sondern auch als Elektroversion zu haben. Im Gegensatz zum 530 PS starken V8-Benziner wird der gepanzerte BMW i7 mit seinen beiden Elektromotoren (544 PS, 745 Nm) an Vorder- und Hinterachse bei 160 km/h abgeregelt. Die Reichweite: unter 350 km.
BMW i7 Protection
Exklusiv: Mit dem i7 Protection bietet BMW als einziger deutscher Hersteller eine gepanzerte Limousine mit Elektroantrieb an.
Bild: BMW Group
Der elektrische BMW i7 Protection ist daher wohl eher nichts für den schnellen Dauereinsatz auf der Autobahn – aber genau richtig, um geräuschlos wie luxuriös und mit Schutzklasse VR9/VR10 zum nächsten Gesprächstermin zu rollen.
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Die Verbrenner-Version des BMW 7er Protection verfügt über einen auslaufhemmenden Kraftstofftank und ist auf besonderen Wunsch auch mit Karosseriepanzerungen nach VPAM 10 aufrüstbar, die gegen den Beschuss mit Waffen verschiedenster Art sowie Sprengladungen schützen sollen.