Die Ladeleistung, immerhin. Auf der Suche nach einer Schwäche bleibt man bei den 88 kW hängen, die der vollelektrische BYD Dolphin beim Laden maximal aufnehmen kann. Eine halbe Stunde von 30 bis 80 Prozent (also den 60-kWh-Akku zur Hälfte nachladen), das ist nicht schnell. Aber das war es dann auch fast.

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Das 4,30 Meter lange Schrägheck-SUV ist – das zeigt die erste, sehr kurze Fahrt – nicht das BYD-Modell, das den Etablierten Angst einjagen wird. Aber der Dolphin ist eines, das zeigt, dass die Chinesen auf dem richtigen Weg sind: sauber gebaut, moderne Technik, gut aussehend.
BYD Dolphin
Der BYD Dolphin hat zwar kaum etwas von einem Delfin, ist aber trotzdem schick.
Bild: Hersteller

Der BYD Dolphin teilt sich eine Plattform mit dem Seal

Wie der Seal ist der Dolphin mit den modernen LFP-Blade-Akkuzellen ausgestattet. Auch hier platzsparend in der Cell-to-Body-Bauweise in das Fahrzeug integriert. Und wie der Seal steht auch der Dolphin auf der neuen E-Plattform 3.0 von BYD. Dass die maximale Ladeleistung dennoch nur 88 kW beträgt, ist lediglich ein kleiner Makel.
BYD Dolphin
Seitenansicht: langer Radstand und Blade-­Batterien, die Teil der Karosserie sind.
Bild: Hersteller
Der Platz im knapp 4,30 Meter langen Dolphin ist mehr als ausreichend. Die Bedienung ist mit dem schwenkbaren Touchscreen schnell zu erlernen, trotz einiger Untermenüs. Die Bilder der 360-Grad-Panoramakamera sind klar, die Güte der zahlreichen Assistenzsysteme kann auf der kurzen Testfahrt noch nicht beurteilt werden.
BYD Dolphin
Touchscreen und Drehschalter; dazu ein eigenwilliges Design. Und eine kleine Anzeige hinterm Lenkrad für alle wichtigen Informationen.
Bild: Hersteller
Die Bedienung unter anderem der Fahrstufen über Drehregler unterhalb des großen Bildschirms ist etwas fummelig. Die Sitze sind okay, haben allerdings nicht die Qualität wie im Seal.

Qualität habe ihren Preis, sagen die Chinesen

Auf der Handlingstrecke stellt sich ein Auto vor, das mit gut 200 PS ausreichend Kraft auf die Vorderachse bringt. Mit sieben Sekunden auf Tempo 100 ist der BYD Dolphin kein Spurtwunder, das will das bewusst eher praktische Auto aber auch gar nicht sein. Bremsen, Lenkung – alles so, dass man beim ersten Eindruck keinen Unterschied zu traditionellen europäischen Herstellern erkennen kann.

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Dass der Dolphin in der von uns gefahrenen Variante bis an die 40.000-Euro-Marke kommt, mag erschrecken. Ist aber von BYD so gewollt. Qualität habe ihren Preis, sagen die selbstbewussten Chinesen. Bestellen kann man ihn ab Sommer 2023. Erste Auslieferungen sollen dann Ende 2023 folgen.
BYD Dolphin
Erste Annäherung: Redakteur Schrieber am Dolphin von BYD.
Bild: H. Schrieber

Fazit

In China ­kostet der Dolphin (umgerechnet) 14.000 Euro. Bei uns ­bekommt er bessere Materialien – und wird bewusst kein Billig-E-Auto. Aber er wird eine echte Alternative in diesem Preissegment.