Wer mit Kindern verreist, stellt ganz andere Ansprüche an den Camper als beispielsweise Paare oder Alleinreisende. Schlafplätze werden wichtiger, Stauraum sowieso.
Gleichzeitig spielt für viele Familien auch das Budget eine entscheidende Rolle. Auf dem Caravan Salon Düsseldorf 2026 haben wir uns deshalb drei völlig unterschiedliche Lösungen angesehen: den Alkoven Corigon A70 D, das Dachzelt Roof Space 4 und den kompakten Wohnwagen Next 381.

Corigon A70 D: das klassische Familien-Wohnmobil

Wenn es um Familien-Camping geht, bleibt der Alkoven für viele die naheliegendste Lösung. Beim Corigon A70 D ist schnell klar, warum. Auf knapp sieben Metern Länge bietet das Reisemobil bis zu sechs Schlafplätze. Über dem Fahrerhaus befindet sich das große Alkovenbett, dazu kommen das Querbett im Heck sowie bei Bedarf die umbaubare Sitzgruppe. Gerade Familien mit zwei Kindern profitieren davon, dass die Schlafplätze dauerhaft verfügbar sind und kein täglicher Umbau nötig ist.
Corigon A 70 D
Die Sitzgruppe lässt sich zu einem weiteren Bett umbauen. So bietet das Wohnmobil Schlafplätze für bis zu sechs Personen.
Bild: AUTO BILD / Lisa Busse
Auch größere Familien finden dank sechs Gurtplätzen ausreichend Platz. Lediglich bei der Zuladung muss man dann aufpassen, denn die Gewichtsobergrenze liegt bei 3,5 Tonnen Gesamtmasse.
Auch beim Stauraum spielt der Corigon seine Stärken aus. Die große Heckgarage kann Fahrräder, Kinderroller oder Campingmöbel problemlos aufnehmen. Dazu kommen ein 135-Liter-Kühlschrank und zahlreiche Schränke für längere Reisen. Mit einer Länge von 6,99 Metern bleibt das Wohnmobil noch vergleichsweise handlich.
Corigon A 70 D
Corigon ist die neue Marke aus der Erwin Hymer Gruppe.
Bild: AUTO BILD
Vorteile für Familien:
    Bis zu sechs Schlaf- und GurtplätzeGroße HeckgarageZwei große feste BettenSeparates Bad und geräumige Küche
Preis: ab 63.499 Euro

Roof Space 4: Familien-Abenteuer auf dem Autodach

Deutlich günstiger startet das Roof Space 4. Das Dachzelt richtet sich an Familien, die ihr vorhandenes Auto weiter nutzen möchten und keine Lust auf Wohnwagen oder Wohnmobil haben. Das Besondere: Trotz Hartschalen-Konstruktion bietet das Zelt Platz für vier Personen. Im aufgeklappten Zustand entsteht eine Innenraumfläche von 250 x 215 Zentimetern. Eine weitere Besonderheit ist der sogenannte Panoramamodus.
Roof Space 4
Das Roof Space 4 ist das erste Dachzelt auf dem Markt, das eine Kombination aus Hartschalen- und Faltzelt bietet. Inklusive Matratze wiegt es 90 kg.
Bild: AUTO BILD / Lisa Busse
Beide Seiten lassen sich öffnen und erzeugen fast den Eindruck einer kleinen Dachterrasse. Aufgebaut ist das System laut Hersteller in weniger als zwei Minuten. Natürlich muss man bei Komfort und Stauraum Abstriche machen. Bad, Küche oder Sitzgruppe gibt es hier nicht. Dafür bleibt man flexibel und spart viel Geld.
Optional gibt es weiteres Zubehör, darunter eine Hängematte für den Bereich unter dem Dachzelt, ein Vorzelt oder ein Thermo-Innenzelt.
Vorteile für Familien:
    Platz für vier PersonenGünstigere AlternativePasst auf viele FahrzeugeSchneller Auf- und Abbau (ca. 1 bis 2 Minuten)
Preis: 4599 Euro

Next 381: viel Platz für wenig Geld

Zwischen Dachzelt und Wohnmobil positioniert sich der Next 381. Der kompakte Wohnwagen setzt auf einen Grundriss, der sich klar an Familien richtet. Im Heck befinden sich Etagenbetten für die Kinder. Im Bug entsteht aus der Sitzgruppe das Bett für die Eltern. Damit bietet der Wohnwagen getrennte Schlafbereiche. Besonders interessant: Der Grundpreis liegt bei lediglich 19.990 Euro.
Next 381
Mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse von 1000 Kilogramm kommt der Next auch für viele E-Autos als Zugfahrzeug infrage.
Bild: AUTO BILD
Damit bleibt der Next deutlich günstiger als ein Wohnmobil und bietet gleichzeitig mehr Komfort als ein Dachzelt. Vor Ort kann das Zugfahrzeug abgekoppelt werden und bleibt für Ausflüge nutzbar. Trotz seiner kompakten Maße von 5,88 m Länge und 2,19 m Breite müssen Käufer weder auf eine Küchenzeile noch auf ein separates Bad verzichten.
Next 381
Auch eine Küche und ein Bad ist beim Next 381 an Bord.
Bild: AUTO BILD
Vorteile für Familien:
    Separate KinderbettenWohnwagen-KomfortDeutlich günstiger als ein WohnmobilAuto bleibt am Urlaubsort flexibel nutzbar
Preis: ab 19.990 Euro, Messefahrzeug kostet 23.905 Euro

Welches Konzept passt zu welcher Familie?

Der Corigon A70 D bietet den meisten Platz und die höchste Flexibilität. Wer regelmäßig mit mehreren Kindern reist und möglichst wenig auf- und abbauen möchte, findet hier die komfortabelste Lösung.
Das Roof Space 4 ist die günstigste Variante und richtet sich an Familien, die maximale Flexibilität und echtes Outdoor-Feeling suchen.
Der Next 381 wiederum trifft für viele Familien vermutlich den goldenen Mittelweg. Er bietet feste Schlafplätze für Eltern und Kinder, kostet aber nur einen Bruchteil eines Wohnmobils.
Preisvergleich:
    Roof Space 4: 4599 Euro (zzgl. Pkw)Next 381: ab 19.990 Euro (zzgl. Pkw)Corigon A70 D: ab 63.499 Euro

Fazit

Eines zeigt der Vergleich deutlich: Familien-Camping muss heute nicht mehr automatisch ein teures Wohnmobil bedeuten. Vom Dachzelt bis zum Alkoven gibt es für nahezu jedes Budget die passende Lösung.