Carado V337: Dauertest
Herbst-Camping mit einem Wikinger-Mobil
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Ziel: das Meer. Route: eine Woche mal weg. Fluchtweg: von der HafenCity zurück nach St. Pauli. Philosophie: Sind wir zu alt? Oder ist es nur zu kalt? Das Wohnmobil wird zum Wikinger-Mobil.
Bild: AUTO BILD
Wir wollten einfach mal weg. Eine Woche ohne Sorgen, ohne Verpflichtungen, ohne TV – nur Natur pur. Fluchtroute: von der Hamburger HafenCity ans Meer und zurück nach St. Pauli. Getrieben vom Wind und der Sehnsucht. Unser Wundermobil ist der Carado V337 Edition15 aus dem AUTO BILD REISEMOBIL-Dauertest – 6,65 Meter lang, 2,14 schmal, 2,75 Tonnen leicht, 2,87 Meter hoch, innen bequeme 1,95 Meter Stehhöhe. Ein kompakter Wohnkasten mit riesigem Bett (durch Ausziehbrett und Zusatzpolster).
Wir sind keine Camper. Wir sind Wohnmobilisten. Wir nutzen Campingplätze nur als Hygiene-Tankstellen. Wir suchen romantische Stellplätze des Glücks – keine Rudelbildung. Unser Ziel: das Meer – weit, wild, windig. Traumziel: St. Tropez, die Côte d'Azur. Aber in einer Woche? 1604 Kilometer und zurück? Mehr Stress als Sinnlichkeit. Wir lassen das Wetter unser Schicksal spielen. Bei Sonne: Mut! Bei Regen: Gemütlichkeit. Die ersten Tropfen pochen zärtlich auf das Womo-Dach. Der liebe Gott lächelt über unsere Pläne. Wir auch.
Jede Fahrt ein Abenteuer: Was klappt? Was nicht?
Wir sind Womo-Anfänger. Wir sind Amateure, keine Profis. Wir sind bewusst unperfekt. Jede Fahrt ist ein Abenteuer. Was klappt? Was nicht? Sind wir zu alt? Ist es zu kalt? Größte Vorfreude: das Packen der Reisesäcke (nie Koffer!) und das Füllen des Eisschranks. Wir reisen "leicht“, aber mit unseren Lieblingsdingen. Im Supermarkt kau-fen wir nur, was uns am besten schmeckt – wie Kinder im Kiosk.
Unsere Grundnahrung: Brot, Wurst, Käse. Getränke: Mineralwasser (Sprudel fürs Trinken, stilles Wasser zum Kochen), Nescafé-Cappuccino-Beutel, frischer Orangensaft, Milch, Bier, Wein und eine Flasche Champagner. Tipp: nicht zu viel! Denn es macht Spaß, im Ausland Neues zu entdecken. Jeder neue Supermarkt ist wie ein Christkindlmarkt – allerdings auch manchmal preisintensiver.
Nützliche Apps: "park4night" und "ADAC Camping"
Wir starten im November. Es liegt noch goldenes Oktoberlaub, aber im Supermarkt strahlen schon Nikoläuse, Christstollen und Weihnachtsbäume. Wir parken die erste Nacht in Hamburgs HafenCity – der größten Baustelle Europas. Unser weiß-schwarzer Carado dockt wie eine Minijacht auf Rädern vor dem "Miniatur Wunderland" – mit Parkschein (20456, Hamburg, 6 Brook). Strafzettel: 30 Euro. Wir laden Apps auf unser Handy: "park4night" und "ADAC Camping" (über 22.000 Stell- und Campingplätze).

Gerüstet für die Unbilden des Jahreszeitenwechsels.
Bild: Norbert Körzdörfer
Ein geschnitzter Holzengel über dem Steuerrad ist unser Schutzengel. Leinen los! Wir starten in die Sorglosigkeit. Doch es ist windig. Unser Womo wackelt. Es ist der Wind des Wechsels in den Winter. Wir rollen auf der Autobahn – aber die Heizung springt nicht an.
Meine kluge Frau rät: "Du – unser Schwager René ist doch Handwerksprofi! Sollen wir nicht kurz raus in Bremen und uns alles erklären lassen?" Es war der weiseste Rat der Reise. Der Technikfreak René weiht uns die Womo-Geheimnisse ein wie auf YouTube. Ich filme alles mit dem Handy mit. Wir hatten vergessen, den Boiler mit Wasser aufzufüllen. René wird zum Telefonjoker unseres Abenteuers: Anruf genügt – Problem gelöst!
Das Womo wird zur Minijacht im Sturm ohne Hafen
Wir haben den Herbst unterschätzt. Wenn die Sonne scheint, lacht das Leben. Wenn es dunkel wird, ist die Stellplatzsuche eine Geisterbahnfahrt. Wenn es dann noch nonstop regnet, wird das Womo zur Minijacht im Sturm ohne Hafen – aber kuschelig warm
(22 Grad). Willkommen im Wikinger-Mobil! Wir trödeln. Die unbekümmerte Zukunft liegt vor uns – und kaltes Bier und Wein. Wir schmunzeln dem Sonnenuntergang entgegen.
(22 Grad). Willkommen im Wikinger-Mobil! Wir trödeln. Die unbekümmerte Zukunft liegt vor uns – und kaltes Bier und Wein. Wir schmunzeln dem Sonnenuntergang entgegen.

In Oisterwijk darf das Wikinger-Mobil an einem Hotel ankern.
Bild: Norbert Körzdörfer
Auf einem deutschen Autobahn-Rastplatz mit Kirche holt uns die Wirklichkeit ein: Jemand klopft an der Tür. Eine sympathische mittelalte Frau, vielleicht Tramperin: "Haben Sie ein paar Scheiben Brot für mich?“ Am Eingang der Raststätte steht ein gut gekleideter Bettler. Eine Frau mit Daunenjacke und Mundschutz sucht in den Mülleimern mit einer langen Zange nach Wertvollem.
Wir fahren geschockt weiter – mitten durch Deutschland. Wo ist nur die Sonne? Plötzlich dämmert uns die Dämmerung! Ab 16 Uhr wird der Himmel grau. Der liebe Gott knipst das Licht aus. Vor unseren verträumten Augen schrumpft der Tag – jetzt haben wir nur noch neun Stunden Tageslicht (statt rund 16 Stunden im Sommer). Für Womos ist plötzlich der Nachmittag die neue Nacht! Aus dem Landschaftskino wird Düsternis. Wir sehen ab 17 Uhr nur noch schwarz! Oder blendende Scheinwerfer. Wir hören das Musical "Hamilton". Den Sunset-Cocktail vergessen wir.
Unser erster Hobby-Zwischenstopp liegt in den Niederlanden – das Antiquitäten-Mekka "t' Achterhuis" (5071 BH Udenhout, Kreitenmolenstraat 92). Antikfreaks aus ganz Europa pilgern hierher. Wir suchen eine alte Tür. Aber das Mekka schließt um 17.30 Uhr (öffnet um 8.30 Uhr). Telefonisch gibt man uns einen Restaurant und Hoteltipp: Das The George im Hotel de Leijhof (5061 PM Oisterwijk, Heusdensebaan 7). Unser Navi (mit Campingplatz-Tipps) führt uns vor ein hell angestrahltes Boutiquehotel-Juwel (seit 1874).
Hier gibt es die ersten Videoschirm-Suiten in Europa (ohne Fenster) wie sonst nur in Dubai! Wir lernen den Hotelbesitzer Herrn Christ kennen, und er erlaubt uns lächelnd, auf dem Parkplatz im Eck zu übernachten. Wir essen, trinken und schlafen zauberhaft. Die erste Nacht im Wohnmobil ist die romantischste. Das Leben ist schön.
Auf der Suche nach dem Strand von Scheveningen
Das Schicksal würfelt. Wir stöbern in der Sonne im Antik-Mekka "t' Achterhuis“ (übersetzt: "Hinterhaus“; übrigens auch der Originaltitel der Tagebücher von Anne Frank). Plötzlich das Telefon: Schwägerin Tante Weide ist auch da – sie hat ihr neues Luxuswohnmobil abgeholt: den sensationellen La Strada Nova M. Eine Art Raumschiff in Rolls-Royce-Grau auf Mercedes-Basis. Unser Carado wirkt daneben wie das Chauffeursmobil. Aber wir kennen keinen Neid – nur Träume. Wir wollen weiter ans Meer. Wir suchen den Strand von Scheveningen bei Den Haag – wieder zu spät, zu dunkel.
Aber mit unseren Nova-Freunden finden wir The Wine House (Deltapromenade 304). Ein Fest. Wir sitzen zu viert an der Bar zur Open-Air-Küche. Der luxuriöseste Abend der Reise! Daneben ein Riesenparkplatz (allerdings auch ein Hundeparadies mit Rückständen).
Wir erwachen bei Sonnenaufgang – und mit Hundekacke. Das ist ein Schuh-GAU! Wir tragen Sneakers mit luftiger, zerklüfteter Profilsohle mit 100 Schlitzen. Das ist ein Scheiße-Paradies. Die heiße Dusche liefert Wasser nonstop. Wir waschen eine gefühlte Stunde. Wir tragen die Ersatzschuhe.
Wir erwachen bei Sonnenaufgang – und mit Hundekacke. Das ist ein Schuh-GAU! Wir tragen Sneakers mit luftiger, zerklüfteter Profilsohle mit 100 Schlitzen. Das ist ein Scheiße-Paradies. Die heiße Dusche liefert Wasser nonstop. Wir waschen eine gefühlte Stunde. Wir tragen die Ersatzschuhe.
Wir träumen immer noch von St. Tropez – aber eher wie Kinder. Auf der Wetter-App ziehen Wolken auf. Es regnet in Südfrankreich.
Wir kramen in unseren Träumen. Belgien liegt um die Ecke. Und dort lebt und arbeitet einer der größten Innenarchitekten und Wohnphilosophen unserer Zeit: Axel Vervoordt.
Wir kramen in unseren Träumen. Belgien liegt um die Ecke. Und dort lebt und arbeitet einer der größten Innenarchitekten und Wohnphilosophen unserer Zeit: Axel Vervoordt.
Wir tanken – einfach mit Kreditkarte – und pilgern Richtung Antwerpen, vorbei an den unsterblichen Grachtenbrücken von van Gogh und Co. Und Windmühlen. Nachts im romantischen Regen schlafen wir an der Schleuse von Wijnegem, verträumt zählen wir die Frachtschiffe. Dann ein Abstecher zu einer antiken Goldgrube – Piet Jonker (1396 JC Baambrugge). Der Womo-Stauraum wird zum Möbeltransporter (Lampen, Barstuhl). Ein Haus auf Rädern in Freiheit.
Ein Wohnmobil ist wie eine autarke Wohlfühlkutsche
Wir haben auf unserer Reise eigentlich keinen Berg gesehen. Alles war überall nur endloser Horizont. Unsere Augen machten Ferien von optischen Hindernissen. Ein Wohnmobil ist wie eine autarke Wohlfühlkutsche mit unendlicher Reichweite. Eigentlich ist die Reise grenzenlos. Wir sind so frei wie unser Steuerrad. Allerdings leiden wir an Stromnot. Es gibt aber zwei USB-Buchsen über dem Dinettenfenster und zwei USB-Buchsen im Cockpit (eine streikt). Aber zwei Handys und zwei iPads (zum TV- und Filmegucken) fressen Strom wie Monster. Ein Schnellauflader hilft im Café.

Praktisch auch für Antik-Freaks: der große Heckstauraum.
Bild: Norbert Körzdörfer
Wir verlieben uns in die Niederlande. Die Menschen sind offen wie das Meer. Ihre Gesichter strahlen und lächeln. Sie sprechen alle ein bisschen wie Hape Kerkeling. Aber viele sind vielsprachig. Sie fahren gern Rad. Sie feiern gern. Sie sind hilfsbereit. Und vermutlich haben sie das Campen erfunden. Es ist eine ideale Heimat für Wohnmobile (an manchen Autobahnausfahrten sind Campingplatz-Hinweisschilder). Aber wir wollen ja ans Meer.
Der Himmel wird immer grauer, unsere Pläne immer kürzer und die Côte d'Azur immer unerreichbarer. Wir wollen keinen Womo-Marathon über 2000 Kilometer. Wir wollen das kleine Glück des parkenden Chalets am Meer. Meer ist Meer. Was will man mehr Meer? Aber wie bekommt man den lieben Gott zum Lachen? Indem man ihm unsere Pläne erzählt. Das Navi zeigt eine Stunde bis zum Meer. Einfache Richtung: Amsterdam, diese Traumstadt (aber für Womos eine Albtraumstadt). Unser Plan: Mittagessen an der Nordsee!
Unser Schicksal: fünf Stunden Stillstand im Stau auf der Autobahn! Meditation in Geduld.
Unser Schicksal: fünf Stunden Stillstand im Stau auf der Autobahn! Meditation in Geduld.
Wir stehen und wissen nicht, warum. Allerdings: Unser Carado ist das ideale Staumobil! Wir sind ein stehendes Hotel. Nach zwei Stun-
den Hoffen legt sich meine Frau schlafen: "Weck mich, wenn sich was tut!"Es tut sich viel, aber bewegen tut sich nichts. Kinder spielen Fußball auf der Autobahn. Eltern pilgern zu der Shell-Tankstelle 500 Meter weiter. Jugendliche machen ihre Autos zu Discos. Motorräder schlängeln sich durch die drei Stauspuren. Man hört und sieht die Polizei. Hunderte Menschen spazieren auf der Autobahn oder gehen Gassi.
den Hoffen legt sich meine Frau schlafen: "Weck mich, wenn sich was tut!"Es tut sich viel, aber bewegen tut sich nichts. Kinder spielen Fußball auf der Autobahn. Eltern pilgern zu der Shell-Tankstelle 500 Meter weiter. Jugendliche machen ihre Autos zu Discos. Motorräder schlängeln sich durch die drei Stauspuren. Man hört und sieht die Polizei. Hunderte Menschen spazieren auf der Autobahn oder gehen Gassi.
Eine lächelnde Holländerin klärt uns auf: "Die bewegliche Autobahnbrücke vor uns ist verhakt und schließt nicht. Es kann noch lange dauern." Hinter uns manövrieren die Autos. Sie fahren in die verkehrte Richtung zurück zur letzten Autobahneinfahrt. Meine mutige Frau dreht auch um – Wohnmobil verrückt! Wir kriechen die Notspur zurück. 100 Meter weiter stoppt uns ein Polizist: "Die Brücke funktioniert wieder! Alles retour!"
Wir drehen uns wieder wie im Zirkus. Es beginnt wieder zu regnen. Und natürlich dämmert es. Die Autobahn wird zum absurden Kino. Bis die ersten Bremslichter leuchten. Und die Autoschlangen bewegen sich doch. Wir schleichen in die Nacht. Aber alles fließt.
Die Strandbar Tijn Akersloot ist ein Geheimtipp
Wir grübeln. Hätten wir doch in die Provence durchstarten sollen – zehn Stunden nonstop? Prasselnde Regentropfen trommeln eine melancholische Melodie. Wir erreichen den Badeort Zandvoort (der Name kommt von Sand und Furt). Hier hat schon Kaiserin Sissi von Österreich 1884 Ferien gemacht. Prächtige Jugendstilvillen. Und plötzlich – die Nordsee! Menschenleer. Schäumende Wellen. Schwarzes Meer. Endloser Sand. Und viele freie Parkplätze vor den dunklen Strandvillen. Am Ende des Boulevards: Lichter unten am Strand. Ein Gefühl wie Kolumbus.
Wir gehen im Regen zur Brandung und in die Strandbar Tijn Akersloot (Boulevard Paulus Loot 1). Ein Geheimtipp. Im Sommer: ein Menschenmagnet. Im Winter: eine Oase der Gemütlichkeit. Lebensmotto: "Von Badehose bis Wintermantel“. Sie ist 365 Tage und Nächte geöffnet – von 9 Uhr bis keiner mehr kommt. Es ist natürlich nicht Tahiti Plage bei St. Tropez – aber fast. Und vor allem: Es ist immer geöffnet! Wir haben unser seelisches Ziel erreicht – St. Tropez an der Nordsee. Am nächsten Morgen erwachen wir mit den Möwen. Ein Kaiserin-Sissi-Gefühl.
Die Welt ist voller kleiner Wohnmobil-Wunder
Es regnet weiter. Der Regen treibt uns heim. Auf dem Heimweg stoppen wir zum Mittagessen am Fischmarkt von Harderwijk (hier gibt es auch ein "Dolfinarium“). Wir finden das kleine Gourmet-Bistro Ratatouille (Vischmarkt 4–6). Das ist auch ein Geheimnis des Wohnmobil-Abenteuers: das Suchen und Finden von kleinen Restaurants oder Kneipen oder romantischen Orten. Die Welt ist voller kleiner Wohnmobil-Wunder.

Geschrei! Festnahme! Auf St. Pauli werden wir unsanft geweckt.
Bild: Norbert Körzdörfer
Es naht die letzte Nacht. Vier Stunden nach Hamburg. Wir freuen uns vor. Es war etwas kurz, aber auch lang genug. Als es am schönsten ist, kommen wir heim. In Holland gleiten wir gemütlich über die Autobahn – ohne aggressive Macho-Raser. Aber kaum sind wir in "Duitsland“, sind wir umzingelt von Dränglern, Rechtsüberholern und lichthupenden Rennrasern. Wir sehnen uns zurück nach den relaxten Niederlanden. Aber der Alltag hat uns wieder.
Wir wollen den letzten Abend als Auszeit-Abschied am Hamburger Hafen feiern – am spektakulären Wohnmobil-Pier neben der Kultbar StrandPauli. Hier gibt es Stellplätze mit Hafen-Panorama-View (St. Pauli Hafenstraße 89). Aber Pech im Glück: Die Strand-bar (mit Christbäumen) hat am Sonntag ab 17.30 Uhr geschlossen. Wir sind einen Drink zu spät. Aber wir haben ja unsere Bordbar! Der Hafen leuchtet auch wie ein Weihnachtsbaum. Und wir gucken "Tatort" mit iPad – eingeklemmt in der Lüftungsluke überm Bett. Sweet Homemobil.
Dann nach Mitternacht – das Horrormobil! Wir schlafen. Plötzlich quietschende Reifen. Schreie! 1.15 Uhr: Ein Polizeiauto stellt sich quer vor die Einfahrt – zehn Meter weg. Deutsch-englische Befehle: "STOPP!!! POLICE!" Drei mutmaßliche Drogenhändler fliehen vor der Polizei.
Zwei werden geschnappt. Ein Polizist arretiert einen Hünen am Auto: "You are in Germany! You have to stop. We have rules!" Er hat keinen Ausweis. Eine zierliche blonde Polizistin drückt den Riesen auf den Rücksitz des Polizeiautos – und setzt sich daneben. Zivilfahnder der Polizei durchsuchen die Umgebung mit Taschenlampen – nach Drogen.
Zwei werden geschnappt. Ein Polizist arretiert einen Hünen am Auto: "You are in Germany! You have to stop. We have rules!" Er hat keinen Ausweis. Eine zierliche blonde Polizistin drückt den Riesen auf den Rücksitz des Polizeiautos – und setzt sich daneben. Zivilfahnder der Polizei durchsuchen die Umgebung mit Taschenlampen – nach Drogen.

Ein letzter Abenteurer- Kaffee im Morgenlicht am Hafen.
Bild: Norbert Körzdörfer
Es wird eine Horrornacht der verdächtigen Geräusche. Ist es die klatschende Flut oder sind es Fußstapfen? Um 3 Uhr steht eine Gestalt vor unserem Wohnmobil – sie sucht nur den Parkautomaten. Um 5 Uhr zwitschern die Möwen (na ja, so ähnlich). Um 6 Uhr leuchtet die Dämmerung. Um 7.30 Uhr geht die erlösende Sonne auf. Die Welt erwacht. Der glühende Sonnenball spiegelt sich in der strahlenden Elbphilharmonie. Wir sind zu Hause. Gasherd. Flamme. Kaffee.
Autor: Norbert Körzdörfer
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