Carthago Malibu 640 LE: Fahrbericht
Comeback eines Klassikers

Früher VW, heute Fiat: Doch die Marken-DNA des neuen Malibu ist gleichgeblieben. Zwei Längen hat Carthago im Angebot. AUTO BILD REISEMOBIL hat den großen 640 LE getestet.
Bild: Angelika Emmerling
- Stefan Diehl
Es ist die klassische Selfmade-Erfolgsgeschichte: Camper Karl-Heinz Schuler entdeckt Ende der Siebziger, dass er nicht alleine ist mit seinem Wunsch nach gut gemachten Ausbau-Komponenten. Die Marktlücke schließt Schulers Firma Carthago, und bald baut die neue Tochtermarke Malibu komplette Wohnmobile: Der Hit auf Basis des populären VW Bus T3 heißt nicht umsonst so, er verkauft sich prima. Die Erfolgsformel: Qualität auch im Detail. Was geradewegs in die nächsthöhere Klasse führt: Reisemobile auf Ducato- und Sprinter-Basis. Denn der Bulli ist für verwöhnte Kunden mittlerweile schlicht zu klein geworden.
Im Überblick: Alles zum Thema Wohnmobile
Der neue Malibu kommt aus Slowenien

Die Innenreinrichtung ist hell und freundlich, aus hochwertigen Materialien und solide zusammengebaut.
Bild: Angelika Emmerling
Bei hochgeklappten Betten ist hinten Platz für eine Enduro
Die typischen Malibu-Käufer sind Paare mit kleinem Kind, häufig auch Oma und Opa plus Enkel. Weil sie ihre Touren aktiv gestalten wollen, brauchen sie Platz. Daran soll's hier nicht scheitern: Wer die Einzelbetten hinten hochklappt, hat genügend Platz für eine Enduro oder zwei E-Bikes. Im Heck sind auch die beiden Gasflaschen verstaut. Und sonst? Eine behagliche Sitzecke mit vier Plätzen, die zum Kinderbett verwandelt werden kann, ein komplettes Bad. Clou: Das WC kann mit einem Handgriff unters Heckbett geschwenkt werden, so bleibt mehr Raum beim Duschen. Auch gut: Die Nasszelle lässt sich mit einer stabilen Faltwand abteilen. Die Küche ist mit Gasherd, Spüle und Kühlschrank klassenüblich ausgestattet. Dazu reichlich Stauraum und Ablagen: Besonders gefallen hat uns der seitliche Auszug unter der Sitzbank. Hier ist auch Raum für einen Tresor (295 Euro), der die Reisekasse schützt. Ja, sprechen wir über Geld: Der 600 beginnt bei 41.450 Euro, der Große ist 3400 Euro teurer. Klingt nicht nach Erfolgshindernis.
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