CDU-Vize Laschet kritisiert Pkw-Maut
"Eintrittsgeld für Ausländer"

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Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet hat die Pkw-Maut scharf kritisiert. Die Pläne seien nicht europarechtskompatibel.
(dpa) Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet (Bild oben) hat die Maut-Pläne von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) scharf kritisiert. "Ich glaube nicht, dass der Vorschlag europarechtskompatibel ist. Aber selbst wenn er es wäre, bliebe er äußerst schädlich für zusammenwachsende Lebens- und Wirtschaftsräume, wie wir sie in Nordrhein-Westfalen bisher kennen", sagte der NRW-CDU-Chef der "Rheinischen Post" am 23. Juli 2013. Eine Maut auf allen Stadt-, Kreis- und Landesstraßen wirke wie ein Eintrittsgeld für Ausländer. "Dies ist so nicht im Koalitionsvertrag verabredet."
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