Spätestens die neue Mercedes A-Klasse hat bewiesen, dass Sprachsteuerungen das Autofahren deutlich erleichtern können. Was viele nicht wissen: Die Technik hinter den intelligenten Assistenten stammt meist nicht von den Autoherstellern selbst, sondern von Zulieferern wie "Cerence". Das US-amerikanische Unternehmen ist unter anderem für den BMW Intelligent Personal Assistent oder die Sprachverarbeitung des Mercedes MBUX verantwortlich. Neben der reinen Sprachverarbeitung befasst sich das Cerence aber auch mit Displaylösungen im Automobilbereich. Auf der CES 2020 stellte der Zulieferer neben der nächsten Generation von Sprachassistenten auch den Prototypen einer intelligenten Windschutzscheibe vor.

Sprachsteuerung wird smarter

Geht es nach Cerence, sind Aktivierungswörter à la "Hey Mercedes" in Zukunft nicht mehr nötig, um die Sprachsteuerung im Auto zu aktivieren. Das Auto soll von selbst erkennen, ob der Fahrer mit dem Fahrzeug spricht, oder ob er einen Beifahrer meint. Möglich macht diese Unterscheidung zum einen der Gewichtssensor im Beifahrersitz und zum anderen die Reaktionszeit des Beifahrers. Unterstützt wird das System außerdem durch eine Eyetracking-Kamera, die den Fahrer ständig beobachtet. Mit ihr soll es außerdem möglich sein, durch bloßes Hinsehen und Nachfragen Informationen über die Umgebung zu bekommen.

Infos wandern ins Fahrer-Sichtfeld

Die Infos können per Sprache ausgegeben, aber auch auf einer neuartigen Windschutzscheibe angezeigt werden. Die Scheibe hat Cerence in Zusammenarbeit mit dem Autoglaser Saint Gobain entwickelt. Sie ersetzt ein klassisches Head-up-Display und kann neben Wetter-Informationen auch Navigationsanweisungen oder Restaurant-Bewertungen anzeigen. Bis zur Serienreife wird es zwar noch etwas dauern – trotzdem zeigt Cerence mit seiner Entwicklung, wo es beim Thema Sprachsteuerung hingehen könnte!