Auch auf der CES 2025 (steht für "Consumer Electronics Show") mischten sich dieses Jahr wieder einige Autohersteller oder Zulieferer unters Volk und präsentieren ihre Innovationen. Dabei geht es neben neuen Autos auch um Antriebe, Infotainment-Innovationen und smarte Assistenzsysteme.
So zeigte Kyocera zum Beispiel ein neues 3D-Spiegel-System, das digitale Autospiegel (innen wie außen) durch eine KI-basierte Abstandskamera revolutionieren soll. LG-Innotek setzt auf ein neues Batteriesystem mit kabellosem Batteriemanagement. Aber eben auch Autohersteller sind mit neuen Konzepten auf der renommierten Technik-Messe vertreten.

BMWs "Neue Klasse" bekommt neues Infotainment

Die Studie "Vision Neue Klasse" hat BMW zwar bereits im Spätsommer 2023 präsentiert, für dieses Jahr wird nun die Serienversion angekündigt. Auf der CES haben die Bayern auf beeindruckende Weise gezeigt, welches Infotainment im Innenraum der elektrischen Limousine arbeiten wird. Das OS.X genannte System basiert auf der Technik von Android Open Source Project (AOSP).
BMW Operating System X
BMWs neues Infotainment kommt erstmals in der "Neuen Klasse" zum Einsatz, soll in Zukunft aber auch in andere Modelle einziehen.
Bild: BMW Group
Herzstück des neuen Systems ist das "BMW Panoramic Vision" genannte Display, das sich unterhalb der Frontscheibe befindet und über die gesamte Breite des Armaturenbretts erstreckt. Es zeigt nicht nur den Tacho an, sondern beinhaltet neben den wichtigen Fahrinformationen oberhalb des neu entwickelten Lenkrads noch frei personalisierbare Inhalte in der Mitte und im rechten Bereich des Displays.

Elaphe zeigt Radnabenmotor mit über 400 PS

Das slowenische Unternehmen Elaphe spezialisiert sich auf elektrische Motoren, die nicht wie üblich in der Fahrzeugmitte, sondern direkt an der Radnabe montiert sind. Auf der CES zeigten die Slovenen mit dem Sonic.1 ihre neueste Kreation, die in der Studie "Quintessenza" von Italdesign zum Einsatz kommt.
Elaphe Sonic.1
Der elektrische Radnabenmotor Sonic.1 ist für Felgengrößen ab 21 Zoll konzipiert und leistet über 400 PS in der Spitze.
Bild: AUTO BILD / Sebastian Friemel
Dieser elektrische Radnabenmotor soll auch die erste In-Wheel-Lösung sein, die mit einer Hochleistungsbremsanlage kompatibel ist. Der E-Motor sitzt am Felgenbett, dazwischen ist Platz für eine Bremsanlage mit einer 400-Millimeter-Scheibe. Das macht das System ideal für Hochleistungsfahrzeuge: Hier soll es zusätzlich zum Verbrennungsmotor als Antriebseinheit an der Front eingesetzt werden.

Bildergalerie

BMW Operatin System X
Honda 0 Saloon
Honda 0-Serie Saloon
Galerie "CES 2025: Neuheiten" mit 15 Bildern öffnen
CES 2025: Neuheiten
Im Falle des von Italdesign gezeigten Konzeptfahrzeugs werden alle vier Räder mit je einem Elektromotor ausgerüstet. Ein Motor allein bringt es auf eine Peak-Leistung von 300 kW (408 PS) und maximal 2500 Nm Drehmoment. Unterm Strich ergibt das eine Spitzenleistung von über 1600 PS. Das Besondere ist, dass man diesen Motor – obwohl er direkt an der Felge sitzt – nicht sehen kann.

Suzuki ist erstmals auf der CES vertreten

Suzuki feierte 2025 seine Premiere auf der Technikmesse in Las Vegas und zeigt dort gleich mehrere Konzepte. Dazu zählt eine vielseitige Plattform für elektrische Mobilität, die die von Suzuki entwickelte Technik eines Elektro-Rollstuhls als Basis für verschiedene Roboter-Lösungen nutzt. Eine davon ist der automatische Lieferroboter LM-A von Lomby.
Darüber hinaus zeigen die Japaner eine gemeinsam mit dem Tech-Unternehmen Applied EV entwickelte autonome Plattform im Kleinwagen-Format. Diese Plattform ist vor allem für den Einsatz in der Logistik ausgelegt und kann mit vielseitigen Aufbauten ausgerüstet werden.
Suzuki autonome Transporter-Plattform
Die autonome Transportplattform von Suzuki soll dem weltweiten Fahrermangel entgegenwirken.
Bild: AUTO BILD / Sebastian Friemel
Zusammen mit Glydways stellt Suzuki zudem ein städtisches Transportsystem vor, das autonom auf speziellen Fahrspuren fahren soll. Das sogenannte Glydcar ist für die urbane Mobilität ausgelegt und bietet Platz für vier Personen, die sich gegenübersitzen. Die Fahrzeuge bieten ausreichend Platz für Fahrräder und Gepäck. Außerdem sind sie vollständig ADA-konform (steht für "Americans with Disabilities Act"), um den Komfort für Rollstuhlfahrer zu gewährleisten.