Challenger Combo X150 Open Edition: Wohnmobil-Test
Der Challenger Combo auf Fiat Ducato-Basis ist erfrischend anders

Viele Kunden fragen sich, was besser für sie passt – ein kompakter Kastenwagen oder ein geräumiger Teilintegrierter? Challenger bringt mit dem Combo ein neues Konzept, das die passende Antwort sein könnte.
Bild: Magali Hauser / AUTO BILD
- Helene Schmidt
Auch Challenger macht nun auf schlanke Linie. Mit dem neuen Combo X150 setzt der französische Multimarkenkonzern Trigano den Trend zu schmalen Wohnmobilen fort. Als eine Art Zwitter zwischen Kastenwagen und Teilintegriertem präsentiert sich der Challenger Combo X150, den wir als Prototyp getestet haben.
Das ist er: Ein schmaler Reisegefährte mit nur 2,10 Meter Breite und modernem Innenraum. Holzmaserung sucht man dort vergeblich. Dafür dominiert eine klare Designlinie in Grau, Schwarz und Weiß mit roten Farbakzenten. Basisfahrzeug ist ein Fiat Ducato mit serienmäßig 140 PS. Der Grundpreis startet bei 59.990 Euro. Bestellungen sind ab Sommer möglich, die Auslieferung erfolgt dann ab Dezember 2021.
Unter den Sitzbänken des Challenger Combo gibt's zwei zusätzliche Sitze

Für einen leichteren Durchgang zum Fahrerhaus lässt sich der Esstisch klappen.
Bild: Magali Hauser / AUTO BILD
Das hat er: Einen durchaus ungewöhnlichen Grundriss. Beim Betreten des Fahrzeugs fällt zunächst die großzügige Vis-à-vis-Sitzgruppe auf. Die zwei gegenüberliegenden Sitzbänke bieten Platz für fünf Personen. Die Polster sind in modischem Grau meliert. Der Esstisch lässt sich für einen leichteren Durchgang zum Fahrerhaus einfach in der Mitte umklappen. Über dem Tisch sorgt eine elliptisch geformte Lampe für Licht. Das kreisförmige Design findet sich ebenfalls am Eingang und seitlich in einem praktischen Deko-Element bestehend aus Spiegel, Korkpinnwand und einer schieferähnlichen Platte. Der Clou der Sitzgruppe ist unter den Sitzbänken versteckt. Dort befinden sich zwei zusätzliche Sitze mit Dreipunktgurt, Isofix und verstellbarer Rückenlehne. So bietet der Combo während der Fahrt bis zu vier Personen Platz. Ansonsten passen bis zu sieben Camper in die Sitzgruppe, inklusive drehbarem Fahrer- und Beifahrersitz.
Motorisierung MultiJet II 140 Leistung 104 kW (140 PS) bei 3600 U/min Hubraum 2287 ccm Drehmoment 350 Nm bei 1400 U/min Höchstgeschwindigkeit k. A. Getriebe / Antrieb Sechsgang manuell / Vorderrad Tankinhalt / Kraftstoffsorte 75 l / Diesel Länge / Breite / Höhe 5990 / 2100 / 2750 mm Radstand / Bereifung 3800 mm / 225 / 75 R 16 CP Leergew. fahrbereit / Zuladung 2700 / 800 kg Anhängelast (gebremst / ungebremst) 2000 / 750 kg Material Wand / Dach / Boden Sandwich mit GFK Isolierung Wand / Dach / Boden XPS / XPS / XPS Liegefläche Hubbett L x B 1400 x 1900 mm Liegefläche Sitzgruppe L x B 1400 x 1900 mm Kühlschrank / inkl. Eisfach 134 l Herd 2 Flammen Bordbatterie 100 Ah Frisch- / Abwassertank 100/100 l Gasvorrat / Heizung 1x 11 kg / Eberspächer Diesel 4 kW Grundpreis ab 59.990 Euro Testwagenpreis k. A., da Prototyp
Motorisierung | MultiJet II 140 |
|---|---|
Leistung | 104 kW (140 PS) bei 3600 U/min |
Hubraum | 2287 ccm |
Drehmoment | 350 Nm bei 1400 U/min |
Höchstgeschwindigkeit | k. A. |
Getriebe / Antrieb | Sechsgang manuell / Vorderrad |
Tankinhalt / Kraftstoffsorte | 75 l / Diesel |
Länge / Breite / Höhe | 5990 / 2100 / 2750 mm |
Radstand / Bereifung | 3800 mm / 225 / 75 R 16 CP |
Leergew. fahrbereit / Zuladung | 2700 / 800 kg |
Anhängelast (gebremst / ungebremst) | 2000 / 750 kg |
Material Wand / Dach / Boden | Sandwich mit GFK |
Isolierung Wand / Dach / Boden | XPS / XPS / XPS |
Liegefläche Hubbett L x B | 1400 x 1900 mm |
Liegefläche Sitzgruppe L x B | 1400 x 1900 mm |
Kühlschrank / inkl. Eisfach | 134 l |
Herd | 2 Flammen |
Bordbatterie | 100 Ah |
Frisch- / Abwassertank | 100/100 l |
Gasvorrat / Heizung | 1x 11 kg / Eberspächer Diesel 4 kW |
Grundpreis | ab 59.990 Euro |
Testwagenpreis | k. A., da Prototyp |
Das Hubbett lässt sich stufenlos herabsenken

Eine klappbare Arbeitsplatte erweitert den Abstellplatz im Küchenbereich.
Bild: Magali Hauser / AUTO BILD
So viel Raum entsteht, weil die Konstrukteure auf ein festes Bett verzichtet haben. Geschlafen wird im neuen Challenger im gemütlichen und 1,40 Meter breiten Hubbett über der Sitzgruppe. Dieses lässt sich ganz einfach über einen Schalter in der Küche stufenlos herabsenken – entweder auf halbe Höhe mit einer Leiter als Einstieg oder auf Höhe der Sitzbank mit einem niedrigen Einstieg. Als weitere Schlafmöglichkeit bietet sich die zum Bett umbaubare Sitzgruppe an. Im Heck, wo sich sonst üblicherweise das Bett befindet, hat der Combo über die gesamte Breite eine großzügige Nasszelle. Toilette mit klappbarem Waschbecken und Dusche sind getrennt.
Für mehr Privatsphäre im Heck sorgt die Kleiderschranktür, die auch als Raumtrenner zwischen Wohnbereich und Bad fungiert. Direkt neben der Dusche ist ein schmales, aber hohes Staufach mit Zugang von außen und innen. Es dient als Heckgaragen-Ersatz und bietet Platz für Stühle und Tisch.
Weitere Themen: Feldbetten im Vergleich
Der Combo fährt sich entspannt wie ein Kastenwagen

Serienmäßig kommt der Combo auf Fiat Ducato mit 140 PS.
Bild: Magali Hauser / AUTO BILD
So fährt er: Dank seiner kompakten Außenmaße (2,10 Meter breit, 5,99 Meter lang) so einfach und entspannt wie ein Kastenwagen. Dazu trägt auch der sehr kurze Hecküberhang bei. Mit seinen serienmäßigen 140 PS ist der Combo sehr gut motorisiert. Wer mehr Power unter der Motorhaube braucht, kann optional den 160 PS starken Diesel in Kombination mit der Neunstufenautomatik wählen. Ein weiteres und durchaus interessantes Zusatzpaket beinhaltet DAB+-Radio mit Touchscreen, Freisprecheinrichtung und Rückfahrkamera. Preise für die Sonderausstattungen standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
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