Chevrolet Tahoe: Roadtrip durch den wilden Westen
Eine tierische Reise

In Kanada und dem Nordwesten der USA tummelt sich allerlei Getier am Straßenrand. Füttern verboten, fotografieren Pflicht. Redakteur Boris Pieritz spielte für zehn Tage den Heinz Sielmann von autobild.de.
- Boris Pieritz
Ein Rascheln, ein Brummen – danach quietschende Autoreifen. Rücksichtsloses Rückwärtsfahren aller anwesenden Verkehrsteilnehmer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit. Mitten in der wunderschönen Hochebene des Yellowstone Nationalparks. Es gibt nur eine Erklärung: Das muss er sein, der so heiß ersehnte Bär, den jeder USA- oder Kanada-Urlauber einmal im Leben vor seine Linse kriegen will. Nichts wie hin – es sind nur ein paar Meter. Und da taucht er auf, "mein" erster Grizzly außerhalb eines deutschen Tierparks. Er zottelt geschmeidig einen Geröll-Abhang hinunter, überquert seelenruhig die Straße, ohne uns gaffende Touristen auch nur eines Blickes zu würdigen. Dann tapst er zum Ufer des Yellowstone River, um nach Fisch zu jagen. Er ist majestätisch, er ist wild und irgendwie auch total schnuckelig – ich liebe ihn. Und es dauert nur ein paar Sekunden, dann hat mein felliger Freund auch schon seine erste schöne Regenbogenforelle zwischen den Hauern. Von nun an hasse ich ihn!
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Fisch und Steak an jeder Ecke
Um das leibliche Wohl muss man sich auch keine Sorgen machen. Wer die bekannten Fastfood-Ketten ansteuert, ist selber Schuld. Denn fast jedes schnuckelige Westernstädtchen hat entlang der Hauptstraße ein gutes Fischlokal oder ein anständiges Steakhouse zu bieten – kein Wunder, wo doch Rind, Reh oder Lachs vor der Haustüre groß werden. Für das flüssige Wohl sorgen diverse Micro Brewerys (Hausbrauereien), die im Nordwesten der Staaten zahlreich vertreten sind. Gutes und günstiges Übernachten entlang der Strecke bieten die Motels Days Inn, Quality Inn, Rodeway Inn oder Holiday Inn Express. Zelten ist auch fast überall erlaubt. Aber Vorsicht: Vergessen Sie nicht, Ihr schokoladiges Betthupferl entweder rechtzeitig zu vertilgen oder in sicherer Entfernung an einen Ast oder eine Wäscheleine zu hängen. Sonst bekommen Sie eventuell Besuch von meinem Freund, äh Feind, dem Grizzlybär.
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