(dpa/AUTO BILD) Der Automobilmarkt in China hat im vergangenen Jahr ein Wachstum verzeichnet, das den Erwartungen entsprach. Der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) gab am Donnerstag in Peking bekannt, dass die Auslieferungen von Pkw an die Endkunden im Dezember um neun Prozent auf 2,36 Millionen Fahrzeuge gestiegen sind. Für das gesamte Jahr ergibt sich daraus eine Steigerung von sechs Prozent auf insgesamt 21,7 Millionen Fahrzeuge, basierend auf den vorläufigen Zahlen des Verbands.
Bereits vor den Weihnachtsfeiertagen hatte der Lobbyverband eine Zunahme von etwas über fünf Prozent für das gesamte Jahr prognostiziert. Diese Zahlen stellen eine Beschleunigung des Wachstums gegenüber dem vorherigen Jahr dar, welches unter anderem durch Handelsstreitigkeiten, die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und Engpässe bei der Versorgung mit Elektronikchips beeinträchtigt war.
Für deutsche Automobilhersteller wie Volkswagen – einschließlich der Tochtermarken Audi und Porsche –, BMW und Mercedes-Benz ist der chinesische Markt von besonderer Bedeutung, da er der größte Einzelmarkt für ihre Produkte ist. Trotzdem nimmt der Konkurrenzdruck, insbesondere für Massenproduzenten, stetig zu. Chinesische Hersteller, vor allem im Bereich der Elektrofahrzeuge, setzen ausländische Marken zunehmend unter Druck. BYD, der chinesische Marktführer im Bereich der Elektroautos, konnte im vierten Quartal mit einem starken Wachstum auch global den bisherigen Spitzenreiter Tesla überholen.