Christian Lindner behält seinen Porsche 911
Lindner mit Kehrtwende beim Porsche-Verkauf

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Rolle-Rückwärts von Christian Lindner: Der frischgebackene Ex-Finanzminister und bekennende Porsche-Fan, wollte eigentlich erneut einen Schlussstrich ziehen – diesmal unter seinen aktuellen Klassiker. Der FDP-Chef hatte angekündigt, sich von seinem Porsche 911 trennen zu wollen.
Nach seiner Entlassung ist das nun aber doch keine Option mehr. Hintergrund: Mit dem Job in der Regierung verliert Lindner auch seinen Dienstwagen. "Der ist weg. Jetzt brauche ich das alte Auto doch", erklärt der FDP-Chef auf X. Dazu postet er ein Foto, das ihn in einer Berliner S-Bahn zeigt. "Gedankenspiele beendet", schreibt Lindner mit einem lachenden Smiley.
Dabei hatte er noch vor ein paar Wochen im Gespräch mit dem "F.A.Z.-Magazin" verraten: "Ich bin so langsam offen für etwas anderes." Selbst den Lesern preiste er seinen Porsche an: "Wenn eine der Leserinnen oder einer der Leser Interesse an einem klassischen Porsche hat, könnte sie oder er sich melden."
Christian Lindners Porsche 911 hat nur 23.000 km auf der Uhr
Der Porsche, den Lindner jetzt doch nicht mehr loswerden möchte, ist ein echtes Schmuckstück. Baujahr 1982, schwarze Lackierung, schwarze Felgen und schwarze Innenausstattung – eine dunkle Schönheit auf vier Rädern. Angetrieben wird der Oldtimer von einem Sechszylinder-Motor mit 180 PS, der den Wagen in sieben Sekunden auf Tempo 100 bringt. Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h.

Seinen Job als Finanzminister ist er gerade erst los, jetzt will sich Christian Lindner auch von seinem Porsche trennen.
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"Der Wagen hat nur 23.000 Kilometer in 42 Jahren", betont Lindner stolz. Die Einstufung "Kategorie 1 minus" belegt zudem, dass sich der 911 in einem ausgezeichneten Zustand befindet – fast wie frisch aus dem Werk.
Oldtimer statt Neuwagen
Nicht ganz logisch ist die aktuelle Erklärung mit dem Dienstwagen-Aus allerdings, weil Lindner auch nach dem Verkauf eigentlich bei Oldies bleiben wollte. "Ein altes Auto hat Charakter und Geschichte. Daran würde ich festhalten", erklärte der Ex-Minister. In einem früheren Interview hatte er bereits eine klare Vorstellung, auf welches Modell er mal umsteigen könnte: ein Mercedes 300 SEL 6.3, ein BMW M635CSi, ein Porsche Turbo oder gar ein Ferrari 360 Spider.
Porsche-Fan trotz Kritik
Christian Lindner hat seine Leidenschaft für Porsche-Klassiker nie versteckt – auch nicht, als Kritik laut wurde. 2023 verteidigte er sein Hobby offensiv: "Wer ein Problem damit hat, dass ich von meinem verdienten und versteuerten Geld einen 40 Jahre alten Porsche kaufe, der soll in Gottes Namen was anderes wählen."
Die Leidenschaft für Porsche begann für den Politiker schon früh. Mit 19 erfüllte er sich seinen ersten automobilen Traum: einen gebrauchten Porsche Boxster 2.5. "Vielleicht war es nicht besonders klug, aber es war ein lang gehegter Wunsch", sagte er mal.
Fest steht: Der Porsche 911 bleibt jetzt erst mal in Lindners Besitz und Garage: Der Wagen bleibt damit nicht nur ein Klassiker, sondern wird auch ein Stück deutscher Autogeschichte – jetzt mit einer politischen Note.
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