Chrysler auf der NAIAS
Studien als Schrittmacher

Nach der Trennung von Daimler und einer tiefroten Jahresbilanz 2007 setzt Chrysler in Detroit auf futuristische Studien. Schöne Fingerübungen oder künftige Moneymaker?
- Joachim Staat
Als der Renegade Concept, ein sympathisch-kleiner grüner Strand-Buggy, auf die Bühne rollt, da brandet spontaner Beifall von den voll besetzten Tribünen. Jeep lebt und darf sich auf der NAIAS 2008 ungeteilter Sympathien sicher sein. Chryslers Design-Chef Trevor Creed, der in Detroit seine Babys vorstellt, ist die Genugtuung schon auf 50 Meter Entfernung anzusehen. An Ideen mangelt es jedenfalls nicht, wenn böse Gerüchte über das Schicksal der Marke nicht verstummen wollen. Chrysler könnte in der Zukunft so strahlend dastehen. Könnte, doch der dritte US-Hersteller musste für 2007 einen Verlust von 1,3 Milliarden Dollar melden. Im Jahr eins nach der Scheidung von Daimler steht Chrysler am Scheideweg. Da war wenig hilfreich, dass der neue Boss Bob Nardelli verkündet hat, seine Firma sei operativ bankrott. Wird der neue Besitzer, die Finanzgruppe Cerberus, die 80,1 Prozent der Anteile hält, die Geduld bewahren? "Cerberus steht voll hinter uns", versichert Nardelli auf der Messe.
Dodge in Deutschland erfolgreich

Bild: Bernd Hanselmann
Galgenhumor ist angesagt

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