Wohnmobil-Vorstellung Concept Marco Polo

Wohnmobil-Vorstellung Concept Marco Polo

Concept Marco Polo: Wohnmobil-Vorstellung

Hallo, Camper der Zukunft

Auf dem Caravan Salon war er einer der Zuschauermagneten: der Concept Marco Polo. Jetzt durfte ihn AUTO BILD REISEMOBIL exklusiv testen.
Das erste Kennenlernen beginnt mit Widerworten. Auf den Sprachbefehl "Hey Mercedes! Mach dich abfahrbereit!" ertönt aus den Lautsprechern dieses einmaligen Wohnmobils die recht selbstbewusste Antwort: "Okay, wenn du unbedingt willst. Mir hätte es hier noch gefallen!" Nur wenige Sekunden später geht es dann aber doch los: Das elektrische Aufstelldach senkt sich, die Markise fährt ein, die hintere Sitz- und Liegebank stellt sich in eine aufrechte Position, die gemütliche Ambientebeleuchtung erlischt, und das Luftfahrwerk senkt das gesamte Fahrzeug ab. Alles automatisch, ohne dass ich noch einen Knopf drücken muss.

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Die Arbeit der Ingenieure ist noch nicht zu Ende

Als Basis dient ein Serienmodell des Marco Polo. Die Beklebung verrät, dass es sich hier um einen Prototyp handelt.

Das Hightech-Mobil und ich stehen auf dem Alb-Camping in Westerheim. Es ist das erste Mal, dass Mercedes diesen Konzeptcamper in seine natürliche Umgebung lässt. Bis jetzt durfte der neueste Marco-Polo-Spross die klimatisierten Hallen nicht verlassen. Die Premiere fand im Sommer 2018 auf dem Caravan Salon statt. Aber heute, da dürfen wir ihn uns in freier Natur exklusiv anschauen und testen, ob das hypermoderne Mobil wirklich kann, was Mercedes verspricht. Das ist er: Ein seriennahes Konzeptfahrzeug auf Basis des aktuellen Marco Polo. Mit diesem will Mercedes beweisen, dass ein vollvernetztes Reisemobil schon heute möglich ist. Auch nach mittlerweile sechs Monaten Entwicklungszeit ist die Arbeit der Ingenieure noch nicht zu Ende. Die Funktionen werden stetig weiterentwickelt. Auch die Kunden sind dabei gefragt: Wie praxistauglich bestimmte Zusatzfunktionen sind und ob sie in Serie gehen, bestimmen sie mit. Über Preise spricht Mercedes (noch) nicht, unser Exemplar hier ist unverkäuflich.
Überblick: Alles zum Thema Wohnmobile

Die digitale Vollvernetzung kommt 2019 ins Angebot

Video: Mercedes Concept Marco Polo (2018)

Reisemobil der Zukunft

Das hat er: Das technische Herzstück heißt Mercedes-Benz Advanced Control (MBAC). Diese Schnittstelle verbindet das Basisfahrzeug mit dem Aufbau und übernimmt die Vernetzung der Fahrzeugfunktionen. Dieses System ist ausgereift und wird im Sprinter bereits 2019 für Reisemobilhersteller angeboten. Dabei handelt es sich durchaus nicht nur um technische Spielereien. Die Funktionen sind sehr praxisnah gedacht: Per App, Touchscreen oder Sprachbefehl kann zum Beispiel der Füllstand der Gasflaschen und der Frisch- und Abwassertanks erfragt werden. Von der Rückbank, dem Fahrersitz oder von unterwegs lässt sich das Ablassventil des Grauwassertanks öffnen. Das Einstellen der passenden Temperatur für die Kühlbox und Heizung ist kinderleicht. Auch der Ladezustand der Solarmodule ist auf einen Blick sichtbar. Voll digital öffnen und schließen Aufstelldach und Markise. Ebenfalls zentral steuern lassen sich Luftfederung, Türverriegelung, Soundsystem, Innenbeleuchtung, Sitzbank sowie die Trittstufe.

E-Bikes können mittels der Solarmodule nachtanken

Der neue Fahrradträger ist E-Bike-tauglich. Zudem lässt er sich einfach zur Seite drehen und die Heckklappe ohne Probleme öffnen.

Zusätzlich zur digitalen Vollvernetzung zeigt Mercedes einige weitere technische Besonderheiten beim Concept Marco Polo: Der neu entwickelte Fahrradgepäckträger wird einfach zur Seite geschwenkt. So lässt sich die Heckklappe öffnen, auch wenn der Träger voll beladen ist. Mit dieser Haltevorrichtung können auch E-Bikes transportiert werden, die durch eine Verbindung zu den Solarmodulen auf dem Dach Strom nachtanken können. Mit 4 kW Leistung versorgen die Module nicht nur E-Bikes, sondern auch Kühlbox und sonstige Verbraucher im Mobil. Ein Stück mehr Autarkie für den kleinen Camper. Ein deutliches Komfortplus während der Fahrt und am Stellplatz bringt die Luftfederung, die Unebenheiten von bis zu 14 Zentimetern ausgleichen kann. Auffahrkeile gehören so der Vergangenheit an.
Eine weitere Besonderheit für mehr Privatsphäre ist der Versuch, mit Flüssigkristallen im Glas die Fenster auf Wunsch zu verdunkeln und blickdicht zu machen. Vorhänge und Jalousien haben somit ebenfalls ausgedient. Bei so viel Ausblick in die digitale Zukunft ist das Gefühl des Campingurlaubs zum Glück noch analog. Das Abendessen auf dem Herd duftet, das Bett ist schon gerichtet für die Nacht – und das Gefühl der Freiheit unbeschreiblich!

Wohnmobil-Vorstellung Concept Marco Polo

Concept Marco PoloConcept Marco PoloConcept Marco Polo

Helene Schmidt

Fazit

Ganz entspannt vom Campingstuhl aus das Fahrzeug steuern – das ist genial! So sieht für mich die Zukunft des Campings aus. Ob alles so in Serie geht, bleibt abzuwarten. Vor allem die Reaktion der Kunden entscheidet, welches Feature weiterentwickelt wird und welches nicht. Urteil: 4,5 von fünf Punkten

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