Corona: Auto zulassen, Zulassungsstellen, Online-Zulassung

Corona: Auto zulassen, Kfz-Zulassung, Online-Zulassung

Kann ich jetzt noch mein Auto zulassen?

Die Corona-Pandemie erschwert auch die Kfz-Zulassung. Nur noch rund jede zehnte Zulassungsstelle arbeitet ohne Einschränkungen. Doch es gibt eine Alternative!
Zulassungsnotstand in Deutschland wegen der Corona-Krise: Das Coronavirus schränkt Autobesitzer bei der Inbetriebnahme ihres Fahrzeugs vehement ein! Überall im Bundesgebiet machten Zulassungsstellen dicht. Nach Auskunft der Firma Kroschke, einem der führenden Zulassungsdienstleister in Deutschland, ist nur noch jede zehnte Zulassungsstelle ohne Einschränkung geöffnet. Das führt gerade Anfang April zu Engpässen, denn in diesem Monat werden traditionell viele Autos und Oldtimer wieder zugelassen.
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Viele Ämter und Kreisverwaltungen verkürzten wegen der Ansteckungsgefahr die Öffnungszeiten oder schlossen wegen interner Coronafälle gleich ganz, was auch Zulassungs- und Führerscheinstellen berührt. Laut einer Kroschke-Liste arbeiteten (Stand 6. April 2020) 35,6 Prozent der rund 800 Zulassungsstellen in Deutschland nur noch mit Termin, etwa ebenso viele (32,5 Prozent) mit anderen Einschränkungen, etwa kürzeren Öffnungszeiten. 5,8 Prozent bedienten nur noch Gewerbekunden, 16,1 Prozent waren ganz geschlossen. "Wir pflegen diese Liste täglich, sind aber auch nicht gänzlich frei von Fehlern. Es ist insgesamt sehr unübersichtlich", beurteilt Geschäftsführer Philipp Kroschke die Lage gegenüber AUTO BILD.

Wer kein Saisonkennzeichen hat, muss warten

Oftmals werden nur noch Notfälle bearbeitet, ebenfalls meist nach Terminvergabe. Die Anmeldung von Oldtimern, Motorrädern, Cabrios oder Wohnmobilen gehört meist nicht dazu. Wer jetzt nicht schon ein Saisonkennzeichen besitzt, hat somit ein Problem und muss mit dem Zulassen und Fahren warten. Auch Kurzzeit- und Zollkennzeichen werden vielfach nicht mehr ausgegeben. In den allermeisten Behörden, also auch in den Zulassungsstellen, gibt es Termine derzeit nur nach persönlicher Vereinbarung. Diese können meist telefonisch oder online gemacht werden. Der Grund ist, dass größere Menschengruppen in Warteräumen – wie auch in Kneipen, Konzertsälen oder Kinos – vermieden werden sollen. Kunden werden oft dazu aufgerufen, erst wenige Minuten vor ihrem Termin die behördlichen Räume aufzusuchen und somit unnötigen Kontakt zu anderen Besuchern zu vermeiden.

Besonders prekäre Lage in Berlin

In Deutschlands Hauptstadt Berlin ist laut offizieller Mitteilung "der Dienstbetrieb des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten bis auf Weiteres deutlich eingeschränkt". Neue Termine werden "priorisiert nach bestimmten Berufsgruppen und Eingangsdatum" vergeben. Eine Stichprobe bei mehreren Landkreisen ergab stets die gleiche, ungute Lage: "Fahren Sie Ihren alten Wagen lieber noch eine Weile, anstatt sich einen neuen zu kaufen", hieß es dort – man komme selbst mit den Notfällen nicht hinterher. Oder an anderer Stelle: "Es ist mit weiteren, drastischen Einschränkungen zu rechnen." In den Großstädten Hamburg, Stuttgart und München gelten die oben beschriebenen terminlichen Einschränkungen.

Abmeldung auch übers Ordnungsamt

Was können Autobesitzer tun, die in der Corona-Krise dringend ein Auto an- oder abmelden wollen? Die Abmeldung eines Kraftfahrzeugs ist in vielen Kommunen relativ unbürokratisch über die Bürger- oder Ordnungsämter möglich, die Notdienste anbieten. Aber auch hier sollten Sie bereits mit längeren Wartezeiten rechnen.

Online-Zulassung ist nicht überall möglich

Eine Neuzulassung ist online seit Oktober 2019 möglich, klappt aber noch nicht überall.

Eine Alternative zum Behördengang ist die Online-Zulassung – zumindest offiziell. Seit dem 1. Oktober 2019 gilt die dritte Stufe der internetbasierten Kfz-Fahrzeugzulassung (i-kfz). Nach Ab- und Ummeldung soll damit flächendeckend auch die Erstzulassung von neuen Fahrzeugen oder die Umschreibung auf einen neuen Halter rein digital möglich sein. Mitte Februar 2020 monierte der Deutsche Städtetag noch, dass es an der Umsetzung hapert. So war erst die Hälfte der deutschen Zulassungsstellen in der Lage, online Neuzulassungen durchzuführen. Zudem gibt es besondere technische Voraussetzungen: Halter müssen im Besitz eines neuen Personalausweises mit aktivierter eID-Onlinefunktion sein und ein Lesegerät oder ein Smartphone mit NFC-Chip besitzen (was Sie dabei beachten müssen, lesen Sie hier). Auch müssen die Zulassungsbescheinigungen 1 und 2 (vormals Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief) über einen Sicherheitscode verfügen, der bei einem Halterwechsel online freigerubbelt werden kann. Das ist bei der Bescheinigung 1 seit 2015 der Fall, bei der Bescheinigung 2 seit 2018. In der Praxis dürfte das Ummelden online also bei Fahrzeugen möglich sein, die seit 2015 neue Papiere bekommen haben. Bislang war die Akzeptanz der Online-Methode im Übrigen sehr niedrig, die Autobesitzer gingen meist lieber zum Amt. Das könnte sich in Zeiten des Coronavirus ändern!
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