Der "Performance Grand Slam" geht in die Halbzeit. Nürburgring und Eurospeedway sind geschafft. Die Ergebnisse überraschten positiv wie negativ. Noch immer sind die vier Sportwagen beulenfrei im Rennen. Runde drei der Rennstrecken-Tour wird auf der AUTO BILD SPORTSCARS-Hausstrecke, dem Sachsenring, ausgetragen. Heimvorteil – nun zählen keine Ausreden von wegen mangelnder Streckenkenntnis. Hier kennen wir fast jede Welle, jeden Kerb.

Performance Grand Slam: Jagd auf den Porsche 911er, Teil 1

Audi TT RS Plus
Der rote TT lässt sich in keiner einzigen Ecke aus der Spur bringen.
Audi Im Vergleich zum Großserien-TT kommt der TT RS Plus mit speziell entwickelten Dämpfern. Dazu liegt die Karosserie um zehn Millimeter tiefer. Für 1100 Euro Aufpreis hat der TT eine elektronische Dämpfer-Regelung – Audi magnetic ride – an Bord. Drücken der S-Taste beeinflusst die Dämpferkennlinie für eine dynamischere Fahrwerksabstimmung sowie die Gaspedalkennlinie und ein progressiveres Ansprechverhalten des Motors. Außerdem aktiviert die Taste die Klappensteuerung der Abgasanlage für einen sportlicheren Sound.
BMW M3 Coupe Competition
Der BMW M3 verliert wegen weicher Gummis leider zu viel Zeit.
BMW Der Test-M3 ist mit dem Competition-Paket (4300 Euro) ausgerüstet, welches das normal 1900 Euro teure elektronische Fahrwerk EDC beinhaltet. Bei der Competition-Variante ist eine Tieferlegung um zehn Millimeter und eine verschärfte Abstimmung der Dämpferkennlinien inbegriffen. Dabei wird hauptsächlich der Zug, also das Ausfedern, eingestellt. Auf Strecken mit vielen Wechselkurven und notwendigen Federwegen ist Stufe eins besser, auf topfebenen Tracks ist man komplett hart in Stufe zwei schneller unterwegs.

Performance Grand Slam: Jagd auf den Porsche 911er, Teil 2

Chevrolet Corvette Grand Sport
Mit teilweise etwas Übersteuern verliert der Amerikaner wichtige Zehntel auf den Carrera S.
Chevrolet Die Grand Sport ist mit dem 1668 Euro teuren Magnetic Selective Ride Control-Fahrwerk ausgestattet. Dessen Stoßdämpfer sind mit einer magnetorheologischen Flüssigkeit gefüllt, die im Vergleich zur herkömmlichen Hydraulikflüssigkeit mit mikroskopisch kleinen, magnetisch polarisierbaren Metallpartikeln durchsetzt ist. Über die elektronische Anbindung ist es nun möglich, ein Magnetfeld im Stoßdämpfer zu erzeugen, wodurch sich Ansprechverhalten und Härte des Stoßdämpfers ändern. Die Rundenzeiten wurden alle in "Sport" gefahren.
Porsche 911 Carrera S
Dem Porsche 911 fehlen bei der Rundenzeit nur vier Zehntel auf den GT3 RS.
Porsche Zum Grand Slam trat der 911 S mit dem ab Werk optionalen Paket aus Porsche Dynamic Chassis Control PDCC (4033 Euro) und PASM-Sportfahrwerk an. Die Dämpfung ist manuell per Taste in der Mittelkonsole einstellbar. Ein normaler Carrera S liegt gegenüber der Basis schon um zehn Millimeter tiefer, mit dem PASM kommen darüber hinaus noch mal zehn Millimeter Tiefgang hinzu. Übrigens: Zu diesem Extra-Paket gehören eine aerodynamisch angepasste Bugspoilerlippe und eine modifizierte Ausfahrhöhe des Heckspoilers.
Weitere Details zu den Sportlern und wer am Ende das Rennen auf der Sachsenschleife macht, erfahren Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel gibt's im Online-Heftarchiv als PDF-Download.

Fazit

von

AUTO BILD
Unglaublich, aber wahr. Der 911 fährt auf der SPORTSCARS-Hausstrecke schneller als ein GT3 und hängt die drei "Performance Grand Slam"-Gegner klar ab. Der Corvette ist die "kleine Nordschleife" doch etwas zu kurvenreich. Sie kann ihre Bärenkraft auf dem schnellen Stück nicht in wichtige Zehntel ummünzen. Der TT fährt unspektakulär und schnell, dem M3 vermiesen die hohen Außentemperaturen eine schnellere Runde. Seine 18 Sekunden Rückstand auf den 911 nach drei Grand-Slam-Runden sind schon sehr deutlich. Die Corvette bleibt allerdings in Schlagdistanz.