Amsterdamer packen ihre Seitenspiegel in Kevlarbeutel
Das hat es mit den eingepackten Spiegeln auf sich

Immer mehr Niederländer stecken ihre Seitenspiegel in Beutel. Doch nicht etwa als Frostschutz – der Grund ist ein ganz anderer!
Bild: Instagram / exploreamsterdamwithme
Inhaltsverzeichnis
Wie Autoblog berichtet, tritt das Phänomen vor allem in wohlhabenden Wohnvierteln auf. Weil es dort kaum Garagen oder andere geschützte Stellplätze gibt, müssen hochpreisige Autos an der Straße geparkt werden. Und genau dort scheinen Spiegel-Diebe ihr Unwesen zu treiben.
Autobesitzer in Amsterdam packen ihre Seitenspiegel deshalb in spezielle Beutel aus Kevlar – ein Material, das man von kugelsicheren Westen kennt. Es hält nicht nur Geschosse ab, sondern ist auch besonders schnittfest. Damit sich die Hüllen nicht einfach abziehen lassen, werden sie am Spiegelfuß mit einem Schloss gesichert. So sollen Diebe nicht an die Spiegel gelangen, ohne sie zu beschädigen.
Diese speziellen Diebstahlschutz-Hüllen lassen sich die niederländischen Autobesitzer offenbar einiges kosten. AUTO BILD hat ein Set bei Amazon gefunden: Preis: 275 Euro!
Das dürfte es vielen Autobesitzern jedoch wert sein. Denn die Erneuerung der Seitenspiegel kostet je nach Modell mehrere Tausend Euro. So betragen allein die Ersatzteilkosten für einen Spiegel eines Porsche 911 (992) mehr als 1200 Euro.
Der Spiegel-Diebstahl ist nur das jüngste Beispiel für eine Entwicklung, bei der nicht mehr ganze Autos, sondern gezielt wertvolle Einzelteile entwendet werden. Anfang 2024 berichtete AUTO BILD etwa über gestohlene Scheinwerfer bei Porsche-Modellen.
Und bei Autoteilen hört es nicht auf: Auch über Spritdiebstahl wird weiterhin regelmäßig berichtet.
Service-Links

