Der neue VW Golf GTI (2009)
Golf GTI, der Sechste

Der Mythos VW Golf GTI fährt in die sechste Runde – mit 210 PS fast doppelt so stark wie GTI Nummer eins und mit 26.650 Euro rund viermal so teuer. Alle neuen Infos und Fotos zum Golf GTI!
- Stephan Bähnisch
1976 fing es an: Der VW Golf GTI erblickte das Licht der Welt. Ein neues Segment wurde begründet, der Name GTI prägt es bis heute. Damals leistete der GTI 110 PS und kostete 13.850 D-Mark. Ein Auto, das erschwinglich war und den Namen Volks-Porsche durchaus verdiente. Am 4. April 2009 geht nach bisher 1,7 Millionen verkauften Exemplaren Generation sechs an den Start. Mit 210 PS kitzelt der jüngste VW Golf GTI noch einmal zehn Pferdchen mehr aus den Zweiliter-TSI als der Vorgänger VW Golf VI GTI und fast doppelt soviele wie der Ur-GTI. 240 km/h Spitze sind fünf km/h mehr als bisher und 58 mehr als als beim ersten GTI. Der Motor ist laut VW nicht einfach eine leistungsgesteigerte Variante des Vorgängers, sondern eine Neuentwicklung und erfüllt die Euro 5-Norm. Das maximale Drehmoment von 280 Newtonmetern ruft der TSI zwischen 1700 und 5200 Touren ab, nach 6,9 Sekunden knackt der neue VW Golf GTI die 100-km/h-Marke. Dabei soll er 7,3 Liter Super plus (minus 0,7 l/100 km) verbrauchen.
Elektronische Quersperre gegen Untersteuern
Erstmals kommt serienmäßig die elektronische Quersperre (XDS) im GTI zum Einsatz. Sie soll das Kurvenverhalten und die Traktion neu definieren. Sobald die Elektronik erkennt, dass das kurveninnere Rad der Vorderachse bei schneller Fahrt zu sehr entlastet wird, baut die ESP-Hydraulik an diesem Rad gezielt einen Bremsdruck auf, um wieder die optimale Traktion herzustellen. Das für Fronttriebler typische Untersteuern soll so entfallen. Neu ist auch die neu konzipierte Abgasanlage (je ein Endrohr links und rechts) inklusive "Soundgenerator" – das System verstärkt den Soundtrack des Golf GTI auch ins Cockpit. Sechs handgeschaltete Gänge inklusive Schaltempfehlungsanzeige sind Serie, das DSG mit sechs Stufen gibt's gegen Aufpreis. Dann rennt der GTI zwei km/h langsamer und konsumiert einen Zehntel Liter mehr, betört dafür beim Runterschalten mit einer prestigeträchtigen Zwischengas-Einlage.
Die Liste der Extras ist lang

Bild: Martin Meiners
Innen vieles wie gehabt
Innen bleibt sich der GTI treu: Die Sportsitze mit Lordosestütze sind traditionsgemäß mit Karo-Stoff bezogen, Leder kostet Aufpreis. Neu sind aktive Kopfstützen, auf denen das GTI-Zeichen prangt. Natürlich gibt's eine Pedalerie mit Kappen aus gebürstetem Edelstahl, einen GTI-spezifischen Schalthebel in Alu-Optik und ein unten abgeflachtes Lederlenkrad samt roten Ziernähten mit Griffmulden und GTI-Emblem. Dachhimmel und Dachsäulen-Verkleidungen sind in Schwarz gehalten. Schwarze, hochglänzende Details in Metalloptik werden mit "Chrom-Applikationen in Seidenmatt" kombiniert – so jedenfalls bezeichnet VW diesen Stil (siehe Bildergalerie).
Die Mischung macht's

Bild: Martin Meiners
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