Dreamer D64 Select Saphir mit ungewöhnlichem Grundriss
Diese Neuheit im Innenraum dürfte die Meinungen spalten
Die Küche auf der "falschen Seite", ein Queensbett statt des klassischen Heckbetts – beim Dreamer D64 ist vieles anders. Die Franzosen trauen sich etwas, dass die Messebesucher stutzen lässt. Geht das Konzept auf?
Bild: AUTO BILD / Lisa Busse
Beim Caravan Salon Düsseldorf 2026 werden viele neue Kastenwagen präsentiert. Die meisten folgen dabei einem vertrauten Rezept: Küche an der Schiebetür, Bad in der Mitte und das Bett über die gesamte Breite im Heck.
Der neue Dreamer D64 Select Saphir geht jedoch einen anderen Weg und dürfte für Diskussionen sorgen. Denn das Herzstück des 6,36 Meter langen Kastenwagens ist ein Merkmal, das man normalerweise nur aus teil- oder vollintegrierten Wohnmobilen kennt.

Von außen wirkt der Dreamer D64 wie ein normaler Kastenwagen, aber innen wartet die Überraschung.
Bild: AUTO BILD / Lisa Busse
Queensbett im Heck
Der Dreamer D64 und auch sein baugleicher Markenbruder, der Rapido V64, setzen auf ein Queensbett. Heißt: Das Bett ist zum Ende abgerundet und reicht nicht wie andere typische Heckbetten bis zu den Innenseiten des Kastens. Sieht sehr elegant aus, kostet jedoch Liegefläche.

Das Queensbett verdeckt den Stauraum und sorgt so für einen aufgeräumten Eindruck im Heck.
Bild: AUTO BILD / Lisa Busse
Diese beträgt hier nur noch 1,40 m x 1,95 m. Das Ende des Betts lässt sich hochklappen, sodass der große Stauraum darunter genutzt werden kann. Das neue Design zwingt die Entwickler außerdem dazu, die klassische Raumaufteilung komplett neu zu denken.
Küche auf der gegenüberliegenden Seite
Um das frei stehende Doppelbett unterzubringen, musste die übliche Kastenwagen-Architektur im wahrsten Sinne des Wortes auf links gedreht werden. Die Küche sitzt deshalb nicht an der Schiebetür, sondern hinter dem Fahrersitz längs zur Fahrtrichtung. Die Sitzbank wandert direkt an den Einstieg.

Schon der Blick durch die Seitentür lässt einen kurz innehalten. Die Sitzbank direkt am Eingang? Das sieht man selten.
Bild: AUTO BILD / Lisa Busse
Dadurch entsteht eine ungewöhnliche, aber durchaus interessante Raumaufteilung, die einen direkt beim ersten Öffnen der Tür stutzen lässt. Einen Tisch sieht man zunächst nicht. Dieser ist über einen Auszug aus der Küchenzeile herausziehbar und nimmt dann die gesamte Mitte des Campers ein.
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Durch die drehbaren Vordersitze finden vier Personen am Tisch Platz. Nachteil: Während der Tisch ausgezogen ist, kommt man nicht daran vorbei, dafür reicht der Platz nicht. Auch der Abstand der Dinette zur Tischplatte ist knapp bemessen. Große oder breite Personen dürften hier beim Sitzen Probleme bekommen.

Der Tisch lässt sich über einen Schwerlastauszug über die gesamte Breite des Fahrzeugs herausziehen.
Bild: AUTO BILD / Lisa Busse
Seltenes Konzept im Kompaktsegment
Der D64 zählt zu den spannendsten Kastenwagen der diesjährigen Messe. Ein Queensbett in einem nur 2,05 Meter breiten Kastenwagen ist bislang eine echte Ausnahme. Natürlich bringt das Konzept auch Kompromisse mit sich. Der ungewöhnliche Grundriss kostet im Wohnbereich etwas Bewegungsfreiheit.
Der Schlafbereich ist dafür deutlich strikter vom Rest des Fahrzeugs abgetrennt. Das Bad befindet sich nun auf der rechten Seite in Fahrtrichtung gesehen, hat aber nicht von seinem Komfort eingebüßt. Der D64 bekommt das bekannte Schwenkbad, womit sich durch einen Handgriff eine Duschkabine zaubern lässt.

Die linke Wand des Bads inkl. Waschbecken lässt sich nach rechts wegschwenken. So entsteht eine Duschkabine.
Bild: AUTO BILD / Lisa Busse
Umfangreiche Ausstattung serienmäßig
Das auf dem Caravan Salon ausgestellte Fahrzeug trägt die Zusatzbezeichnung "Select Saphir". Laut Datenblatt misst der Kastenwagen eine Länge von 6,36 Meter, eine Breite von 2,05 Meter und eine Höhe von 2,63 Meter bei einem Gewicht von 3,5 Tonnen. Die Sonderedition hat zudem Extras wie:
- Fiat Ducato 140 PS
- 9-Gang-Automatik
- Stoßstange in Wagenfarbe lackiert
- 16-Zoll-Leichtmetallfelgen
- Panorama-Dachfenster
- Lithium-Batterie mit 150 Ah
- Solarmodul mit 150 Watt
- Pioneer-Multimediasystem mit 9-Zoll-Touchscreen
- verstärkte Luftfederung an der Hinterachse
- beheizter Abwassertank
Das ausgestellte Fahrzeug kommt auf einen Preis von 85.960 Euro. Der Grundpreis liegt bei 79.000 Euro.
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